Wenn man das Wort Kompressionsstrümpfe hört, denkt man unwillkürlich an die potthässlichen hautfarbenen Anti-Thrombosestrümpfe, die u.a. im Krankenhaus nach einer Operation zum Einsatz kommen. Als die ersten Sportkompressionsstrümpfe 2007 auf den Markt kamen und jeder noch so untalentierte Läufer meinte, seine Schnelligkeit und Ausdauer allein durchs Tragen dieser Dinger steigern zu können, war ich gelinde gesagt skeptisch. Kompressionsstrümpfe fand ich damals so überflüssig wie Nasenpflaster.
Doch dann habe ich bei einem Lauf-Wettbewerb ein Paar CEP Compression Sportsocks geschenkt bekommen und natürlich auch ausprobiert. Was die Nasenpflaster anbetrifft hat sich meine Meinung nicht geändert, aber Kompressionsstrümpfe sehe ich mit komplett anderen Augen und kann sie nur jedem Sportler im Kampf gegen schwere Beine empfehlen.

Der 1. CEP Sportstrumpf (Quelle: CEP)

Die ersten CEP Strümpfe habe ich noch immer. Sie sehen nicht mehr so schneeweiß aus, wie der Strumpf auf dem Bild oben, aber erfüllen immer noch ihren Zweck. Ich trage sie primär zur Regeneration nach dem Training oder auf Reisen, wenn ich stundenlang im Auto oder Flieger sitze, ohne mir die Beine vertreten zu können.

2007 gab es nur ein Strumpfmodell für Läufer und ein Modell für Skifahrer. Mittlerweile gibt es Kompressionsstrümpfe für alle möglichen Sportarten in vielen Farben und Längen. Neben der medi GmbH & Co. KG, die die CEP Strümpfe in Bayreuth fertigt, haben auch andere Anbieter das Potential von Sportkompressionsstrümpfen entdeckt.

Vor kurzem haben wir ein paar Muster zum Testen von Under Pressure erhalten. Ihr seht, vom Radfahren und Laufen bekommt man stramme Waden 🙁 . Da sich diese insbesondere nach langen Läufen relativ schwer anfühlen, ziehe ich im Winter nach dem Training oft Kompressionsstrümpfe zur Regeneration an. Wenn es heiß ist, trage ich sie nicht, da mag ich es eher luftig, aber das ist mein individuelles Empfinden.

Die Firma Under Pressure hat ihren Sitz ebenfalls in Bayern und fertigt neben Socken, Strümpfen und Tubes auch noch Lauf-Tights. Ich habe zunächst amüsiert gelächelt, als ich die Anziehanleitung gesehen habe. Aber bei Licht betrachtet, ist es total wichtig, die Strümpfe korrekt anzuziehen, damit sie richtig an der Wade sitzen. Da ist eine bebilderte Anleitung sehr hilfreich, zumal es sehr viel Kraft und Geschick erfordert, die Strümpfe überzustreifen.

Quelle: Under Pressure

Meine CEP Strümpfe besitze ich seit 10 Jahren, die von Under Pressure erst seit kurzem. Ein echter Vergleich ist also noch nicht möglich. Aber der erste Eindruck ist positiv. Das Material macht einen sehr guten Eindruck. Auch nach mehrmaligem Waschen hat weder die Farbe noch die Passform gelitten. Die Strümpfe sitzen noch genauso stramm wie am ersten Tag. Ich denke, dass ich an den Runattack Strümpfen von Under Pressure genauso viel Freude haben werde wie an den Sportsocks von CEP.