Radelblog

Das Rad – Fortbewegungsmittel und Lebensgefühl zugleich

Mit dem Rad zum Bäcker

Samstags hole ich morgens immer die Brötchen für die ganze Woche. Entweder ich gehe den knapp einen Kilometer zu Fuß oder ich fahre mit dem Rad.

Jeden Samstag spielen sich vor der Bäckerei tumultartige Szenen ab, denn die meisten Kunden kommen mit dem Auto. Beim Bäcker gibt es zwei PKW Parkplätze. Jeder hofft, einen dieser beiden Parkplätze zu ergattern, was einem Sechser im Lotto gleichkommt, denn dieser Bäcker ist nicht nur für mich erste Wahl, sondern für die meisten Bewohner der Karlsruher Bergdörfer.

Heute Morgen hatten wir wieder den Klassiker. Ich fuhr mit dem Rad zum Bäcker, mein Nachbar mit dem Auto. Ich stieg aufs Rad und fuhr los und sah aus den Augenwinkeln, wie er ins Auto stieg, es anließ und wieder ausstieg, um die Scheiben freizukratzen. Als ich mit den Brötchen den Laden verließ, bog er gerade um die Ecke und musste zu seiner Enttäuschung feststellen, dass beide Parkplätze belegt waren.

Ich frage mich dann immer, was in den Köpfen der Leute vorgeht, die mit dem Auto kommen. Ist das Bequemlichkeit? Haben die zu viel Zeit? Oder setzen sie sich einfach aus schierer Gewohnheit ins Auto?
Mein Nachbar wäre selbst zu Fuß schneller als mit dem PKW. Bei Licht betrachtet täte ihm das auch gut, denn er neigt ein wenig zur Fülle.

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Radfahren im Winter

  1. Hauptgrund ist wohl wirklich die Gewohnheit. Dann kommen Faulheit und Bequemlichkeit, oft einhergehend mit körperlicher Degeneration. Es gibt dafür aber auch ökonomische Ursachen, fixe, variable und Grenzkosten… Man hat für das teure Ding in der Garage viel Geld hingeblättert, bezahlt viel für Haftpflicht und Kfz-Steuer – dann wär es ja Blödsinn, wenn man nicht so oft es geht damit fährt. 😉

    In dem speziellen Fall: Vielleicht musste er später nochmal wohin, dann war das Auto wenigstens schon einmal enteist und „vorgewärmt“.

  2. Als fürsorgliche Nachbarin, kannst Du dem Nachbarn ja anbieten, ihm die Brötchen mitzubringen. Mutmaßlich haben Du und er allerdings eine andere Wellenlänge, was körperliche Aktivität angeht?
    Jeder muss selber wissen, was er macht. Bei mir hat es 3 Bäcker in der Nähe mit zugeparkten Straßen. Da ist Auto ausgeschlossen.

    • Anke

      Hi Steffen, der Nachbar ist eigentlich super nett. Vielleicht hat ja auch DS-pektiven recht und er wollte nach dem Bäcker noch weitere Besorgungen erledigen.
      Ich wunder mich nur immer wieder, wie man diesen Bäcker überhaupt mit dem Auto anfahren kann. Die Straße ist steil und eng. Die beiden Parkplätze sind immer belegt, auf der Straße halten oder parken geht nicht, weil dann kein Durchkommen mehr ist. Und trotzdem machen es die meisten. Sie kommen, fahren am Laden vorbei und wenden. Sie fahren zurück, fahren wieder am Laden vorbei und wenden. Das geht dann eine Weile so, bis sie es aufgeben und ein Stück weiter weg parken, wo die Straße wenigsten so breit ist, dass andere PKW-Fahrer an ihrem widerrechtlich geparkten Fahrzeug vorbei kommen. Das ist aus dem Laden heraus lustig anzuschauen, aber ich denke, dass die Anwohner das gar nicht so prickelnd finden, dass in dieser schmalen Straße so viel Verkehr ist.

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