Radelblog

Das Rad – Fortbewegungsmittel und Lebensgefühl zugleich

Klingeln oder nicht klingeln?

Egal, was man macht, es ist immer verkehrt. Klingelt man, heißt es „Müssen Sie so laut klingeln, ich bin doch nicht schwerhörig!“

Klingelt man nicht, sondern räuspert sich nur oder macht anderweitig auf sich aufmerksam, muss man sich „Müssen Sie sich so ranschleichen, können Sie nicht klingeln!“ anhören.

Jeder von euch kennt die folgende Situation: Man fährt von hinten auf eine sich in dieselbe Richtung bewegende Gruppe von schwatzenden Walkern, Joggern oder Spaziergängern zu. Wenn man klingelt, entstehen tumultartige Szenen: Die Person ganz rechts will nach links, die Person links will nach rechts und die in der Mitte weiß überhaupt nicht wohin, da sie von allen Seiten angerempelt wird. Ich habe noch nie erlebt, dass so eine Gruppe geordnet den Weg frei macht. Es trifft sie immer wieder vollkommen unvorbereitet, dass jemand sie überholen will.

Noch schlimmer sind Jogger oder Walker mit Kopfhörer. Sie reagieren meist weder auf Klingeln, noch auf Räuspern oder Rufen. Wenn man dann überholt, machen sie vor Schreck einen Satz zur Seite, wenn man Pech hat, genau auf einen zu.

Derzeit gibt es ein neues Phänomen – Menschen, die auf Displays starren! Alle Welt ist im Pokemon Fieber. Leider vergessen die Spieler vor lauter Suche nach Pokemons, dass es auch noch so was gibt wie real existierende Mitmenschen. Was gäbe ich darum, wenn ihr Smartphone nicht nur bei Pokemons in der Nähe vibrieren würde, sondern auch wenn ich sie überholen will.

 

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Was wäre, wenn …

  1. Im Zweifelsfall immer klingeln – schon aus Eigeninteresse, dass man nicht selbst vom Rad geholt wird. Nach meiner Erfahrung müsste man immer gleich mehrere Klingeln bzw. Signalgeber am Rad haben für die jeweils angebrachte Eskalationsstufe. Vom dezenten Klingeln um anzukündigen, dass ein Rad ankommt, bis zur Hupe, wenn jemand mit Kopfhörer oder auch ein Autofahrer im Weg ist. Dann kommt man nämlich mit der Klingel allein auch nicht mehr weiter.

  2. Sandy

    Das hefftigste was mir in diesem Zusammenhang bisher passiert ist,
    war die Fußgängerin, die ich durch kurzes Klingeln auf mich aufmerksam
    machen wollte (ich kam von hinten). Daraufhin wurde ich als dumme V****
    beschimpft. Ich war so perplex, dass ich mich entschuldigt habe und ihr
    erklären wollte, dass ich doch einfach nur kurz warnen wollte, da
    kommt was von hinten. Ich dummes A*****l*** solle gefälligst weiter
    fahren. Der möchte ich nicht als Autofahrerin begenen, die fährt Dich
    sicher übern Haufen.
    Eher witzig, die Spaziergänger die beim ersten Klingeln nach allen
    Seiten auseinander hüpfen. Eher nervig, die keinen Platz machen, weil
    Radfahrer hier ihrer Meinung nach nichts zu suchen haben (das dies
    ein Geh-/Radweg ist, haben sie nicht erkannt).
    Ich fahre in Stuttgart Rad. Hier ist es leider Standard Radfahrer
    immer mit Fußgängern, auf oft viel zu engen Wegen zu führen. Ganz oft
    gibt es Konflikte, die nicht sein müssten. Ich versuche immer wo es
    geht die Fahrbahn zu nutzen. Autos finde ich angenehmer als Fußgänger.

  3. Hauke

    Einfache Frage, einfache Antwort: On-road klingeln, off-road nicht.

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