Gute Fahrradinfrastruktur = weniger Fahrradunfälle

Es heißt zwar „traue keiner Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast“, aber der Aussage der nachfolgenden Balkengrafik bin ich geneigt Glauben zu schenken.

Eine gute Fahrradinfrastruktur trägt dazu bei, die Unfallzahlen zu senken

Die Zahlen sind zwar aus dem Jahr 2013, sprechen aber dennoch eine deutliche Sprache. Sie stammen von der OECD, wurden aber aufbereitet von The Alternative Department for Transport.

Mit dem Rad zurückgelegte Strecke pro Person und Jahr:

  • Niederlande: 864 km
  • Dänemark: 513 km
  • Deutschland: 368 km
  • Großbritannien: 75 km

Wenn man bedenkt, dass ich im Jahr ca. 8.000 – 10.000 km mit dem Rad zurücklege, müssen sich viele Menschen bei uns wenig bis gar nicht aufs Rad schwingen. Da haben wir also noch viel Potential.

Getöte Radfahrer pro Milliarde gefahrener Kilometer:

  • Niederlande: 10,7
  • Dänemark: 14,6
  • Deutschland: 15,2
  • Großbritannien: 28,1

Rein zahlenmäßig verunfallen in den Niederlanden und Dänemark natürlich mehr Radfahrer als in Großbritannien. Wenn man das aber hochrechnet auf die mit dem Rad zurückgelegten Kilometer, dann trägt Großbritannien eindeutig die rote Laterne.

Je besser die Infrastruktur für Radfahrer, desto mehr Menschen schwingen sich aufs Rad. Je mehr Menschen sich aufs Rad schwingen, desto größer die Sensibilität der anderen Verkehrsteilnehmer und desto weniger Radfahrer verunfallen.

Diese Statistik muss den Angehörigen und Freunden des Radfahrers, der vor zwei Tagen in Karlsruhe tödlich verunglückt ist, allerdings wie Hohn klingen.