Laufsocken für Wedderschbacher Füß

Ich treibe schon mein Leben lang Sport. Als Schülerin habe ich gefühlt mehr Zeit auf Sportplätzen und in Turnhallen verbracht als am Schreibtisch. Das hat mir zwar jede Menge Medaillen und eine Eins in Sport, aber nur mittelmäßige Noten in den übrigen Fächern eingebracht. Meine Leidenschaft galt den Wurfdisziplinen. Bahnlaufen habe ich gehasst. Was wir heute Joggen nennen, hieß damals Waldlauf, und auch das fand ich ätzend langweilig.

Meine Liebe zum Laufen habe ich erst entdeckt, als meine Jüngste ein Jahr alt war. Da fand bei uns im Dorf der erste Wettersbacher Funkturmlauf statt. Mehr aus einer Laune heraus habe ich mich angemeldet und wurde Drittletzte. Nach mir kam nur noch ein Jüngling, der aufgrund einer Wette mitgelaufen war und die lebende Legende Albert Olbrechts, damals schon weit über 80. Das hat mich natürlich gewurmt. Und so habe ich mich in der Woche nach der Veranstaltung dem ortsansässigen Lauftreff angeschlossen.

Seit dieser Zeit laufe ich mehrmals die Woche 10 – 15 Kilometer rund um Wettersbach oder im Oberwald. Hatte ich während meiner aktiven Zeit als Speerwerferin stinknormale Socken, die ewig hielten, trage ich jetzt hochpreisige Laufsocken – u.a. die Falke RU und die X-Socks RUN xyz – die schon nach kurzer Zeit den Geist aufgeben. Egal welches Modell ich auch trage, über kurz oder lang sehen die Socken trotz richtiger Pflege so aus:

Ich habe normale Wedderschbacher Füß und keinerlei Fußfehlstellungen. Die Nägel sind kurz und die Socken entsprechen meiner Schuhgröße. Dennoch schaffe ich es, mir nach kurzer Zeit Löcher in die Socken zu laufen. Allmählich geht das ins Geld.

Seit ein paar Wochen probiere ich eine neue Marke aus – Laufsocken von Under Pressure. Eigentlich war das eher ein Spontankauf. Ich wollte meinen Mann mit pinkfarbenen Kompressions-Stulpen schocken und habe zusätzlich noch ein Paar neongrüne Laufsocken gekauft:

Als ich die Socken das erste Mal auf Links gezogen habe, war ich mehr als skeptisch. Das sah alles andere als gut verarbeitet aus. Diese vielen losen Fäden müssen beim Laufen doch nerven, dachte ich. Seit dem Kauf sind einige Wochen ins Land gezogen. Ich habe die Laufsocken zig Mal zum Laufen getragen und danach gewaschen (und wie man sieht auch verfärbt). Die Fäden haben nicht genervt, im Gegenteil, man spürt sie nicht. Die Socken sind vom Gefühl her vorne etwas weiter, man könnte auch sagen weicher, als meine Laufsocken von Falke und X-Socks. Die scheinbar losen Fäden auf der Innenseite der Socken machen keinerlei Anstalten sich in Wohlgefallen aufzulösen. Ich glaube, dass ich nach langer Suche endlich die richtigen Laufsocken für meine Wedderschbacher Füß gefunden habe.