Hoffentlich ist bald schlechtes Wetter!

Wer hätte gedacht, dass ich mal das Ende des Altweibersommers herbeisehnen würde. Aber das war ja am Wochenende nicht mehr zum Aushalten. In Scharen hat es die Menschen nach draußen getrieben. Überall Jogger, Radfahrer, Spaziergänger und frei laufende Hunde. Man hätte im Oberwald, rund ums Schloss, in der Günther-Klotz-Anlage und am Rhein Schilder aufstellen können mit dem Hinweis „Wegen Überfüllung geschlossen“. Kein Durchkommen auf den gemeinsam genutzten Fuß-/Radwegen.

Viele sportbegeisterte Menschen sind an sich ja eigentlich kein Problem, aber wenn sie scheinbar taub und zu mehreren nebeneinander wie Eichen im Weg stehen, dann macht Rad fahren einfach keinen Spaß mehr.

Am besten war ein junger Bursche, der freihändig mit Stöpseln im Ohr vor mir her schlich. Als ich zum Überholen ansetzte, machte er plötzlich einen Schlenker nach links um Abzubiegen. Nur eine Vollbremsung hat einen Zusammenstoß verhindert. Statt sich zu entschuldigen, kam nur „Ay, kannst du nicht klingeln, wenn du überholen willst.“ Hallo, geht’s noch. Wie wär’s denn mal mit dem berühmten Schulterblick vor dem Abbiegen. Wenn ich mit dem Auto überhole, hupe ich ja auch nicht. Mal abgesehen davon, dass der Typ mein Klingeln wegen der Kopfhörer wohl kaum registriert hätte.

Aber auch die längste Schön-Wetter-Periode ist mal zu Ende. Nichts ist so wirksam wie ein paar Regentropfen oder kalte Temperaturen, um die Radwege wieder frei zu machen. Typische „Sonntagsfahrer“, die meinen sie hätten die Wege für sich allein gepachtet, zieht es bei schlechtem Wetter Gott sei Dank nicht ins Freie.