Kategorie: Reisen

Lasten sicher transportieren auch ohne Lastenrad

Es gibt viele Möglichkeiten, Lasten zu transportieren, ohne dass man sich dazu extra ein Lastenrad kaufen müsste. Es braucht dazu nur Gepäcktaschen, Körbe, Kisten oder Anhänger und zwei stramme Waden. Mit etwas Phantasie und handwerklichem Geschick lässt sich für fast jedes Problem eine Transportlösung finden.

Trotzdem freue ich mich auf mein neues Lastenrad, das Packster 40 von Riese und Müller, das jeden Tag eintreffen müsste 🙂




Lingen (Ems)

Zwei Tage sind nicht viel, um eine Stadt richtig kennenzulernen, aber als Radfahrer bekommt man schon einen ganz guten ersten Eindruck. Dieser lässt mich hoffen, dass sich meine Jüngste für ihr Master-Studium für Lingen entscheidet, denn dann hätte ich noch oft Gelegenheit, die Stadt und das Umland mit dem Rad zu erkunden und wüsste dann, ob mein erster unter dem Strich positiver Eindruck getrogen hat oder nicht.

Die Kleinstadt mit ca. 53 Tausend Einwohnern hat mir nicht nur wegen der vielen Radfahrer gefallen. Sie hat einfach Charme. Lingen ist eine lebendige Stadt, der man ansieht, dass die Stadtväter sich hier mächtig in Sachen nachhaltiger Stadtplanung ins Zeug gelegt haben. Statt 1-Euro-Läden, Dönerbuden und Hörgeräteakkustiker bietet die Innenstadt einen Mix aus erwartbarer Ketten und erstaunlich vielen alteingesessenen Geschäften, die wahrscheinlich schon seit Jahrzehnten im Familienbesitz sind. Das Stadtzentrum ist, wenn man mal vom Lieferverkehr absieht, komplett autofrei. Radfahrer dürfen die Fußgängerzone nur zwischen 18 und 10 Uhr morgens befahren, ansonsten ist schieben angesagt. Das hört sich im ersten Moment schlimm an, ist es aber nicht, denn so riesig ist die Fußgängerzone nun auch wieder nicht, dass man kilometerweit schieben müsste.




Baerenthal 2018

Seit 30 Jahren fahre ich immer über Himmelfahrt nach Baerenthal. Was anfing als Jugendvolleyball-Freizeit hat sich im Laufe der Jahre in einen mehrtägigen Familienausflug mit vielfältigem Sportangebot verwandelt. (Beach-)Volleyball steht zwar noch im Fokus, aber andere Sportarten wie Joggen, Radfahren, Wandern, Klettern oder Boule-Spielen sind hinzugekommen. Die Anreise erfolgt entweder mit dem Auto, dem Motorrad oder dem Fahrrad.
Die Jugendfreizeit und Bildungsstätte in Baerenthal liegt in Ost-Lothringen, etwa anderthalb Auto- bzw. vier bis fünf Radfahrstunden von Karlsruhe entfernt. Es ist ein Ort mit langer Tradition und einer spannenden  Entstehungsgeschichte. Baerenthal ist ein Paradies für Familien mit kleinen und großen Kindern. Hier gibt es noch Natur pur ohne Straßenverkehr.

Den Hinweg habe ich allein gestaltet, was man unschwer daran erkennen kann, dass ich mich um Dambach herum verfahren habe. Auf dem Rückweg über Nothweiler und das Bobenthal waren wir zu Dritt. Diese Route ist landschaftlich schöner und eindeutig verkehrsärmer. Da sie noch dazu mehr Einkehrmöglichkeiten bietet (Cheval Blanc in Niedersteinbach, Gimbelhof, Kräutercafe in Weiler, Bienwaldmühle, Cafe La Minzbrueck in Scheibenhardt), kann ich sie nur jedem empfehlen, der eine abwechslungsreiche Strecke von Karlsruhe nach Baerenthal sucht.

  • Hinweg:
    Karlsruhe Wolfartsweier – Ettlingen – Rheinstetten – Neuburgweier (Fähre) – Berg – Scheibenhardt – Bienwaldmühle – Wissembourg – Climbach – Lembach – Niedersteinbach – Obersteinbach – Dambach – Baerenthal.
    Einkehrmöglichkeiten: Ettlingen, Scheibenhardt (F), Bienwaldmühle, Wissembourg, Niedersteinbach, Philippsbourg
  • Rückweg:
    Baerenthal: Philippsbourg – Neunhoffen – Obersteinbach – Niedersteinbach – Nothweiler – Niederschlettenbach – Bobenthal – Weiler – Wissenbourg – Bienwaldmühle – Berg – Neuburgweier – Ettlingen – Karlsruhe Wolfartsweier
    Einkehrmöglichkeiten: Philippsbourg, Niedersteinbach, Gimbelhof, Weiler, Wissembourg, Bienwaldmühle, Scheibenhardt, Ettlingen



Bild der Woche

Dieses Coffee-Bike habe ich heute Morgen bei einem Stadtbummel durch Stuttgart gesichtet.

Erkenntnis eines Stadtbummels – Stadtluft macht nicht frei, sondern extrem müde! Da hilft auch ein noch so guter Kaffee nicht wirklich. Zwei Stunden Window-Shopping sind anstrengender als ein Halbmarathon.

 




Feierabend-Tour durch Karlsruhe

Strahlend blauer Himmel und sommerliche Temperaturen – typisches Aprilwetter sieht anders aus. Da man ja nie wissen kann, wie lange so eine Schönwetterfront hält, bin ich gestern nach Feierabend eine der kurzen Tourenvorschläge aus Ab aufs Rad (BNN Spezial) nachgefahren. Die Tour mit dem Titel Südliche Hochburg des Jugendstils startet am Hauptbahnhof und führt von dort über die Weststadt, die Innenstadt und die Oststadt zum Karlsruher Schloss.




Neue Radtouren in und um Karlsruhe

Ab aufs Rad – so heißt das brandneue Radtouren-Magazin, das die BNN vor ein paar Tagen herausgebracht haben und ich euch nur wärmstens empfehlen kann.

Die Radtouren, die gemeinsam mit dem ADFC Karlsruhe konzipiert wurden, gab es in dieser Form bisher noch nicht. Ich habe mir natürlich sofort ein Exemplar des Magazins gekauft, denn ich finde nicht nur die Unterteilung in

  • Feierabendtouren
  • Ausflugstouren
  • Regiotouren

gekonnt, sondern auch dass die jeweiligen Touren einem bestimmten Thema gewidmet sind (z.B. Hinterhöfe, Brunnen, Baugeschichte, Residenz des Rechts, Karlsruher Braukunst, etc.). Ich wohne jetzt schon viele Jahre in Karlsruhe, kenne aber bestimmt noch nicht jeden Winkel der Stadt. Ich freue mich insbesondere auf die Feierabendtouren, denn sie führen zu Ecken, die ich in dieser Zusammenstellung noch nicht kenne.




Banff-Filmtour 2018

Die Banff-Filmtour macht am 22. April Halt in der Karlsruher Schauburg. Wer sich dieses Highlight nicht entgehen lassen möchte, sollte sich schon jetzt Tickets sichern. Das Banff Mountain Film and Book Festival ist eines der renommiertesten Outdoorfilmfestivals der Welt. Die besten Filme dieses Festivals werden auf der Banff-Filmtour gezeigt. Hier der atemberaubende Trailer zum Einstimmen.

Unter anderem mit dabei der Film The Frozen Road von Ben Page. der mit seinem Rad allein den Nordwesten Kanadas durchquert hat. Einsamer geht es wohl kaum noch. Welche Filme euch u.a. erwarten findet ihr hier. Ob die Banff-Filmtour auch in eurer Stadt Station macht, könnt ihr hier herausfinden.




Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste

Wenn ich so durch die Stadt radle, wundere ich mich immer wieder über die Sorglosigkeit anderer Radfahrer. Die Handtasche, der Rucksack oder der Schulranzen werden einfach hinten in den Fahrradkorb gelegt und ab geht die Post. Jeder Spitzbub kann sich hier bedienen, ohne dass es der Besitzer sofort bemerkt.

Mannheim verzeichnete letztes Jahr einige Hundert solcher Diebstähle, bei denen Diebe unbemerkt Taschen oder andere Wertsachen aus Fahrradkörben entwendeten. Oft geschah dies beim Warten an einer roten Ampel oder kackfrech während der Fahrt.
Fahrradkörbe hinten auf dem Gepäckträger sind extrem beliebt. Aber was nützt es, wenn der Fahrradkorb selbst fest mit dem Gepäckträger verschraubt ist, wenn man den Inhalt mit einem Griff herausholen kann?

Sofern lang genug könnte man zum Beispiel den Schultergurt einer Handtasche  oder eines Rucksacks über den Sattel ziehen und den Blick auf den Inhalt des Korbes zusätzlich durch eine Regenhaube versperren. Aber wie schützt man größere Gegenstände, Aktenkoffer zum Beispiel? Spanngurte wären hier einen Möglichkeit. Zumindest würde man dann merken, dass sich jemand am Inhalt des Fahrradkorbs zu schaffen macht.  Alternativ zur Montage auf dem  Gepäckträger könnte man den Korb vorne am Lenker anbringen. Lenker-Körbe hat man während der Fahrt besser im Blick. Der Nachteil ist allerdings, dass sie in der Regel kleiner sind und die meisten Radfahrer am Lenker bereits ein kleines Cockpit mit allen möglichen Gadgets installiert haben. Da bleibt für die Lenker-Montage einfach kein Platz.

Spanngurte sind meine persönlichen Favoriten, wenn es um die Absicherung des Gepäcks in einem Gepäckträger-Korb geht. Sie kosten nicht die Welt, lassen sich am Gepäckträger mühelos festmachen und tragen nicht auf.




Der Film zum Sonntag

Das Gute vorweg – das Video „Mt. Wilson – Los Angeles“ ist kein von Red Bull gesponserter Film mit Musikuntermalung. Er wird vom Downhiller Alex Chamberlin während der Fahrt kommentiert, der auch den Anstand hat, unterwegs mal vor Anstrengung laut zu atmen. In manchen Videos hat man ja sonst den Eindruck, dass Downhill fahren ein Kinderspiel wäre.
Seit ich selbst eine Kamera am Rad montiert habe weiß ich zwar, dass vieles in der Realität gar nicht so spektakulär war wie es hinterher im Film den Anschein hat, aber dennoch – wer gut 20 Kilometer voller Konzentration den Berg herunter fahren kann und dabei über 1500 Höhenmeter überwindet, der versteht sein Handwerk. Der Film zeigt auch gut welche Belastungen so ein Downhill MTB aushalten muss. Hier lohnt die Investition in gescheites Material.  Man sieht ebenfalls womit man beim Downhillen immer rechnen muss: plötzlich auftauchende Hindernisse auf der Strecke in Form von Wanderern und Joggern. Das ist natürlich mega-gefährlich. Zumal wenn die den Weg versperren wie Eichen.

Typisch für den englischen Sprachgebrauch fand ich auch Aussagen wie … oh, this is interesting! bei einer gefährlichen Stelle oder … oh, this is sick! bei einer wie ich fand extrem schweren Passage.

Schaut euch den Film doch einfach mal von vorne bis hinten an.




Neuer Radrundkurs in Karlsruhe

„Von Schloss zu Schloss“ – so lautet der Name der neuen Radtour, die Christian Büttner vom ADFC Karlsruhe am 19. Oktober in den BNN veröffentlicht hat. Die Strecke verläuft von Karlsruhe über Rüppurr, Weiherfeld, Ettlingen nach Durlach, macht dann einen Schlenker durch Grötzingen und führt danach über Durlach wieder zurück zum Karlsruher Schloss. Leider steht der Artikel (noch) nicht online zur Verfügung, sonst hätte ich direkt auf ihn verlinken können. Aber was noch nicht ist, kann ja noch werden 🙂

Gestern bin ich die Strecke abgefahren. Einziges Hilfsmittel: die Print-Ausgabe des Artikels. Da ich kein begnadeter Kartenleser bin, hatte ich für alle Fälle natürlich mein Smartphone dabei. Man weiß ja nie und Google Maps ist im Zweifelsfall schon sehr hilfreich.

Ich weiß aus eigener Erfahrung, wie schwierig es ist, einen Streckenverlauf möglichst knapp und dennoch präzise zu beschreiben, so dass sich Ortsunkundige zurechtfinden. Herrn Büttner ist dies extrem gut gelungen. Verfahren habe ich mich nur dort, wo ich meinte, mich gut auszukennen (in Ettlingen) oder ich habe einfach automatisch den Weg genommen, den ich immer fahre (zwischen Durlach und Grötzingen).

Von Schloss zu Schloss in Karlsruhe