Kategorie: Mein erstes Mal

Lieber auf Nummer sicher

Nachdem man meiner Tochter in Kiel unlängst ihr mit einem ABUS Faltschloss abgeschlossenes Rad aus der geschlossenen Garage gestohlen hat, ist mein Vertrauen ins Gute der Menschen merklich geschrumpft. Das Rad ist dann zwar wieder aufgetaucht – es lag ca. 100 m vom Haus entfernt im Gebüsch – weil der Dieb anscheinend keine Lust mehr hatte, es noch weiter zu schleppen, aber mir hat dieser Vorfall gezeigt, dass man seine Räder auch anschließen sollte, wenn sie in einem Gebäude stehen.




Was du heute kannst besorgen

… verschiebe nicht auf übermorgen. Gestern musste ich schmerzhaft erfahren, dass es besser ist, Dinge gleich zu erledigen und nicht auf die lange Bank zu schieben. Was war passiert? Ich halte mit dem Lastenrad vor dem Rolltor meiner Firma und will absteigen, bekomme aber den linken Fuß nicht von der Pedale. So ist passiert, was passieren musste – ich bin im Stehen umgekippt.
Ergebnis: Handgelenk verstaucht und eine Prellung an der Hüfte. Noch mal Glück gehabt! Das hätte auch schlimmer ausgehen können.

Was sonst nur Radfahrern passiert, die zum ersten Mal mit Klickpedalen unterwegs sind, haben bei mir die Überschuhe erledigt. Ich habe die schlechte Angewohnheit, die Überschuhe nicht auszuziehen, wenn ich mal „kurz“ einkaufen gehe. Dadurch hatte sich die untere Naht am linken Überschuh fast komplett gelöst. Ich habe sie sozusagen abgeschlurft. Diese lose Naht hat sich während der Fahrt um die Pedale gewickelt, ohne dass ich das gemerkt habe.

Ich wollte die Stolperfalle schon lange wieder festnähen, habe das aber immer wieder vor mir hergeschoben. Gestern hat sich das gerächt. Die Naht am linken Überschuh war nicht mehr zu retten. Die habe ich jetzt einfach abgeschnitten. Rechts hat sich die Naht nur auf eine Länge von 2-3 cm gelöst, das kann ich vielleicht noch festnähen. Wenn nicht, schneide ich das einfach auch ab. Was lernen wir aus der Geschichte? Mit Überschuhen spaziert man nicht durch die Gegend und unangenehme Dinge erledigt man sofort.

 




Radelblog wird fünf

Kinder, wie die Zeit vergeht, wenn man sich amüsiert! Vor genau fünf Jahren habe ich meinen ersten Blog-Beitrag veröffentlicht, eine Karikatur / Zeichnung des Briten Dave Walker. Mittlerweile verzeichnet mein Blog 912 Beiträge. Das sind  rein rechnerisch 182 Veröffentlichungen pro Jahr bzw. 15 pro Monat.

Bloggen, das hört sich so leicht an. Einfach mal ein bisschen was schreiben über ein Thema, für das man brennt. Das habe ich mir zu Anfang total einfach vorgestellt. Wenn man allerdings irgendwann mehr Zeit mit dem Recherchieren, Schreiben und Redigieren eines Blog-Beitrages verbringt, als mit dem, worüber man schreibt – dem Radfahren – dann fragt man sich natürlich, wieso mache ich das überhaupt? Statt über die Sorgen und Nöte der Alltagsradler und vor allem den vielen positiven Aspekten des Radfahrens zu berichten, könntest du jetzt selbst mit dem Rad ins Elsass fahren und in Weiler bei Wissembourg im Kräutercafe Salbeinudeln essen. Stattdessen sitzt du jetzt hier am Schreibtisch und grübelst über eine Formulierung. Manchmal weiß ich ehrlich gesagt nicht, was mich immer noch treibt.




Griffe aus Nussbaumholz von Velospring

Meine alten Ergon-Griffe habe ich jetzt gut 20.000 Kilometer gefahren. Sie haben mir treue Dienste erwiesen. Man sieht es ihnen nicht nur deutlich an, man spürt es leider auch. Sie fühlen sich extrem pekig an.

Diese alten Ergon-Griffe haben ausgedient

Von daher meine Überlegung, in etwas Neues zu investieren, vor allem in ein anderes Material. Ledergriffe habe ich am Faltrad montiert. Leider bin ich von der Haptik nicht so begeistert, wie ich es mir erhofft hatte. Meine oft schweißnassen Hände dürften daran allerdings nicht ganz unschuldig sein.
Von daher habe ich jetzt geschwankt zwischen Kork- und Holzgriffen. Die Holzgriffe von Velospring hatte ich bereits vor zwei Jahren auf der Eurobike in Friedrichshafen in den Händen. Sie fühlten sich angenehm glatt und dennoch warm an. Geht mal barfuß über Laminat und dann über Parkettboden. Ähnlich verhält es sich mit Griffen aus Kunststoff und Holz. Man spürt den Unterschied. Naturmaterialien fühlen sich einfach besser an.




Black And White Challenge

FAHRRADkultur hat mich am letzten Dienstag auf Twitter eingeladen, an einer #blackandwhitechallenge teilzunehmen. Was verbirgt sich dahinter? Man postet sieben Tage lang jeweils ein Schwarz-Weiß-Foto ohne Menschen und Erklärung. Wer will kann Follower einladen, es einem nachzutun und ebenfalls Fotos zu veröffentlichen.

Nachfolgend meine Schwarz-Weiß-Bilder mit ein wenig Erklärung. Eines sei schon mal vorweggenommen: Ich bin kein Fotograf. All meine Fotos habe ich mit dem Smartphone aufgenommen. Ich weiß nicht, ob es euch ähnlich geht, aber meist gelingt es mir auch nicht annähernd, die Schönheit des Augenblicks auf einem Foto festzuhalten. Das unterscheidet eben einen wahren Fotografen, von einem „Knipser“ wie mich.

Bild 1/7: Pappelallee zwischen Batzenhof und Thomashof




Mit dem Rad mobil trotz Dauerbaustelle

Seit Anfang Juli haben wir bei uns in der Gemeinde eine Dauerbaustelle. Es werden neue Gas-, Wasser- und Stromleitungen verlegt und die Fahrbahn wird in dem Zuge auch erneuert. Die Zufahrt zur Nachbargemeinde und zur nächst gelegenen Autobahnanschlussstelle ist seitdem versperrt. Normalerweise verkehrsberuhigte Straßen wurden als Umleitungsstrecke ausgewiesen und die Volksseele kocht. Wütende Bürger lassen ihren Frust in Leserbriefen freien Lauf. Die Wogen schlagen hoch.

Mich lässt diese Vollsperrung relativ kalt. Sie ist schon Wochen und Monate vorher angekündigt worden und jeder konnte sich seelisch und auch praktisch darauf vorbereiten. Ich war vorbereitet, denn ich habe mir ein Lastenrad zugelegt. Ohne diese Vollsperrung hätte ich vielleicht noch mit dem Kauf gewartet.

Mit dem Lastenrad komme ich auch weiterhin überall durch. Mit dem Auto müsste ich Umwege fahren, um zu meinem Lieblingsdiscounter zu gelangen.




Rückblick – Critical Mass Oktober

Vor einer Woche habe ich die Gretchen-Frage gestellt:

Wie familienfreundlich sind Karlsruher Straßen?

Dies wollten wir auf der gestrigen CM ein wenig in Augenschein nehmen. Eins ist sicher, die Critical Mass selbst ist sehr familienfreundlich. Auch gestern waren wieder viele Eltern mit ihren Kindern im Schlepptau gekommen. Manche saßen noch im Kindersitz hinten auf dem Gepäckträger oder vorne im Lastenrad, aber es waren auch wieder viele Kinder und Jugendliche mit eigenem Rad dabei.




Bahnhof – abfahren

So stellen wir Radfahrer uns das vor, wenn wir mit unserem fahrbaren Untersatz am HBF ankommen und dann mit dem Zug weiterfahren wollen – Fahrrad abstellen und abfahren. Das muss zack-zack gehen.
Wenn man am Karlsruher Hauptbahnhof ankommt, stellt sich das Bild so dar. Direkt vor und links und rechts neben dem Haupteingang stehen oder liegen jede Menge Räder kunterbunt durcheinander. Manche stehen dort anscheinend schon Tage oder Wochen, wenn ich mal von ihrem desolaten Zustand ausgehe.




Anke goes „viral“

Wenn das so weiter geht, werde ich noch berühmt 😉

  • Die grün-alternative Hochschulgruppe hat in der Quappe meinen Blogbeitrag Jammern auf hohem Niveau (S. 14-15) veröffentlicht.
  • Und mein Artikel Eine lebenswerte Stadt findet sich in der jüngsten Ausgabe der DRUCKSCHRIFT, die vierteljährlich erscheint. Die DRUCKSCHRIFT hat es sich auf die Fahne geschrieben, „das Summen und – vor allem – das Brummen“ der Stadt Karlsruhe in Texte umzusetzen. In der Zeitung kommen auch Initiativen zu Wort, die sich in Karlsruhe engagieren und helfen, die Stadt ein wenig lebens- und liebenswerter zu machen.
    Vertreter / Teilnehmer der Critical Mass wurden um eine Einschätzung zur Lage des Radverkehrs in Karlsruhe gebeten. Wie ist der Stand der Dinge? Tut sich was in Sachen Radverkehrspolitik? Gibt es Visionen? Welchen Beitrag leistet die CM selbst, um diese Visionen wahr werden zu lassen? Eine lebenswerte Stadt ist meine persönliche Antwort auf diese Fragen. Ich bin nur ein Teil der CM. Anderen CM Teilnehmern ist mein Text vielleicht zu zahm oder sie vermissen Ziele und Wünsche, auf die ich nicht hingewiesen habe. Ich würde mich über euer Feedback freuen.



Fahrradschule des ADFC Karlsruhe

Der ADFC Karlsruhe bietet Radfahrkurse für Erwachsene an. Diese Kurse richten sich sowohl an Leute, die noch nie auf einem Rad saßen, als auch an Wiedereinsteiger, die zwar mal Radfahren konnten, aber es eine Ewigkeit nicht mehr gemacht haben und sich somit unsicher fühlen.
Auf DAS FEST wurde ich gefragt, ob ich nicht Lust hätte, bei dieser Fahrradschule zu helfen. Ich war sofort Feuer und Flamme und habe zugesagt. Wenn man wie ich schon von Kindesbeinen an Radfahren kann, fragt man sich natürlich, wie Erwachsene sich anstellen, wenn sie zum ersten Mal auf zwei Rädern unterwegs sind. Wenn man mich vor dem Kurs gefragt hätte, was glaubst du wie lange ein Erwachsener braucht, das Radfahren zu lernen, hätte ich geantwortet eine Ewigkeit. Ich hätte mich nicht mehr irren können. Es braucht keine Ewigkeit, sondern nur ein paar Tipps, praktische Übungen, den Willen es zu schaffen und aufmunternde Worte.