Wir Bergdörfler bekommen einen neuen, gut vier Meter breiten, Rad-/Fußweg vom Zündhütle in Wolfartsweier nach Hohenwettersbach. Die Bauarbeiten sind noch nicht ganz beendet, aber das meiste ist bereits geschafft.

Radweg kurz hinter dem Zündhütle, hier noch in herbstlicher Farbenpracht

An drei Stellen musste der Hang mit gigantischen Betonplatten abgestützt werden. Noch ziert kein Dreck und kein Pinselstrich diese Wände. Sie vertikal mit Moos zu begrünen, wie es Stuttgart gerade in der Nähe des Neckartors mit einer Lärmschutzwand macht, hieße Eulen nach Athen tragen. Moos gibt es im Wald nun wahrlich genug.

Aber verhindern sollte man, dass diese Wände dem Broken Window Phänomen zum Opfer fallen. Ich habe überhaupt keine Lust dann täglich an Schmierereien wie diesen vorbeizuradeln:

Der Aussage schließe ich mich an, die Rechtschreibung könnte man noch überarbeiten

Was will mir der Autor damit sagen?

Wenn es nach mir ginge, sollte man die Stützwände schon jetzt freigeben für die Künstler unter den Graffiti Sprayern. Davon haben wir in der Stadt jede Menge. Man muss ja nur an der Alb entlang radeln. Jeden Tag ein Kunstgenuss.

Katze, leider schon „abgehängt“

Greifvogel – das würde thematisch passen

Selfie, leider auch schon weg

Graffiti sind wie Wimmelbilder

Man könnte den Künstlern ja ein Thema vorgeben: Wald, Natur, Umwelt, Mobilität, Zukunft oder was auch immer. Die drei Stützwände sind gigantisch groß und bis dato langweilig grau. Da könnten sich die Sprayer nach Herzenslust austoben, und ich würde mich jedesmal freuen, wenn ich daran vorbeifahre. Das Auge fährt schließlich mit.