Radelblog

Das Rad – Fortbewegungsmittel und Lebensgefühl zugleich

Falschparker

Am Montagnachmittag bin ich nach langer Zeit mal wieder über die Karlstraße in die Innenstadt geradelt. Normalerweise ist der gut markierte Radweg zugeparkt von der Ebertstraße bis zur Kriegsstraße. Nicht so am Montag. Ich wollte schon innerlich jubilieren und dem Ordnungsamt oder der Einsicht der PKW Fahrer ein Loblied singen, als vor mir dieses Hindernis auftauchte:

Falschparker

Falschparker in der Karlstraße

Ich habe ja noch ein gewisses Maß von Verständnis für Paketfahrer, die in zweiter Reihe oder auf dem Radweg halten bzw. parken, wenn kein Parkplatz weit und breit vorhanden ist, aber für den Zeitgenossen oben habe ich Null Verständnis. Direkt neben dem Lieferwagen war ein Parkplatz frei und – was man auf dem Bild nicht sieht – ein paar Meter vor dem Wagen waren zwei weitere Parkplätze frei. Es gibt also überhaupt keine Ausrede und schon gar keine Entschuldigung für dieses Verhalten. Waren dem Fahrer die Parkgebühren zu hoch oder hatte er gar die Befürchtung selbst zugeparkt zu werden?

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Fahrradbügel soweit das Auge reicht

  1. Moin Anke,

    sowas kenn ich leider zu gut aus meiner Heimat… Hier in Rostock schert sich kein Mensch um Radwege, da wird immer alles zugestellt, oder direkt vor dem Radfahrer eingeschert oder ausgeparkt ohne zu gucken. Einfach die Tür aufreißen ist auch sehr beliebt. Besonders vorsichtig muss man immer da sein wo viele Lieferanten und Postboten unterwegs sind.

    Ich seh das wie du kein Verständniss, immerhin nehmen die ja auch keine Rücksicht.

    VG
    Alexander

  2. Anders

    Gelegentlich geschehen auch noch Zeichen und Wunder: auf meinem Arbeitsweg fahre ich entlang der Reinhold-Frank-Straße, und kurz vor dem Mühlburger Tor (am Hotel Handelshof) ist ein Stück Seitenstreifen, auf dem ein Auto parken kann. Oder zwei, wenn sie gut im EIn- und Ausparken sind. Oder drei, wenn der Dritte mit einem Reifen auf dem Radweg steht. Oder vier, wenn der vierte dann eben mit drei Reifen auf dem Rad- und Fußweg steht. Und fünf, wenn sich der fünfte vollflächig auf die ersten Meter vom Radschutzstreifen über das Mühlburger Tor stellt… Sobald ab dem dritten Parker noch ein längerer Transporter direkt auf einem „echten“ Parkplatz direkt vor dem Handelshof steht und von dort noch einmal einen halben Meter in den Fußweg reinragt, kann es auch vorkommen, dass Radfahrer und Fußgänger einen Spalt von etwa 40 cm Breite haben, um den „eigentlich“ 2 Meter breiten Rad/Fußweg zu passieren.

    Ich habe ja viel Verständnis, wenn in einer Gegend „hoher Parkdruck“ bestehen sollte – konkret am Mühlburger Tor ist keine 200 Meter weiter ein helles Parkhaus neben dem Sandkorntheater, in dem man für 1,50/Stunde tagsüber und von 18-0 Uhr für pauschal 3 EUR parken kann, ohne Rad- und Fußwege auf offensichtlich dümmste Weise zu blockieren.

    Ich habe diese „Lieblingsstelle“ mit passenden Fotos vor einem halben Jahr via KA-Feedback an die Stadt gemeldet, das Ordnungsamt hat nun immer wieder fleißig kontrolliert – und sorgte nun für eine kleine Baumaßnahme. Vor dem Valentinstag wurde den Seitenstreifen-Rest temporär zum Halteverbot erklärt, gestern mit Pfosten und einem Schild dauerhaft abgesperrt. Das Schild: Richtungs- und Entfernungsangaben für Radfahrer u.A. zum Bürgerbüro, zu den Hochschulen und zum Zentrum.

    Ein Nebeneffekt dürfte nun auch eine bessere Sicherheit sein: seit der Baumaßnahme hat man als „rechtsabbiegender“ Autofahrer in Richtung Amalienstraße die letzten 15 Meter vom Radweg „komplett im Blick“, ehe der Radweg in den Schutzstreifen überführt wird. Zumindest hatte ich in dieser Woche bislang keine gefährlichen Abbiegemanöver mehr erlebt, sondern im Gegenteil bereits einmal einen besonders aufmerksamen Autofahrer, der sich bei voller Rechtsabbieger-Spur nicht einfach ignorant auf den Schutzstreifen gestellt, sondern in der Reinhold-Frank-Straße gewartet hat.

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