Faltrad jetzt fit für den Frühling

Das schlechte Wetter gestern hatte auch seine guten Seiten, ich habe Dinge gemacht, die ich schon lange vor mir herschiebe – z.B. mein Faltrad aus der Versenkung holen und für die erste größere Tour herrichten:

Mein Faltrad – geputzt, geölt und neu eingestellt

Mit einem Rad, mit dem man selten fährt, verhält es sich wie mit einem Zimmer, in dem niemand wohnt – es wird trotzdem staubig und irgendwelche Heinzelmännchen haben was an ihm verstellt. Wenn ihr auch ein Faltrad besitzt, habt ihr vielleicht ähnliche Erfahrungen gemacht. Jeder Zweite, der an meinem Kleinen Schwarzen vorbeigeht, meint er müsse doch mal schauen, wie man den Lenker verstellt und umlegt oder schlimmer noch, wie man das Rad zusammenklappt. Ich habe das Gefühl, dass ich mein Faltrad nie so vorfinde, wie ich es verlassen habe.

Es war gestern mit anderen Worten an diesem Rad alles verstellt, was man nur verstellen kann: der Lenker, die Schaltung, die Sattelhöhe und selbst der Gepäckträger (aber Letzteres hatte ich selbst verbockt).

Da ich meine Räder nicht voll verdreckt in den Winterschlaf zu schicken pflege, musste ich meinem Faltrad natürlich nicht mit Wasser und Bürste zu Leibe rücken, sondern nur

  • entstauben
  • Kette putzen und schmieren
  • Luft aufpumpen
  • Beleuchtung einstellen
  • Lenker, Schalt- / Bremshebel und Sitzhöhe einstellen
  • Schaltung und Bremsen prüfen
  • Schrauben nachziehen

Es darf jetzt ruhig aufhören zu regnen, denn ich habe vor, heute Nachmittag in die Stadt zu fahre, um auf dem Platz der Grundrechte ein Zeichen für Europa zu setzen (#PulseofEurope). Seit zwei Monaten treffen sich in Karlsruhe dort sonntags um 14 Uhr Bürger, um ein Zeichen zu setzen für ein weltoffenes, demokratisches Europa. Erklärtes Ziel ist, das Feld nicht den Rechtspopulisten und Europagegnern zu überlassen.