Radelblog

Das Rad – Fortbewegungsmittel und Lebensgefühl zugleich

Mechanical Doping

Am 30. Januar ist eine belgische U23 Cyclocross Radfahrerin des mechanischen Betrugs überführt worden. Im Sitzrohr ihres Crossrades hatte man einen unerlaubten Motor entdeckt. Ich habe darüber vor ein paar Tagen berichtet.

Jetzt habe ich auf YouTube ein interessantes Gespräch zweier Radsport Journalisten zu diesem Thema gefunden. Interessant deshalb, weil sie wussten, wie der International Radsportverband (UCI) der Belgierin auf die Schliche gekommen ist – mit Hilfe einer simplen App! Man hat die Räder der Teilnehmer im Vorbeigehen gescannt und so den Antrieb geortet. Es war überhaupt nicht nötig, das Rad zu zerlegen. 200 Watt leistet übrigens so ein Motor. Wer von euch schon mal auf einem Ergometer saß oder vielleicht mal ein Belastungs-EKG hat machen lassen, der weiß wie man in die Pedale treten muss, um 200 Watt zu erzeugen.

Es sieht so aus, als wäre der Radsportverband was mechanische unerlaubte Hilfsmittel anbetrifft, den potentiellen „Dopern“ ein Stück weit voraus oder begegnet ihnen zumindest auf Augenhöhe. Außerdem sollen drakonische Strafen dieses Übel schon im Keim ersticken:

  • Mindestens 6-monatige Sperre (nicht nur für den Fahrer, sondern das ganze Team; bei Meisterschaften der nationale Verband)
  • Saftige Geldstrafe (20.000 – 200.000 Schweizer Franken)

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  1. Das wird noch ein großes Problem im Radsport, aber immerhin vermeidbarer als so manches medizinisches Doping. Bin persönlich gespannt, wie sich mechanisches Doping entwickelt – die Technik geht ja rasant voran, ein kleines Gerät, dass ein paar Watt Ersparnis bringt, dürfte schwer zu entdecken sein und könnte den kleinen Unterschied ausmachen…

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