Radelblog

Das Rad – Fortbewegungsmittel und Lebensgefühl zugleich

Kalt, kälter, CM

Ich muss gestehen, dass ich gestern sehr mit mir gerungen habe, ob ich nicht lieber gleich nach Feierabend nach Hause ins Warme fahre. Schließlich muss man ja nicht an jeder Critical Mass teilnehmen. Von den Temperaturen her ging es eigentlich. Minusgrade machen mir an sich auch nichts aus, aber der Wind war fies, sodass die Fühltemperaturen fast im 2-stelligen Minusbereich lagen. Aber schließlich bin ich dann doch zum Kronenplatz gefahren, wo zu meiner großen Überraschung bereits eine Menge Radfahrer warteten. Normalerweise kommen die meisten kurz vor knapp, gestern war das anders. Was mich immer am meisten freut ist die Zusammensetzung der Critical Mass: Familien mit Kindern, Junge und Alte, Leute aus allen Schichten, die eins gemeinsam haben – sie fahren gerne mit dem Rad. Was in Karlsruhe nicht zuletzt auch Dank der Lastenrad Initiative immer beliebter wird ist das Lastenrad als Transportmittel und Autoersatz. Auch gestern war wieder eine junge Familie dabei, die vom Auto aufs Lastenrad umgestiegen ist. Der Nachwuchs saß vorne in Decken gehüllt auf einem kuscheligen Lammfell durch ein Regendach gegen den Wind geschützt. Mit dem hätte ich gerne den Platz getauscht.

 

Die Polizei ist gestern mit sechs PKWs angerückt. In jedem Fahrzeug saßen zwei Polizisten. Wir konnten 52 Teilnehmer verzeichnen. Von so einem Betreuungsschlüssel träumt jede Kita und jedes Krankenhaus. Hoffentlich haben die Karlsruher nicht gedacht, dass wir da Steuergelder verschwenden. Schließlich haben wir die Polizei nicht gerufen, sie hat uns vielmehr vor knapp zwei Jahren gefunden. Aber die Polizisten haben ihren Job gestern wirklich gut gemacht. Statt ständig mit Tatütata an uns vorbeizufahren, standen sie immer schon strategisch richtig, wenn wir mit unseren Rädern um die Ecke bogen. Hat mich irgendwie an die Geschichte vom Hasen und Igel erinnert:

Ick bün al hier!

Was mich auch gefreut hat: Ein Polizist hat sich gleich mal einen Karlsruher Fahrradkalender geschnappt. Vielleicht haben wir da ja einen neuen Mitstreiter gewonnen 😉

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Radinfrastruktur – Leuchtturmprojekte für Karlsruhe

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Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste

  1. also das passt irgendwie gut zsammen nachdem ich mein Fahrrad im Dezember einwinterte. Im Video sieht man vermummte Radfahrer die geradewegs vor der Kälte flüchten und draußen hats gefühlte minus 42 Grad 🙂 schönes WE

  2. Klassisches Regenwetter finde ich beim Radeln um Welten unangenehmer. Kälte ist (für mich zumindest) eigentlich kein Problem; man muss sich einfach nur gut nach dem Zwiebelprinzip einpacken. Höchstens an den Händen braucht es dann noch ein paar ordentliche Handschuhe.

    Und bislang war es ja noch gar nicht wirklich eisig; die „richtige“ Kaltluft kommt erst am Montag. 😉

    • Anke

      Geht mir normalerweise auch so, lieber kalt und sonnig als nass und Grau in Grau. Aber das Tempo auf der CM ist alles andere als flott. 10 – 15 km/h sind für mich einfach zu langsam, um in Wallungen zu kommen bzw. dass mir warm wird. So war es auch am Freitag. Am Ende der CM war ich schockgefroren. Auf dem Heimweg danach in die Bergdörfer ist mir dann aber schnell wieder warm geworden 🙂 Und du hast natürlich recht, Zwiebelprinzip, Mütze und gute Handschuhe / Schuhe sind das A und O, wenn es ums Radfahren in der kalten Jahreszeit geht.

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