Radelblog

Das Rad – Fortbewegungsmittel und Lebensgefühl zugleich

Klappräder sind out, Falträder sind in

Klappt ihr noch oder faltet ihr schon? Das Klapprad, das Mitte der 70er Jahre einen Marktanteil von sage und schreibe 35 Prozent verzeichnen konnte, dann aber im Laufe der Jahre wieder vollkommen in der Versenkung verschwand, ist wieder im Kommen. Doch jetzt heißt es nicht mehr Klapprad, sondern Faltrad.

Brompton Faltrad Konfigurator

Brompton Faltrad Konfigurator

Die Klappräder der Vergangenheit waren in der Regel klein, unbequem und klapprig.Dennoch erfreuten sie sich kurze Zeit großer Beliebtheit. Dann verschwanden sie fast komplett von der Bildfläche. Meine Eltern hatten auch solche Exemplare. Nachdem niemand mehr damit fuhr, landeten sie auf dem Schrotthaufen. Doch in den Großstädten dieser Welt sieht man die Nachfolger der Klappräder – die Falträder – immer häufiger.

Immer wenn ich mit einem Rad im Zug unterwegs bin, beneide ich die Besitzer von Falträdern. Während ich für mein Rad einen Platz im Zug reservieren muss, steigen die Besitzer eines Faltrades einfach ein, falten ihr Rad zusammen und verstauen es beim Gepäck oder zwischen den Sitzen. Für ein „normales“ Rad muss ich zahlen, für ein Faltrad nicht, denn Falträder werden wie Handgepäck behandelt. Falträder dürfen sogar in ICEs mitfahren, normale Fahrräder nicht.

Dies macht Falträder vor allem für Pendler interessant. Mit einem Faltrad bin ich in der Stadt mobil und kann die Distanz zwischen der Bus- oder Bahnhaltestelle und dem Büro viel flotter zurücklegen als zu Fuß.

Die wohl bekanntesten Hersteller von Falträdern sind die Firmen Brompton, Moulton und Riese und Müller.

Dass Falträder was Komfort und Fahrspaß anbetrifft, durchaus mit ihren großen Brüdern und Schwestern mithalten können, sieht man schon auf den ersten Blick, wenn man sich das Birdy aus dem Hause Riese und Müller anschaut.

Birdy Faltrad City Premium

Birdy Faltrad City Premium

Solch ein Faltrad hat doch mit den spießigen Stößern aus den 70ern nichts mehr gemein. Unbequem und klapprig war gestern. Moderne Falträder zeichnet Folgendes aus:

  • Einfacher Faltmechanismus
  • Kleines Packmaß
  • Geringes Gewicht
  • Vollfederung.

Auch in punkto Schnelligkeit haben Falträder aufgeholt. Trotz ihrer winzigen Laufräder, sind moderne Falträder dank entsprechender Übersetzung flott unterwegs.

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  1. Das erstaunliche ist, dass man mit den heutigen Falträdern auch problemlos längere Strecken fahren kann, was mit den alten Klapprädern eher mühseelig war. Hochwertige Falträder sind technisch perfekt ausgestattet und verfügen auch über mehrere Gänge und unterscheiden sich fast kaum noch von „normalen“ Fahrrädern, abgesehen von der Optik. Echt praktisch und jedem Pendler zu empfehlen!

  2. Dieser Beitrag spiegelt genau das wieder, was ich in meinem Geschäft erlebe. Die Nachfrage nach Klapp- bzw. Falträdern steigt relativ stark an. Ich selbst bin auch begeisterter Klappradfahrer und betreibe auch einen Online-shop.

    PS: Super Blog, nur weiter so 🙂

  3. Sehr schöner Artikel.

    Ich aber zum Beispiel bin sowohl Fan vom Klapprad als auch vom Faltrad. Wieso? Naja das ist einfach erklärt. Als Klapprad habe ich mir ein 26 Zoll Mountainbike gekauft, dieses passt gerade so hinten in mein kleines Auto. Das nutze ich um mal ordentlich Spaß zu haben in der Natur.

    Dann haben wir aber auch noch zwei 20 Zoll Falträder. Diese sind ja wesentlich kleiner zu falten als das Mountainbike und da passen auch zwei davon in das kleine Auto. Diese werden dann eher genutzt wenn wir zusammen unbekannte Orte erkunden möchten und es etwas ruhiger angehen lassen.

    Ihr seht, alles hat seine Vor- und NAchteile
    Gruß Tino

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