Radelblog

Das Rad – Fortbewegungsmittel und Lebensgefühl zugleich

Kategorie: Nützliches Seite 2 von 59

Von Schafen und Menschen

Merinowolle ist derzeit in aller Munde. Nicht weil es sich dabei um einen natürlichen, nachwachsenden Rohstoff handelt, sondern wegen der Art und Weise, wie die Merinoschafe in Australien und Neuseeland gehalten werden. Um einen hohen Wollertrag zu erzielen, züchtet man die Schafe so, dass sie möglichst viele Hautfalten haben. Je mehr Falten desto mehr Wolle. Die Kehrseite der Medaille ist, dass sich Fliegenmaden in den Hautfalten wohlfühlen, was zu Infektionen und schlimmstenfalls sogar zum Tod der Schafe führen kann. Um das zu verhindern, werden den Lämmern die Falten um den After herum weggeschnitten, und zwar meist ohne Betäubung. Diese Prozedur bezeichnet man als Mulesing nach  John W. H. Mules, der sich das anscheinend ausgedacht hat. Als ich auf ZDFzoom gesehen habe, wie man den armen Lämmern die Haut rund um den Schwanz ohne Betäubung weggeschnitten hat, war ich entsetzt. Schafe waren für mich immer die süßen Tiere, die bei meinen Bekannten auf der Wiese stehen und nicht die armen Kreaturen in der ZDF Reportage.

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Mit der Kraft der zwei Hände

Nachdem mein Kollege erzählt hatte, er könne ohne Reifenheber einen Schlauch am Rad wechseln, habe ich letzte Woche Übungsmaterial mit in die Firma genommen, damit er mir zeigt wie das geht.

Kann man / frau tatsächlich nur mit der Kraft seiner / ihrer Hände den Mantel von der Felge runter und auch wieder rauf bekommen? 

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Frühling liegt in der Luft


Es wird Zeit, sein Rad fit zu machen für den Frühling. Wer wie ich ganzjährig und bei jedem Wetter mit dem Rad unterwegs ist, der kann sich jetzt bequem zurücklehnen. Aber alle anderen sollten jetzt ihre Räder aus dem Keller holen, oder wo immer sie sie eingemottet haben, und aus dem Winterschlaf holen. Nicht jeder ist ein begnadeter Schrauber. Wer sein Rad sicherheitshalber von einem Zweiradmechaniker durchchecken lassen möchte, der sollte sich sputen. Bald sind die Terminbücher der Fahrradwerkstätten wieder ausbucht, und der frühe Vogel fängt ja bekanntlich den Wurm.

Keine Haftpflicht für Pedelecs

Die Einführung einer obligatorischen Haftpflichtversicherung für Pedelecs, die im EU-Parlament diskutiert wurde, scheint vom Tisch. Offiziell ist das zwar noch nicht, aber da der Ausschuss für Binnenmarkt und Verbraucherschutz sich gegen solch eine Haftpflichtversicherung ausgesprochen hat, ist das nur noch eine Formalie. Ich kann also auch weiterhin ohne Nummernschild mit meinem Lastenrad durch die Gegend radeln.
Die Vorstellung, dass ich für mein Packster 40 eine Versicherung hätte abschließen müssen wie für ein S-Pedelec oder E-Bike, hat mir schon keine Ruhe mehr gelassen.
Ein Pedelec ist ein Fahrrad und kein Kraftfahrzeug. Nur die Versicherungen hätten sich die Hände gerieben. Die Fahrradindustrie hingegen hätte mit Sicherheit einen Einbruch bei den Verkaufszahlen zu verzeichnen gehabt. Außerdem stelle man sich mal den Verwaltungsaufwand vor, den die Einführung einer obligatorischen Haftpflichtversicherung nach sich gezogen hätte. Der Kelch ist also noch mal an uns vorübergegangen.

Schlüsselboard aus Fahrradventilen

So ein verregneter Sonntag hat auch positive Seiten, man kommt zu Dingen, die man schon lange mal machen wollte. Ich hatte ja schon in einem früheren Beitrag angekündigt, dass ich aus den Ventilen der kaputten Schläuche, die sich im Laufe der Jahre so angesammelt haben, ein Schlüsselboard oder Schlüsselbrett basteln will. Mir ist heute eingefallen, dass ich noch eine Wein-Holzkiste mit Schiebedeckel habe, die man mir mal zu Weihnachten geschenkt hat. Der Wein ist schon lange verkostet, die Kiste habe ich aufbewahrt. Dat künnt wi doch noch bruken pflegte mein Vater früher immer zu sagen, und der Apfel fällt ja bekanntlich nicht weit vom Stamm.
Ich habe mit einer Akku-Bohrmaschine sechs Löcher ins schmale Brett gebohrt, mit dem die Kiste verschlossen wird. Durch diese Löcher habe ich die Ventile gesteckt und dann auf der Vorderseite mit der Schraube, die das Ventil sonst an die Felge drückt, festgeschraubt.

Die Schlauchreste auf der Rückseite des Brettes werde ich noch mit Heißkleber befestigen, damit sie nicht so schlampig aussehen wie auf dem Bild links. Jetzt muss ich mein neues Möbelstück nur noch unterhalb meines Geweihs anbringen. Hier hält mein Mann es nur provisorisch fürs Foto fest.

Dann sind hoffentlich auch die Zeiten vorbei, dass ich morgens einen Fahrradschlüssel suchen muss. Ich habe für jedes Fahrrad ein eigenes Schloss. Die zugehörigen Schlüssel schleppe ich natürlich nicht alle mit mir herum. Wenn ich nur Schlösser von einem Hersteller hätte (z.B. Abus), ließe sich dieses Schlüssel-Sammelsurium einfach lösen. Fast jeder namhafter Hersteller bietet Gleichschließung an. Aber da ich gerne auch mal was Neues ausprobiere, habe ich Schlösser unterschiedlicher Art und Hersteller und somit auch viele Schlüssel.

Radfahren im Winter

Es kommt zwar nicht oft vor, aber Frau Holle hat diesen Winter auch mal Karlsruhe besucht und ihre weiße Pracht ausgeschüttet. Donnerstag- und Freitagmorgen hatte ich das Vergnügen, durch eine verschneite Landschaft zu radeln. Bayern und Österreicher würden sich über diese paar weiße Fussel wahrscheinlich totlachen, aber für uns Karlsruher ist das schon etwas Besonderes.

Ich habe zwar eins meiner Räder mit Spikereifen bestückt, bin aber trotzdem mit meinem normalen Alltagsrad zur Arbeit gefahren. Warum?

  • Auf Schnee bieten meine Marathon Plus Tour Reifen von Schwalbe mit ihrem markanten Profil genügend Grip.
  • In der Stadt wird kultig gestreut, und zwar nicht nur auf den Straßen, sondern auch auf den Radwegen. Ehrlich gesagt habe ich keine Lust, abends dann mit den nicht gerade leisen Spikereifen über den frisch geputzten Asphalt zu donnern.
  • Außerdem weiß ich nie, ob es in der Innenstadt auch geschneit hat, denn mein Wohnort liegt nun mal gut 100 Meter höher. Oft bin ich schon im dichten Schneetreiben losgefahren und im strömenden Regen angekommen. Dann kam ich mir mit meinen Spikereifen immer vor, als wollte ich mit Kanonen auf Spatzen schießen.

Radfahren im Winter ist eigentlich überhaupt kein Problem, man muss sich nur dementsprechend anziehen.

Bei Schneetreiben sollte man ein Utensil auf keinen Fall vergessen – eine Brille. Mir kamen gestern und vorgestern etliche Radfahrer entgegen, die keine Brille trugen. Sie machten irgendwie allesamt einen verkniffenden Eindruck. Da kann man sein Gesicht auch noch so verhüllen und nur einen schmalen Sehschlitz freilassen, trockener harter Schneegriesel findet immer einen schmerzhaften Weg ins Auge.

Radsportjacke von Proviz Sports

Lichtgestalt, so nennt der ADFC in der Ausgabe 6.18 des Magazins Radwelt die von Proviz Sports vertriebene Radsportjacke REFLECT360 Plus.
Der Begriff Lichtgestalt wird heutzutage zwar meist im übertragenen Sinne verwendet, aber ich fand ihn im Kontext mit dieser Jacke sehr zutreffen.

Mit dieser Fahrradjacke habe ich schon lange geliebäugelt. Morgens kommt mir nämlich an der Alb oft ein Radfahrer entgegen, der so eine Jacke trägt. Schon von weitem leuchtet seine Jacke grellweiß auf, wenn der Schein meiner Helmlampe auf sie fällt. Welche Farbe seine Jacke wirklich hat, kann ich immer erst erkennen, wenn wir in etwa auf gleicher Höhe fahren.

Die Farbe Grau kam für mich nicht in Frage. Grau werde ich von alleine. Ich habe mich in Unkosten gestürzt und mir das neue Topmodell – die REFLECT360 CRS Plus – in Rot zugelegt.

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Ein gepflegtes Rad hält länger

Ich habe mein Lastenrad – das Packster 40 von Riese u. Müller – von der 2000er Inspektion abgeholt. Es ist noch alles im grünen Bereich. Hochwertige Komponenten und regelmäßige Pflege zahlen sich eben aus. Bremsbeläge und Schaltung sind okay, der Gates Riemen hat sich noch nicht gelängt und Schraubverbindungen haben sich auch keine gelockert.

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Gut abgehangen

Wer sagt, dass man Fahrrad Wandhalter nur für Räder verwenden darf? Ich benutze meine auch gerne zum Trocknen meiner Überschuhe und zur platzsparenden Lagerung von Fahrradmänteln, die gerade nicht gebraucht werden.

Und täglich blendet der LED Scheinwerfer

Nachfolgend ein Gastbeitrag von Marc. Marc ist leidenschaftlicher Radfahrer und passionierter Schrauber.  Wir haben uns über den ADFC Karlsruhe kennengelernt, wo er u.a.  Wartungs- und Reparaturkurse für Anfänger anbietet:

Wenn ich morgens zur Arbeit fahre, kommt mir derzeit immer eine Mutter mit Kind entgegen. Beide auf dem Fahrrad, beide mit Licht. Sehr löblich, das ist häufig bei vielen Radfahrern nicht der Fall.

Das Frontlicht der Mutter ist eine starke LED Lampe, die leider mehr gen Himmel als auf den Boden zeigt. Das scheint im Moment ein allgemeines Problem zu sein, was man auch aus den zahlreichen Artikeln schließen kann, die zu diesem Thema gerade veröffentlicht wurden:

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