Radelblog

Das Rad – Fortbewegungsmittel und Lebensgefühl zugleich

Kuriose Schilder gesucht

Ein Foto, das ich im Juni auf Rügen aufgenommen habe, ist jetzt in der jüngsten Ausgabe der ADFC Zeitschrift Radwelt veröffentlicht worden.
Hier ein Printscreen:

Ich hatte das Bild nach meinem Urlaub eingesendet, weil ich die Schilder und den grasigen „Radweg“ einfach eine Frechheit fand. Ein benutzungspflichtiger Rad-/Gehweg, dessen Benutzung aber explizit auf eigene Gefahr ist, ist ein Widerspruch in sich. Wer auch immer diese Schilder aufgestellt hat – wahrscheinlich die Gemeinde Gingst – hat es wahrscheinlich nur gut gemeint. Aber wie so oft im Leben ist auch hier gut gemeint das Gegenteil von gut gemacht.

Aber man muss auch die positive Seite sehen, der Weg war wenigstens gemäht. Es hätte somit auch schlimmer sein können.

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Karlsruhe erFAHREN

  1. eva

    Da fällt mir aber wirklich nichts mehr ein.
    Wo gibt es denn sowas, klar auf Rügen.

    Da habe ich, als wir 1992 dort waren auch so kuriose Sachen gesehen.
    Finde ich aber gut, dass du das anpangerst, sollte man viel mehr tun.
    Ich habe für den morgigen Post einen Link zu deinem Post heute gesetzt.
    Liebe Grüße Eva

  2. Ralph

    Ich finde den Radweg genial. Da hat die Verwaltung mit wenig Geld etwas für die Sicherheit der Radfahrer gemacht. Die Räder sind weg von der gefährlichen Landstraße.
    Umweltschutztechnisch wurde auch die Landschaft nicht versiegelt.

    Trotzdem wäre es natürlich besser, der Radweg würde noch schön geteert werden.

    Warum muss immer nur gemeckert werden? Typisch deutsch.

  3. also ich finde einen Radweg mir Gras nicht unbedingt schlimm
    auch wenn es sich da wohj nicht leicht fahren läßt
    aber besser als Schotter allemal
    ausserdem ist es auch ein Fußweg
    da aber keine Fahrrillen zu sehen sind scheint er nicht viel genutzt zu werden
    ich kenn mich da nicht so aus
    aber MUSS er von den Raffahrern befahren werden oder können sie auch auf die Straße ?

    liebe Grüße
    Rosi

    • Anke

      Dieser grasige „Radweg“ am Ortseingang von Gingst ist ca. 200 m lang. Ich habe ihn nicht benutzt. Ich war beim Anblick der widersprüchlichen Schilder und dem gemähten Rasenstück so verdutzt, dass ich einfach auf der Straße weitergefahren bin. Ich habe den Weg dann von der anderen Seite fotografiert, als wäre ich von Gingst gekommen.
      Benutzen muss ich ihn nach meiner Ansicht aber nicht.
      1) Die beiden Schilder widersprechen sich. Wieso sollte ich einen Radweg benutzen, wenn mir per Zusatzschild gleich mitgeteilt wird, dass ich das auf eigene Gefahr mache. Wenn ich mich also auf dem Weg auf die Nase lege, weil sich vielleicht doch das eine oder andere Schlagloch unter dem Grasteppich verbirgt, kann ich keinerlei Ansprüche an die Gemeinde stellen. Sie hat ja durch das Schild „Benutzung auf eigene Gefahr“ explizit darauf hingewiesen, dass die Benutzung ggf. nicht ganz ungefährlich ist.
      2) Ein Radfahrer ist auch nicht verpflichtet auf einem benutzungspflichtigen Radweg zu fahren, wenn er objektiv betrachtet unbenutzbar oder nicht zumutbar ist (Schlaglöcher, Wurzeln, Hindernisse, etc.).
      Bernd Sluka schreibt zum Thema „zumutbar“ Folgendes:
      „Zumutbarkeit ist ein unscharfer Begriff. Zunächst einmal ist ein Radfahrer nach § 3 StVO gehalten, seine Geschwindigkeit den Umständen anzupassen. Eine schlechte Oberflächenbeschaffenheit (z.B. schlechter Belag, rutschige Blätter, Streugut) des Radwegs bringt alleine keine Unzumutbarkeit. Kann sie jedoch auch durch angepasste Fahrweise nicht ausgeglichen werden, muss der dann unzumutbare Radweg nicht benutzt werden.
      „Unzumutbar“ kann man vielleicht am besten daran festmachen, ob der Zustand durch angepasstes Fahren nicht mehr in den Griff zu bekommen ist. Dieses Kriterium schließt damit auch die Benutzungspflicht kurzer Stecken linksseitigen Radwegs aus, weil die dazu notwendige Querung der Fahrbahn eine erhebliche Gefahrenquelle darstellt. Auch der ständigen Wechsel zwischen Abschnitten benutzungspflichtigen Radwegs und der Fahrbahn oder zwischen rechts- und linksseitigen Radwegstücken ist unzumutbar. Nicht hinnehmen muss man beispielsweise auch, dass auf dem Radweg verbliebenes Streugut, Glasscherben oder ähnliches ständig zu Reifenpannen führen.“

      In die Richtung, in die ich fotografiert habe (links von der Straße), muss ich den Weg also nicht benutzen.
      Von der anderen Seite müsste ich ihn eigentlich benutzen, wenn da nicht das Zusatzschild wäre.

  4. Thomas

    Wie kann ich denn Fotos hier einfügen? Ich hätte ein oder zwei Fundstücke, die ich beitragen könnte.

    • Anke

      Hi Thomas, Bilder kann derzeit nur ich in einen Kommentar einfügen, nicht registrierte Benutzer können das nicht. Mitte September zieht der Blog um auf eine neue Domain (www.radelblog.de), vielleicht kann ich in dem Zuge was an diesem Feature ändern.

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