Radelblog

Das Rad – Fortbewegungsmittel und Lebensgefühl zugleich

Kategorie: Nützliches Seite 2 von 58

Shoppen und auftanken

Es gibt immer mehr Kaufhäuser und Discounter, an denen nicht unerkannt vorübergezogen ist, dass viele ihrer Kunden mit dem Rad statt mit dem Auto vorfahren. Um diese Käuferschicht langfristig an sich zu binden, haben sie aufgerüstet. Es wurden Felgenkiller durch Fahrradbügel ersetzt und neue Ladestationen für Pedelecs eingerichtet.

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Misterride Klapp E-Bikes

Vor dem Start der Aktion Karlsruher-Spendenradeln 2019 habe ich einige mir bekannte Firmen kontaktiert, um sie für die Sache zu begeistern. Das Feedback zu meiner Anfrage reichte von „Super Idee“ über „Ich überleg’s mir“ bis hin zu

Mir ist der Invest zu hoch.

Der „Invest“ von insgesamt 400 € (200 € Spende + 200 € Materialkosten für 5 Radscheiben) ist meiner Meinung nach zwar relativ überschaubar, aber jeder muss selbst wissen, ob er sich sozial engagieren will oder nicht.
Ich habe schon im letzten Jahr als Radfahrende teilgenommen, mein Mann hat sich spontan entschieden,  2019 ebenfalls mitzumachen. Unsere Räder ziert das Logo eines noch jungen Karlsruher Start-ups – Misterride.

Misterride vertreibt kleine kompakte und ungemein wendige Klapp-E-Bikes, die ein wenig aussehen wie ein Mix aus Fatbike und Faltrad mit Motor.

Foto: Misterride

Da ich einen der beiden Firmengründer persönlich kenne, darf ich mir nach Ostern mal eines der knuffigen kleinen Räder für eine längere Spritztour ausleihen. Ich bin damit zwar schon mal gemütlich um den Block gefahren, aber irgendwie laden die dicken Puschen geradezu dazu ein, mal mit Karacho über Kopfsteinpflaster oder über eine Schotterpiste zu brettern 🙂

Fahrradklimatest 2018 – Städteranking

And the winner is ….. KARLRSRUHE!

In der Kategorie Städte über 200 000 Einwohner hat Karlsruhe den ersten Platz belegt. Können die Stadtväter sich jetzt selbstzufrieden auf die Schultern klopfen? Nein, das können sie nicht. Wir haben nicht gewonnen, weil wir uns notenmäßig  verbessert hätten, sondern weil die Mitbewerber – Münster und Freiburg – noch stärker abgestraft wurden als wir. So kann man auch gewinnen, einfach darauf hoffen, dass andere noch schlechter sind als man selbst. Eigentlich sollten ja die Ergebnisse des letzten Fahrradklimatests den Verkehrsplanern und politisch Verantwortlichen konkrete Rückmeldungen zum Erfolg ihrer Radverkehrsförderung und nützliche Hinweise für Verbesserungen geben. Anscheinend hat man aber nicht die richtigen Schlüsse gezogen oder zu wenig getan.

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Radeln und Gutes tun

Du wohnst in Karlsruhe und fährst meist mit dem Rad durch die Stadt, um zur Arbeit, zur Schule, zur Uni oder zum Einkaufen zu gelangen? Du wolltest schon immer mal soziale Einrichtungen in deiner Stadt unterstützen, hast aber finanziell nicht die Möglichkeiten, das zu tun? Dann ist das Karlsruher Spendenradeln genau das Richtige für dich.

Wieso? Ganz einfach, du machst einfach das, was du sowieso machen würdest, nämlich mit dem Rad durch die Stadt fahren. Einziger Unterschied, du machst das mit einem bunten Fahrrad-Display, das im Vorderrad deines Rades befestigt wird.

Das werbende Unternehmen – im Beispiel oben eine Karlsruher Firma, die kompakte und wendige Klapp-Pedelecs vertreibt – zahlt als Gegenleistung 40 € an eine soziale Einrichtung in Karlsruhe. Du brauchst nichts weiteres zu tun als das, was du sowieso machen würdest, nämlich Rad zu fahren.

Falls du Interesse oder Fragen hast, dann komm doch einfach an folgenden Terminen zum Markt auf dem Stephansplatz. Antworten auf Fragen bzw. die Fahrradscheiben gibt es dort neben der Apotheke an der Karlstraße.

  • 10.04.19 von 10 – 14 Uhr
  • 15.04.19 von 10 – 14 Uhr

Übrigens fängt die Aktion ja erst an. Sollte also die eine oder andere Karlsruher Firma noch mitmachen wollen, so ist es noch nicht zu spät. Einfach eine kurze Mail an info(at)karlsruher-spendenradeln.de und schon kann es los gehen.

Neues zum Dienstradleasing

Es gibt frohe Botschaft vom Bundesministerium der Finanzen. Die 0,5 % Regelung, die seit dem 01. Januar 2019 bereits für S-Pedelecs gilt, wurde per Erlass vom 13. März 2019 auch auf „normale“ Pedelecs und Fahrräder ohne Antrieb ausgedehnt. Die Bemessungsgrundlage, nach der sich die Höhe des zu versteuernden geldwerten Vorteils bei privater Nutzung berechnet, wurde halbiert:

Überlässt der Arbeitgeber dem Arbeitnehmer das betriebliche Fahrrad erstmals nach dem 31. Dezember 2018 und vor dem 1. Januar 2022, wird als monatlicher Durchschnittswert der privaten Nutzung (einschließlich Privatfahrten, Fahrten zwischen Wohnung und erster Tätigkeitsstätte sowie Fahrten nach § 9 Absatz 1 Satz 3 Nummer 4a Satz 3 EStG und Familienheimfahrten im Rahmen einer doppelten Haushaltsführung) 1 % der auf volle 100 Euro abgerundeten halbierten unverbindlichen Preisempfehlung des Herstellers, Importeurs oder Großhändlers im Zeitpunkt der Inbetriebnahme des Fahrrads einschließlich der Umsatzsteuer festgesetzt.
(….) Die vorstehenden Regelungen gelten auch für Elektrofahrräder, wenn diese verkehrsrechtlich als Fahrrad einzuordnen (u. a. keine  Kennzeichen- und Versicherungspflicht) sind.

Man hätte es auch weniger verschnörkelt ausdrücken können, aber wozu einfach, wenn es auch kompliziert geht. Durch die Halbierung der Bemessungsgrundlage wird es noch attraktiver für Angestellte sich über Ihren Arbeitgeber ein Dienstrad zu leasen. Je nach Gehalt und Steuerklasse können Leasingnehmer bis zu 40 % gegenüber einem klassischen Kauf sparen.

Es soll ja sogar Arbeitnehmer geben, die von ihrem Arbeitgeber ein Rad zusätzlich zu Ihrem Gehalt zur Verfügung gestellt bekommen. Diese glücklichen Menschen müssen ab dem 1. Januar 2019 gar keinen geldwerten Vorteil mehr versteuern.

#ParentsForFuture

Wie viele anderen Eltern auch war ich gestern Mittag auf der Kundgebung #ParentsForFuture auf dem Karlsruher Marktplatz. Es hatten sich zwar keine Tausend Teilnehmer versammelt, wir waren mit Sicherheit auch nicht so laut wie die vielen Schüler und Studenten einen Tag zuvor an selber Stelle, aber das war auch nicht der Anspruch der Veranstaltung. Es sollte vielmehr – so u.a. Martin Wacker auf Twitter – ein Zeichen gesetzt werden.

Als die Eckdaten des Pariser Übereinkommens zum Klimaschutz vorgetragen wurden, von denen viele nicht eingehalten werden können, wenn nicht JETZT und SOFORT gehandelt wird, wurde mir vor allem eines klar, dass wir uns alle erst mal an die eigene Nase fassen müssen.

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Unfallzahlen 2018

Das Polizeipräsidium Karlsruhe hat die Verkehrsstatistik 2018 für den Raum Karlsruhe veröffentlicht. Auf Seite 10 finden sich die traurigen Zahlen zu den verunfallten Radfahrern:

Was mich vor allem erschreckt hat ist, dass die Zahl der verunfallten Radfahrer um satte 9,7 % zugenommen hat, während alle anderen Unfallzahlen stagnierten oder sogar rückläufig waren und dass die meisten Unfälle nicht auf Fremdverschulden zurückzuführen waren, sondern von den Radfahrern selbst verursacht wurden. Ich höre schon die Kommentare in der Presse:

Radfahrer nehmen es mit den Verkehrsregeln nicht so genau oder
selbst schuld, hätten ja einen Helm tragen können.

Wenn man die Zahlen so interpretiert, ist das nicht zielführend. Vielleicht sollte man vielmehr hinterfragen, warum der eine oder andere Radfahrer Verkehrsregeln kreativ auslegt. Könnte es an mangelndem Unrechtsbewusstsein liegen oder vielleicht sogar an der grottigen Infrastruktur? Ersterem könnte man durch eine bessere Verkehrserziehung entgegenwirken (was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr). Für eine bessere Radinfrastruktur sind die Kommunen zuständig.

Laut Polizei erhöhte sich die Zahl der Unfälle mit Pedelecs um 44 % von 91 auf 131.  Wenn ich bedenke, dass wir fast nur Pedelecs verkaufen (bei Mitbewerbern wird das ähnlich sein) und zwar nicht nur an Senioren, sondern an Menschen aller Altersgruppen, dann würde ich diese Zahl nicht überbewerten. Wenn der Anteil der Räder mit eingebautem Rückenwind zunimmt, erhöht sich schon rein rechnerisch auch Ihr Anteil in der Unfallstatistik. Um diese Zahl zu verringern könnten z.B. Verbände wie der ADFC spezielle Fahrkurse für Pedelec-Fahrer anbieten. Aber auch der Fahrradhandel – also auch wir – stehen hier in der Pflicht. Wir sollten verstärkt auf die Besonderheiten eines Pedelecs im Vergleich zu einem „normalen“ Rad hinweisen.

Fahrrad-Reparaturkurs für Fortgeschrittene

Ein regelmäßig gewartetes und gepflegtes Rad reduziert den Reparaturaufwand. Nicht jeder Radfahrer traut sich allerdings zu, Reparaturarbeiten am Rad selbst durchzuführen. Vor allem wenn es ans „Eingemachte“ geht, zieht man/frau den Gang zur Fahrradwerkstatt vor. Je nach Aufwand, kann das ganz schön ins Geld gehen. Da trifft es sich gut, dass der ADFC Karlsruhe in regelmäßigen Abständen Reparaturkurse für Einsteiger und Fortgeschrittene anbietet.
Am kommenden Samstag, dem 16. März gibt es noch freie Plätze für den Fortgeschrittenenkurs. Dieser Kurs versteht sich ausdrücklich nicht als Aufbaukurs im Anschluss an den Grundkurs. Vorausgesetzt werden lediglich Kenntnisse im Umgang mit grundlegendem Reparaturwerkzeugen. Der Fortgeschrittenenkurs wendet sich insbesondere an Radfahrer, die bereits kleinere Reparaturen an ihrem Rad selbst durchführen und ihre Fertigkeiten gerne erweitern würden.

Am Samstag stehen u.a. folgende Fahrradteile im Fokus des 5-stündigen Kurses:

  • Funktionstüchtigkeit von Felgen- und Scheibenbremsen
  • Wechsel von Kette, Ritzel und Lager

Max. Teilnehmerzahl liegt bei 8 Personen. Wer zuerst kommt, mahlt zuerst.

  • Wo: ADFC-Fahrradbüro, Kronenstr. 9, 76133 Karlsruhe
  • Wann: Samstag, den 16. März, 10-15 Uhr
  • Anmeldung per Mail an: karlsruhe@adfc-bw.de oder telefonisch (0721-38489421).
  • Unkostenbeitrag: 25 € (Nichtmitgleider), 20 € ADFC-Mitglieder,  Jugendliche bis 16 Jahre halber Preis.

Was Radfahrende wissen sollten

Was Radler wissen sollten, hat Stiftung Warentest Ende Februar in einem Special kompakt zusammengefasst.

Folgende Themen werden behandelt:

  • Fahrradkauf
  • Fahrradhelm und Beleuchtung
  • Beifahrer Kind
  • Verkehrsregeln
  • Fahrradschloss und Versicherung
  • Reparatur und Wartung
  • Mit dem Rad auf Reisen

Im Text wird auch auf frühere Veröffentlichungen und Testergebnisse verwiesen, die man teilweise nur gegen Bezahlung einer Gebühr freischalten kann.  Ganz so kostenlos wie das Special zunächst anmutet, ist es also nicht.

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Umfrage zu Lastenrad-Infrastruktur

Ich bin gerade auf Twitter auf eine Umfrage der Hochschule Darmstadt gestoßen, die sich an Besitzer privat genutzter Lastenräder wendet, also auch an mich 🙂

Ziel der Umfrage ist:

(…) ein wichtiges und zukunftsträchtiges Feld der Nahmobilität, nämlich die Nutzung mit Lastenrädern, durch Empfehlungen für eine adäquate Infrastrukturgestaltung zu fördern.

Die Ergebnisse der Umfrage sollen nach Möglichkeit auch in die Neuauflage der Empfehlungen für Radverkehrsanlagen (ERA) einfließen, wo Lastenräder bisher kaum berücksichtigt wurden. Daher meine Bitte an alle Lastenrad-Besitzer oder diejenigen unter euch, die sich ein Lastenrad schon mal probeweise ausgeliehen haben. Nehmt euch ca. 20 Minuten Zeit, und beantwortet die 33 Fragen. Je größer die Teilnehmerzahl, desto aussagekräftiger die Umfrage.
Mein Packster 40 von Riese und Müller hat zwar einen verhältnismäßig kleinen Radstand, aber auch ich habe so meine Probleme an Drängelgittern, Bordsteinen und bei der Suche nach einem geeigneten Abstellplatz. Meiner Meinung nach gibt es in puncto Cargobike-Infrastruktur noch erheblichen Nachholbedarf.

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