Wenn man fahrradfreundliche Städte aufzählen soll, dann fallen einem ad hoc Amsterdam, Kopenhagen oder Münster ein. Eine Stadt, die ich überhaupt nicht auf dem Schirm hatte, ist Bogota. Meine Kollegin, die aus Kolumbien kommt und gerade von einem Urlaub aus der alten Heimat zurückgekehrt ist, hatte uns bereits über diesen Trend hin zum Fahrrad und weg vom Auto berichtet. Wir wollten es nicht so recht glauben. Jetzt bin ich über Twitter auf einen Bericht gestoßen, der diese Eindrücke mit Zahlen belegt.

Fahrrad nutzen heißt Kosten sparen

Fahrrad nutzen heißt Kosten sparen

In der kolumbianischen Hauptstadt Bogota, hat sich der Anteil der Radfahrer unter den Verkehrsteilnehmern von praktisch 0 auf derzeit 5 Prozent erhöht. Die Stadtväter sind davon überzeugt, diesen Anteil innerhalb kurzer Zeit noch auf 10 Prozent verdoppeln zu können. Was ist das Geheimrezept? Einfach, eine fahrradfreundliche Infrastruktur. Was ein paar Fahrradwege, Abstellanlagen und ein Gefühl der Sicherheit auf dem Rad doch bereits ausmachen können!

In Bogota hat der Bürgermeister Enrique Peñalosa für die Wende im Denken und Handeln der Bürger gesorgt.

An advanced city is not one where even the poor use cars, but rather one where even the rich use public transport

Ein Schwellenland wie Kolumbien, das eher für Drogen bekannt ist als für urbane Mobilitätskonzepte zeigt uns, was möglich ist, wenn man den Willen hat etwas zu verändern.