Es schneit …

… da fährt doch niemand mit dem Rad! Dieses Vorurteil kann ich nicht bestätigen.

Spuren im Schnee – Weg zwischen Wolfartsweier und Oberwald Stadion

Im Gegenteil – Alltagsradler wie ich sind bei jedem Wetter unterwegs. Gegen Kälte und Nässe gibt es die entsprechende Kleidung und bei Glätte geben Spikereifen den nötigen Grip. Immens wichtig bei Schneegestöber – eine Brille. Ohne Brille hätte ich gestern mein Rad 16 Kilometer nach Knielingen schieben können.

Schneegestöber auf dem Radweg links der Alb

So vermummt sollte man vielleicht besser nicht eine Bank betreten oder nach Österreich fahren, aber wenn es schneit und man nicht blind durch die Gegend fahren will, sollte man sich entsprechend kleiden. In diesem Zusammenhang möchte ich noch mal ein Loblieb auf meine beheizten Handschuhe singen. Ich trage sie jetzt in der zweiten Saison. Sie waren nicht gerade billig, aber jeden einzelnen Cent mehr als wert.

Ich bin Frühaufsteher und morgens schon vor sechs auf der Piste. Bei Licht betrachtet passt der Ausdruck „Piste“ im Winter sogar. Der landwirtschaftlich genutzte Weg auf dem ersten Foto oben wird nicht gestreut. Ehrlich gesagt erwarte ich das auch nicht. Gleiches gilt für den Oberwald und den Weg links der Alb. Auch hier wird nicht gestreut, aber geräumt. Kritische Stellen – z.B. Brücken und Überführungen – sind morgens aber immer schon blitzblank geputzt.

Weiherfeldbrücke, morgens um 6 Uhr bereits gestreut

Ich finde das muss auch mal erwähnt werden. In dieser Beziehung sind wir in Karlsruhe verwöhnt. Ich  weiß, dass mir jetzt viele Radfahrer widersprechen werden. Jeder von uns könnte eine Reihe von Radwegen aufzählen, die nicht geräumt werden. Aber trotzdem denke ich, sollte man der Stadt Karlsruhe auch mal ein dickes Lob aussprechen. Schaut euch mal im Mobilitätsportal das Radwegenetz an, das die Stadt im Winter von Schnee und Eis befreit. Andere Städte wären froh, wenn sie überhaupt so viele Radwege hätten.