Critical Mass Karlsruhe

Alltagsradler sind ja bekanntermaßen abgehärtet – kaum Ausfalltage, selten krank und immer dabei, wenn es darum geht, ein Zeichen zu setzen. So hat auch der heutige Dauerregen und einstellige Temperaturen 63 Karlsruher nicht davon abgehalten, sich aufs Rad zu schwingen und an der ersten Critical Mass des Jahres teilzunehmen. Manch einer von uns hätte wahrscheinlich gerne getauscht mit einem der vielen Velomobilisten. So ein Dach über dem Kopf hat bei Regen echt Vorteile.

Heute war der Streckenverlauf zentrumsnah und hatte die Form eines Schuhs mit flachem Absatz.

In der dunklen Jahreszeit bietet es sich an dort zu fahren, wo auch viele Menschen sind. Schließlich wollen wir ja auf uns und unser Anliegen aufmerksam machen. Die vielen Velomobile, die Lasten- und Liegeräder, Räder mit Kinderanhängern, Falträder und anderen „ungewöhnlichen“ Radtypen sowie das Blaulicht der Polizei erregten Aufmerksamkeit, und das ist gut so.

Neben meinen kalten Fingern wird mir vor allem eins in Erinnerung bleiben: In der Kaiserallee fuhren wir auf der Straße parallel zur rechts verlaufenden Fahrradstraße, die letztes Jahr feierlich eingeweiht worden ist. Da wir ja nicht motorisiert sind, haben wir den Verkehr auf der Straße natürlich ein wenig ausgebremst. Ein PKW Fahrer meinte, er müsse uns rechts auf der Fahrradstraße überholen. Da musste ich innerlich schmunzeln – verkehrte Welt, wir auf der Straße und der PKW in der Fahrradstraße. Fürs Protokoll: Er ist bestimmt nicht schneller gefahren, als die zulässigen 30 km/h und hat es nicht geschafft. Außerdem stand am Ende der Fahrradstraße ein Polizist mit seinem Motorrad und hat gekorkt.