Radelblog

Das Rad – Fortbewegungsmittel und Lebensgefühl zugleich

#fahrradalltag

Auf Twitter „trendet“ derzeit ein Hashtag namens #fahrradalltag. Unter diesem Hashtag teilen Radfahrer der Twittergemeinde mit, was sie tagtäglich erleben, wenn sie mit dem Rad unterwegs sind.

Der Tenor ist zwar mehrheitlich negativ:

  • Gefährliche / unübersichtliche Baustellen
  • Holprige / nicht vorhandene Radwege
  • Drohungen, Pöbeleien, verbale Auseinandersetzungen
  • Falschparker auf Rad-/Gehwegen
  • Geringer Abstand beim Überholen
  • Hupen, ausbremsen, drängeln und gefährden
  • Es herrscht Krieg zwischen Auto- und Fahrradfahrern

  • Hund + Herrchen + Hundeleine
  • Unaufmerksame Fußgänger
  • Rechts abbiegen ohne Schulterblick

aber es wird auch Positives getweetet:

  • Radfahren ist gesund und verursacht keinen Feinstaub
  • Staufrei die Sonne genießen
  • Mein #Fahrradalltag

    Mein #Fahrradalltag

  • Radfahren spart Geld
  • Radfahrer sind in der Stadt schneller am Ziel
  • Radfahrer sind mobil und können spontan die Route wechseln
  • Radfahren macht einfach Spaß

Die meisten Erlebnisse kann ich nachvollziehen. Auch ich wurde schon bedroht, ausgebremst, abgedrängt, mit zu geringem Abstand überholt und schmerzhaft vom Rad geholt. Auch ich umfahre täglich Autos, die widerrechtlich auf dem Radweg parken und ärgere mich über rechts abbiegende Autofahrer, die mir ohne Schulterblick die Vorfahrt nehmen.

Aber wenn man mich nachts wecken würde und ich spontan sagen sollte, was mir zum Thema „Fahrradalltag“ einfällt, dann würde ich wahrscheinlich Folgendes antworten:

Das Surren der Reifen auf Asphalt, Vogelgezwitscher, der Duft von Flieder oder der unverwechselbare Geruch, wenn Regen auf staubtrockenen Boden fällt.

 

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Ride of Silence

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Schneller sein als der Chef

  1. Sandy

    Auch ich kann mittleiweile Bände füllen, mit Dingen die mir so alles beim Radeln passiert sind!
    Und es gibt leider kein Tag, an dem nichts passiert!
    Dabei hat sicher auch die Tatsache, das ich eine Frau bin geholfen, dass es eben nur zu verbalen Angriffen kam und mich noch niemand wirklich körperlich angegangen hat. Ich bin mir nicht sicher, ob ich als Mann das so sagen könnte.
    Der Ton ist rauer geworden, warum das so ist, ich weiß es nicht.
    Und trotzdem steige ich wieder und wieder jeden Morgen aufs Rad und fahre los. Weil es einfach nichts schöneres gibt als Radfahren!

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