Radelblog

Das Rad – Fortbewegungsmittel und Lebensgefühl zugleich

Fitness-Armbänder

Ich sage nie wieder etwas Abfälliges über Fitness-Armbänder, neudeutsch auch „Wearables“ genannt. Schließlich hat so ein Ding etwas geschafft, wozu ich in den letzten Jahren nicht in der Lage war, nämlich meine „bessere Hälfte“ dazu zu bringen, die Couch zu verlassen und sich mehr zu bewegen.

Zu unserem Hochzeitstag im April gab es mal keine Bücher, sondern ein Fitness Armband der Firma Fitbit. Die Fitbit Alta war brandneu auf den deutschen Markt gekommen und hatte in vielen Tests überdurchschnittlich gut abgeschnitten. Ich hatte eine 50:50 Chance, dass mein bewegungsresistenter Gatte das Armband zumindest mal ausprobieren würde. Die Wahrscheinlichkeit, dass er das Ding nach 1-2 Tagen angewidert ins Eck feuern würde, war allerdings groß.

Das Armband sieht relativ unspektakulär aus, trackt jeden Schritt, den man täglich zurücklegt, und zeigt mittels Vibration, dass es mal wieder Zeit wäre, sich zu bewegen. Es misst automatisch, es lobt gekonnt, es erinnert freundlich und es motiviert auch hartgesottene Bewegungsmuffel. So was Profanes wie die Uhrzeit zeigt das Armband übrigens auch an.

Seit drei Monaten befindet sich die Fitbit Alta am Handgelenk meines Mannes und er ist seitdem wie ausgewechselt. Da jeder Schritt zählt, wird jetzt freiwillig der Müll rausgetragen, Leergut in den Keller gebracht und Staub gesaugt. Ach, hätte ich dieses Armband doch schon viel früher verschenkt.

Wenn man gewisse Ziele erreicht – z.B. nach 10.000 Schritten täglich – gibt es ein Feuerwerk. Hat man eine bestimmte Anzahl von Kilometern zurückgelegt, gibt es per Mail eine Urkunde: Nach 42,2 KM kam die erste Urkunde (Marathon-Strecke), nach 112 KM die nächste (Marsch der Kaiserpinguine), die dritte gab es nach 402 KM (Länge des Londoner U-Bahnnetzes). Die vierte Urkunde ist für Kilometer 563 avisiert. Wieso gerade dann, werden wir aber auf jeden Fall noch während unseres Urlaubs auf Rügen erfahren. Wenn man jeden Tag Strandspaziergänge von 10 Kilometer Länge und mehr unternimmt, dann kommt ganz schön was zusammen.

Schade nur, dass das Armband kein postives Feedback gibt, wenn wir mit dem Rad unterwegs sind. Da hätte ich noch tiefer in die Tasche greifen müssen. Lange Radtouren werde ich also weiterhin allein unternehmen müssen. Nicht nur, weil es keine Erfolgsmeldungen vom Armband gibt, sondern auch, weil ich aufgrund meiner täglichen Fahrt mit dem Rad zur Arbeit einfach fitter bin. So einen Rückstand holt man innerhalb von ein paar Wochen auch mit dem besten Fitness-Armband nicht auf.

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Urlaub auf Rügen

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Juliusruh – Nationalpark Jasmund

  1. Schöner Bericht – freut mich, dass das Armband bei Deinem Mann seine Wirkung zeigt! Ich finde das Fitbit Alta auch klasse! 🙂
    Ich schreibe diesen Kommentar, weil ich selber schon in der Situation war, dass bestimmte Aktivitäten von dem Fitness-Armband nicht erfasst werden (wie bei Euch das Radfahren). In diesem Fall kann man die Aktivität dann in der Regel manuell eintragen (wenn ihr ein Fahrrad-Navi o.ä. verwendet, wisst ihr ja wie viele Kilometer ihr zurück gelegt habt). Wie das bei Fitbit geht, steht hier: https://help.fitbit.com/articles/de/Help_article/1144
    Viele Grüße,
    Daniel

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