Fahrradabstellplätze

Das Fahrrad als Transportmittel ist die Lösung für viele Verkehrsprobleme, wie z.B. Staus und Umweltverschmutzung. Insbesondere in Karlsruhe, der Geburtsstadt des Fahrrads, schwingen sich immer mehr Menschen aufs Rad um von A nach B zu kommen. Der Anteil der Radfahrer nimmt stetig zu. Trotz dieser Tatsache sind noch viele Probleme, vor allem was die Infrastruktur anbetrifft, ungelöst. Der Zustand mancher Radwege ist desolat. Sie sind entweder zu schmal oder so holprig, dass viele Radfahrer aus eigener Sicherheit gleich auf die Straße ausweichen. Der Genehmigungsprozess für die Ausweisung von Fahrradstraßen, wie z.B. die Bahnhofstraße zwischen dem Karlsuher Hbf und der Beiertheimer Allee, dauert eine gefühlte Ewigkeit und stößt bei Autofahrern auf Widerstand und Unverständnis. Fahrradabstellplätze nehmen viel Raum ein und „verschwenden“ in den Augen mancher Stadtväter zu viel teuren Bauplatz. Aber irgendwo müssen wir unsere Fahrräder ja parken. Und wenn man nicht will, dass „wild“ abgestellt wird wie auf dem Bild unten, dann müssen andere Lösungen her.

Wildes Parken auf dem Bahnhofsvorplatz

Wildes Parken auf dem Bahnhofsvorplatz

Die Fahrradabstellplätze der Gegenwart nehmen viel Platz ein:

Fahrradabstellplatz ECE

Fahrradabstellplatz ECE

Die Zukunft sieht anders aus: Eco Cycles sind Fahrradgaragen in Form von Türmen, die oberhalb und auch unterirdisch gebaut werden können. So sehen sie aus:

Fahrradabstellplatz (Bild: eco-cycle)

Fahrradabstellplatz der Zukunft (Bild: eco-cycle)

In London soll jetzt so ein vollautomatischer Fahrradturm aufgestellt werden. Bis zu 204 Fahrräder finden darin Platz. Wie das Parken und Abholen der Räder funktioniert, könnt ihr hier nachlesen.

In Karlsruhe wird ja gerade wegen der Kombilösung sowieso überall gebaut, die Erde aufgerissen, mit gigantischen Bohrern untertunnelt und die Verkehrsführung geändert. In dem Zuge könnte man doch auch gleich ein weiteres Problem der Zukunft angehen: Wohin mit den vielen Fahrrädern? Schließlich sollen noch mehr Bürger als bisher vom Auto aufs Rad umsteigen. Und dann wird es wirklich eng in der Innenstadt, am Hauptbahnhof und an neuralgischen Punkten wie der Uni, dem ECE und vielen Schulen. Wir können doch angeblich alles – außer hochdeutsch, versteht sich.