Radelblog

Das Rad – Fortbewegungsmittel und Lebensgefühl zugleich

Critical Mass auf dem Stundenplan

Critical Mass ist in aller Munde. Immer am Ende des Monats trenden Hashtags wie #CriticalMass, #CMMai oder CMKA. Dass die Bewegung auch bei uns in Karlsruhe angekommen ist, macht unter anderem auch der Blog-Beitrag von Thomas deutlich. Selbst die Polizei hat uns jetzt wieder auf dem Schirm.
Von Mai 2015 bis März 2016 fuhren wir unbemerkt von den Ordnungshütern einmal im Monat friedlich durch die Stadt. Wir haben uns stets an die Verkehrsregeln gehalten und es gab keine Beschwerden aus der Bevölkerung. Bei der letzten CM hat uns zufällig ein Streife fahrender Polizist entdeckt und jetzt können wir nicht so einfach wieder unter dem Radar der Obrigkeit radeln.

Aber wer ist „wir“, wer ist „uns“? Eigentlich jeder und keiner. Und das ist momentan das Problem. Wir alle sind ja nicht Veranstalter der CM, sondern Teilnehmer. Wie ihr Thomas Beitrag entnehmen könnt, fand ein Gespräch mit der Polizei und dem Ordnungsamt statt, das konstruktiv und informativ war. Der Polizei wäre es am liebsten, die Critical Mass in Karlsruhe liefe so ab wie in Stuttgart: D.h. die Veranstaltung wird offiziell als Versammlung gemeldet und die Polizei sichert sie ab. Das hat nur einen Haken – wer von „uns“ macht das? Wer meldet in seinem Namen die CM an?

CM macht Schule

CM macht Schule

Gestern ist der ehemalige Bürgermeister der Stadt Karsruhe, Harald Denecken, in die Bresche gesprungen. Er hat die CM kurzfristig als Versammlung angemeldet. Hintergrund: Schüler des Goethe-Gymnasiums hatten sich im Vorfeld gemeldet, um die Tour im Mai durch die Stadt zu führen. Im Rahmen einer von Denecken initiierten Seminararbeit zum Thema Lastenräder und innerstädtischer Verkehr war auch die Critical Mass Bewegung in der Schule thematisiert worden.

Ein Dank von mir für den spontanen Einsatz Harald Deneckens. Ohne ihn hätten sich die Diskussionen noch in die Länge gezogen und es wären womöglich Teilnehmer abgesprungen. So verlief alles wohlgeordnet und von der Polizei abgesichert. Danken möchte ich auch den Schülern, die sich mit ihrer Seminararbeit ein interessantes Thema ausgesucht haben. Bei ihren Recherchen wurden ihnen viele Steine in den Weg gelegt. Aber sie haben sich weder von Anrufbeantwortern noch von endlosen telefonischen Warteschleifen zermürben lassen. Gestern hatten sie nun Gelegenheit hautnah zu erFAHREN, was es heißt, mit dem Lastenrad von A nach B zu gelangen.

Ich bin schon mal gespannt, was die Zukunft bringt. Für die CM im Juni hat eine Redakteurin der BNN gestern schon mal per Mail ihr Kommen angekündigt.

 

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  1. Die Aktion der Goethe-Schule fand ich auch richtig gut, ebenso das Einspringen von Harald Deneckens.
    Die Polizei könnte sich bei den Corkern noch etwas Nachhilfe holen, wie man stressfrei die CM absichert ohne riskante Manöver mit dem Motorrad – vielleicht wäre es dafür aber besser mit dem Fahrrad teilzunehmen.
    Erfreulich, dass sich die BNN bei der nächsten CM sehen lassen will.

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