Grüne Welle auch für Radfahrer

Abgesehen mal von rücksichtslosen Autofahrern, träumenden Fußgängern und Hunden an langen Schleppleinen nervt uns Radfahrer in der Stadt doch eigentlich nichts mehr, als alle paar Hundert Meter bei Rot anhalten zu müssen. Siemens hat eine Smart­phone-App entwickelt, die diesem Übel ein Ende setzten könnte. SiBike heißt die App und sie verspricht den Nutzern auf ausgewählten Strecken eine grüne Welle.

Diese Technik wird schon von Bussen genutzt

so Projektleiter Michael Düsterwald in München. Wo ist der Haken? Bei Radfahrern klappt das nicht mit jeder Ampel. Städte und Gemeinden müssen die Signalanlagen erst so einrichten, dass diese mit der App auch  kommunizieren können, und marktreif ist die App leider auch noch nicht.

Grundsätzlich funktioniert die App folgendermaßen:  Rund 60 Meter vor einer Ampel gibt es einen sogenannten virtuellen Anmelder. Nähert sich ein Fahrradfahrer mit der aktivierten App, nimmt sein Smartphone Kontakt mit der Verkehrsleitzentrale auf. Diese erkennt über GPS den Standort und sendet den Befehl an die Ampel, die Grünphase um einige Sekunden zu verlängern. Stimmen muss aber das Tempo des Radfahrers. Wer eine „Grüne Welle“ will, muss eine bestimmte Ge­schwin­dig­keit einhalten. In der Regel sind das etwa 18 bis 20 km/h. Das finde ich zwar etwas wenig, aber der Durchschnittsradfahrer fährt anscheinend langsamer als ich und wie heißt es so schon „Eile mit Weile“.

Autofahrer müssen nur unmerklich länger warten, denn die Grünphase wird nur einmal verlängert. Damit wirkt sich die Grüne Welle für Radfahrer nicht wirklich negativ auf die Autofahrer aus und wird damit hoffähig.

Noch gibt es diese App nicht, sie ist noch in der Testphase, u.a. in der Studentenstadt Bamberg.

Wir haben knapp 13 000 Studierende, da ist es ganz klar, dass die in ganz hohem Maße mit dem Rad unterwegs sind.
Man ist in der Innenstadt deutlich schneller als mit dem Auto.

Das trifft auf Karlsruhe auch zu – zig Tausend Studenten und man ist mt dem Rad in der Innenstadt deutlich schneller unterwegs als mit dem Auto. Ich studiere zwar nicht mehr, aber ich probiere diese App gerne für euch aus.