Neuer Radrundkurs in Karlsruhe

„Von Schloss zu Schloss“ – so lautet der Name der neuen Radtour, die Christian Büttner vom ADFC Karlsruhe am 19. Oktober in den BNN veröffentlicht hat. Die Strecke verläuft von Karlsruhe über Rüppurr, Weiherfeld, Ettlingen nach Durlach, macht dann einen Schlenker durch Grötzingen und führt danach über Durlach wieder zurück zum Karlsruher Schloss. Leider steht der Artikel (noch) nicht online zur Verfügung, sonst hätte ich direkt auf ihn verlinken können. Aber was noch nicht ist, kann ja noch werden 🙂

Gestern bin ich die Strecke abgefahren. Einziges Hilfsmittel: die Print-Ausgabe des Artikels. Da ich kein begnadeter Kartenleser bin, hatte ich für alle Fälle natürlich mein Smartphone dabei. Man weiß ja nie und Google Maps ist im Zweifelsfall schon sehr hilfreich.

Ich weiß aus eigener Erfahrung, wie schwierig es ist, einen Streckenverlauf möglichst knapp und dennoch präzise zu beschreiben, so dass sich Ortsunkundige zurechtfinden. Herrn Büttner ist dies extrem gut gelungen. Verfahren habe ich mich nur dort, wo ich meinte, mich gut auszukennen (in Ettlingen) oder ich habe einfach automatisch den Weg genommen, den ich immer fahre (zwischen Durlach und Grötzingen).

Von Schloss zu Schloss in Karlsruhe

Da es sich um einen Rundkurs handelt, kann man natürlich nach Belieben einsteigen. Ich bin brav der Beschreibung gefolgt. Start war also am Karlsruher Schloss. Von dort führt die Route Richtung Friedrichsplatz und rechts am Naturkundemuseum vorbei in Richtung Kriegsstraße. Hinter dem Naturkundemuseum stehen die Reste des Amalienschlösschens. Dort bin ich bereits im Mai auf den Spuren von Karl Drais gewandelt.
Über die Fußgänger- / Radfahrerbrücke am Ende der Lammstraße führt der Weg dann über die Kriegstraße. Weiter geht es durch die Unterführung am Albtalbahnhof und über die Weiherfeldbrücke. Danach folgt man dem Radweg nach Ettlingen, lässt einen der besten Spielplätze Karlsruhes „rechts liegen“ und kommt an der Rastatter Straße rechts von der Polizei hinten auf dem Parkplatz zur ehemaligen Meierei des Rüppurrer Schlosses.

Karlsruher Schloss – Reste des Amalienschlösschens – Meierei des Rüppurrer Schlosses

Von der Meierei führt der Weg an der Alb entlang zunächst ein Stück zurück zur Nürnberger Straße und dann über die Belchenstraße zu dem Bahnübergang, bei dessen Anblick so manch einem Marathonläufer noch heute der Kamm schwellen wird. 2013 hatte dort ein Güterzug viele Läufer für Minuten ausgebremst. Da ich eher zu den Genussläufern gehöre, war ich damals Gott sei Dank nicht betroffen. Hinter dem Bahnübergang geht es geradeaus in den Wald, dann nach der zweiten Brücke links und dann immer geradeaus bis man über die Südtangente kommt.

Bahnübergang – Naturschutzgebiet – Herbststimmung

Wenn man die Brücke über die Südtangente überquert hat, geht es rechts ab und dann geradeaus, bis Gut Scheibenhardt nach links ausgeschildert ist.

Gut Scheibenhardt

Gut Scheibenhardt im Rücken, fährt man danach quer durch den Golfplatz über die „Guckallee“ eine gefühlte Ewigkeit immer schnurgeradeaus bis zum Runden Plom nach Ettlingen.

Vom Runden Plom führt der Weg zunächst über die B3 und die staugeplagte A5 zur Hohewiesenstraße nach Ettlingen. Hier geht es dann links ab bis zum Lindenweg, dem man ebenfalls nach links folgt. Nach ca. 100 Metern nimmt man den Radweg rechts, unterquert die Bahnlinie und folgt dann der Bulacherstraße. Bei der Querungshilfe – Ettlingen ist da echt vorbildlich – geht es links ab in den Park vorbei am Bouleplatz. Nach der Querung der S-Bahnschienen folgt man der Mühlenstraße, quert die Schillerstraße und befindet sich dann mitten in der Ettlinger Fußgängerzone. Das Schloss liegt rechter Hand.

Von Ettlingen aus würde ich anders fahren, als von Herrn Büttner beschrieben. Statt dem Radweg an der B3 bis Durlach zu folgen, würde ich den etwa 200 Meter weiter links parallel dazu verlaufenden Radweg empfehlen. Der führt durch den Oberwald und bringt einen über die Fiducia Straße am Skaterpark vorbei und dann rechts ab über die Ostmarkstraße auch wieder an die Originalstrecke zurück. Wie man sieht habe ich in Durlach noch eine Runde durch den Ort eingelegt und die Karlsburg besucht, bevor ich über die Ochsentorstraße in Richtung Pfinz geradelt bin. Grötzingen ist danach ausgeschildert.

Alternative Route: Von Ettlingen über den Oberwald und Aue nach Durlach

Durlach: Basler Tor und Karlsburg

Von Durlach aus führen zwei Radwege nach Grötzingen. Beide münden in die Eisenbahnstraße, der man bis zur Eis-Marie folgt. Dort geht es links ab in die Martin-Luther-Straße und dann rechts durch die Unterführung bis zum Kreisel. Geradeaus die Straße hoch liegt rechter Hand Schloss Augustenburg.

Danach führt der Weg wieder zurück durch die Unterführung. Jetzt fährt man aber über die Pfinz in die Mühlstraße und dann über die Grezzostaße wieder bis zur Eisenbahnstraße. Danach folgt man zunächst der Beschilderung des Stromberg-Murrtal-Radwegs und dann den Schildern in Richtung Durlach-Bahnhof und Karlsruhe Zentrum.

Die Durlacher Allee hat ihre Tücken. Als Radfahrer weiß man hier nie, ob rechts abbiegende PKWs einem auch die Vorfahrt gewähren. Ich fahre hier nur ungern. Aber trotz einer neuen Baustelle bin ich in relativ kurzer Zeit von Durlach zur Tulla Straße und von dort über das ehemalig Schlachthof Gelände zum Gottesauer Schloss gekommen.

Die Schutzengel mussten allerdings am Durlacher Tor Überstunden einlegen. Erst ist eine PKW Fahrerin bei Rot über den Zebrastreifen gefahren und ich musste eine Vollbremsung einlegen und dann hat mich eine rechts abbiegende Fahrerin geschnitten, obwohl ich als geradeaus Fahrende Vorfahrt hatte. Liegt das hier an der ständig wechselnden Baustellensituation oder war das einfach nicht mein Tag? Egal, übers Uni Gelände bin ich dann wieder zurück zum Schloss gefahren, wo sich der Kreis geschlossen hat.

Eine empfehlenswerte Tour. Mit 35 km Länge (etwas mehr, wenn man durch den Oberwald nach Durlach fährt) genau richtig für eine Halbtagestour.

Einkehrmöglichkeiten gibt es unterwegs eine Menge.

  • Weiherfeld: Eiscafé Eisschätzle am Albufer
  • Dammerstock: Café & Gelateria Tiramisu (in der dunklen Jahreszeit geschlossen)
  • Ettlingen: Eiscafé Pierod, Albcafe u.v.m.
  • Durlach: Kehrle, Cielo, Abseits u.v.m.

Wer mit Kindern unterwegs ist, wird in Weiherfeld Mühe haben, seine Lieben zur Weiterfahrt zu animieren. Hier liegt direkt an der Alb zwischen Nürnberger Straße / Rechts der Alb ein riesiger Spielplatz, der zum Verweilen einlädt.

Ich würde mir wünschen, dass Herr Büttner den Streckenverlauf seines Rundkurses online stellt oder zumindest seine präzise Routenbeschreibung für jedermann zugänglich wäre. Schließlich hat nicht jeder Karlsruher die BNN abonniert.