Kategorie: Mein erstes Mal

Standdienst beim ADFC

Eigentlich bin ich ja eher so etwas wie eine „Karteileiche“ beim ADFC. Ich zahle brav meine Beiträge und gehe ab und zu mal zu einer Sitzung, aber das war’s dann auch schon. Mein schlechtes Gewissen den vielen fleißigen ADFC Mitgliedern gegenüber ist dementsprechend groß. Um ein wenig Abbitte zu leisten, habe ich mich am letzten Wochenende bereit erklärt, Standdienst auf dem Mobilitätsfestival in Karlsruhe zu übernehmen. Denn wenn man schon Mitglied in einem Verein ist, muss man auch ab und zu mal selbst aktiv mithelfen, sonst funktioniert das nicht.

Anscheinend hatten sich viele Radfahrer schon im Vorfeld schlau gemacht und wussten, dass der ADFC an diesem Wochenende Räder codieren würde. Dementsprechend groß war der Andrang. Allein drei bis vier Leute waren den ganzen Tag damit beschäftigt, die Daten der Räder / Besitzer aufzunehmen, Quittungen und Personalausweise mit den Angaben auf dem Codier-Auftrag zu vergleichen und die Codierung selbst vorzunehmen. Wer da allerdings gedacht hatte „der frühe Vogel fängt den Wurm“, lag leider falsch, denn viele Radfahrer hatten denselben Gedanken. Dementsprechend groß war das Gedränge am Samstag- und Sonntagmorgen. Aber Radfahrer sind ja in der Regel tiefenentspannt, wie dieses Ehepaar, das extra angereist war, um die nagelneuen Räder codieren zu lassen. Die Codierung selbst geht zwar schnell, ist aber nicht in einem Arbeitsgang getan und bisweilen etwas fummelig




Spendenübergabe

Gestern Nachmittag war Spendenübergabe auf dem Mobilitätsfestival in Karlsruhe. Die Aktion Karlsruher Spendenradeln war ein voller Erfolg. Knapp Hundert Radler sind wie ich ein paar Wochen mit ihren Radscheiben durch Karlsruhe gefahren und haben Werbung für die unterschiedlichsten Firmen gemacht. Die Firmen haben für jede Radscheibe 40 € gespendet. Es  konnten also einige Tausend Euro in Form von symbolischen Schecks an die einzelnen sozialen Einrichtungen übergeben werden.

Ich möchte an dieser Stelle denen danken und meine Hochachtung aussprechen, die gestern nicht als Offizielle auf der Bühne standen, nämlich den vielen ehrenamtlich tätigen Menschen vor Ort, die das Kostbarste geben, was wir haben, ihre Zeit. Sie sind es, die durch ihren unermüdlichen Einsatz dafür sorgen, dass das löchrig gewordene soziale Netz überhaupt noch hält. Ohne ihr Engagement gäbe es keine Tafeln, Hospize, Jugendwerkstätten und die vielen anderen sozialen Einrichtungen, an die gestern die Schecks verteilt wurden.




Wartungs- u. Reparaturkurs für Anfänger

Ich kann zwar einen Schlauch wechseln und weiß auch wann es Zeit wird, die Kette, die Bremsbeläge oder das Getriebeöl zu erneuern, habe aber – wenn man mal vom Schlauchwechsel absieht – keine dieser Reparatur- und Wartungsarbeiten je selbst durchgeführt. Ich war einfach zu bequem. Wozu hat man einen Mann, der handwerklich geschickt ist und sich noch dazu mit Fahrrädern auskennt! Kleinere Reparaturen – Schaltung einstellen oder Kette und Kassette wechseln – hat bis dato mein Mann durchgeführt. Wenn er keine Zeit hatte, habe ich meine Räder in die Werkstatt meines Vertrauens gebracht.

Aber wie heißt es so schön – selbst ist die Frau!

Als vor knapp zwei Wochen der ADFC seine neue Selbsthilfewerkstatt der Öffentlichkeit vorgestellt hat, war ich eigentlich nur da, weil ich neugierig auf den Werkzeugschrank war. Ihn bzw. das Werkzeug darin mal selbst auszuprobieren, war nicht mein Plan. Als aber Im Verlauf des Abends darauf hingewiesen wurde, dass bald ein Reparatur- und Wartungskurs stattfinden würde und nur noch wenige Plätze frei seien, habe ich mich spontan angemeldet. Wieso nicht mal selbst reparieren! So schwer kann das ja nicht sein. Auch nervt es mich schon lange, dass ich nach einem Schlauchwechsel beim Hinterrad immer unsicher bin, wo ich das Schaltwerk hin drücken muss, damit die Kette richtig um die beiden Umlenkrollen gelenkt wird. Sich mal nicht wie ein Volldepp fühlen hätte auch seinen Reiz.




Packster 40 – Probefahrt

Heute Morgen bin ich das Objekt meiner Begierde – den Packster 40 von Riese & Müller – in der Touring Version endlich Probe gefahren:

  • Bosch Performance CX Motor (max. Antriebsmoment: 75 Nm)
  • Shimano Deore 10-Gang Kettenschaltung
  • Hydraulische Tektro Scheibenbremsen
  • Bosch PowerPack 500 Performance, 36 V, 13,4 Ah/500Wh
  • Inkl. Carry Box

Wenn man mal von der Farbe absieht – mir gefällt der Packster in Rot besser – bin ich also genau eins der beiden Modelle gefahren, zwischen denen ich eigentlich geschwankt habe – der Version mit Kettenschaltung und der mit der Nuvinci Nabenschaltung.

Seitenansicht




Selbsthilfewerkstatt des ADFC Karlsruhe

Der ADFC Karlsruhe hat seine neue Selbsthilfewerkstatt der Öffentlichkeit vorgestellt. Wer jetzt an einen Raum mit Werkbänken und vielen Werkzeugen an der Wand denkt, der liegt falsch. Die Selbsthilfewerkstatt ist bei Licht betrachtet ein Werkzeugschrank. Finanziert wurde er durch Spendengelder.

Das Werkzeug, das man für kleinere Fahrradreparaturen und Wartungsarbeiten benötigt, befindet sich derzeit noch in einem Werkzeugkoffer. Das bleibt natürlich nicht so. Der ADFC hat nur noch keine passende Lochwand aus Holz gefunden, an der man das Werkzeug im Schrank festmachen könnte. Außerdem fehlen noch Kleinigkeiten, wie z.B. eine Ablagemöglichkeit oder ein Mülleimer. Manche Dinge fallen einem ja erst auf, wenn man tatsächlich mit ihnen arbeitet.

Wie ihr seht, lässt sich die Tür des Werkzeugschranks komplett nach unten klappen. Sie dient als Plattform für den stabilen Montageständer, damit der Boden des Raumes nicht in Mitleidenschaft gezogen wird.

Bei der Selbsthilfewerkstatt des ADFC liegt die Betonung auf SELBST. Der ADFC stellt lediglich den Raum und die Werkzeuge. Potentielle Nutzer der Werkstatt müssen die für eine Reparatur benötigten Ersatz- und Verschleißteile wie Schläuche, Bremsbeläge, Ketten etc. natürlich selbst mitbringen und die Reparaturen und Wartungsarbeiten auch selbst durchführen. Schließlich will man den ortsansässigen Fahrradgeschäften ja keine Konkurrenz machen. Nichts läge dem ADFC ferner. Zielgruppe ist also nicht der Laie mit zwei linken Händen, der nicht weiß wie man ein Rad aufpumpt, sondern vielmehr der Radinteressierte, der weiß, wie man einen Reifen wechselt oder eine Kurbel abzieht, aber weder das Werkzeug hat noch die Lust, bei Regen und Kälte draußen auf dem Bürgersteig vor seinem Rad zu knien.

Derzeit ist die Selbsthilfewerktstatt nur zu den normalen Öffnungszeiten des ADFC zugänglich: Mittwoch, 15:00 bis 18:00 Uhr. Das ist natürlich relativ übersichtlich und wahrscheinlich nicht das Zeitfenster, das ihr euch wünschen würdet. Aber habt ein wenig Geduld. Rom wurde auch nicht an einem Tag gebaut.

Ihr würdet kleinere Reparaturen gerne selbst durchführen, habt aber keine Ahnung wie ihr das machen sollt? Der ADFC Karlsruhe bietet nicht nur eine Selbsthilfewerkstatt für Kundige, sondern auch Reparaturkurse für Unkundige. Wenn ihr Glück habt und euch beeilt, ergattert ihr vielleicht noch einen der letzten freien Plätze.




Lastenrad vs. Lasten tragendes Rad

Auf der Eurobike 2017 habe ich mein Traum-Lastenrad gesehen, das Packster 40 von Riese & Müller.

Packster 40 von Riese & Müller

Online habe ich mein Wunschrad schon konfiguriert. Anfang nächsten Jahres kann ich es bei einem ortsansässigen Händler Probe fahren.

  • Bosch Performance CX Motor
  • Akku: Bosch PowerPack 500 Performance, 36 V, 13,4 Ah/500Wh
  • Shimano Deore 10-Gang-Kettenschaltung
  • Hydraulische Tektro Scheibenbremsen
  • Federgabel Suntour XCM32 20“
  • Carry System mit Persenning

Meine Entscheidung war eigentlich schon gefallen, …




KA-Feedback im Test

Vor ein paar Tagen habe ich über den unsäglichen Radweg entlang der Michelin Reifenwerke berichtet. Boris fragte mich daraufhin, ob ich denn schon Widerspruch gegen die Anordnung der Radwegbenutzungspflicht eingelegt habe. Ehrlich gesagt wusste ich gar nicht, dass ich das kann. Wenn auf einem Radweg kein Platz ist, weiche ich einfach dahin aus, wo Platz ist und denke mir meinen Teil. Gefahrenstellen, wie z.B. Scherben auf auf dem Radweg oder Überflutungen, habe ich zwar schon gemeldet, aber widersinnige Beschilderungen und Wegmarkierungen noch nicht. Da der besagte Radweg innerhalb der Stadtgrenzen verläuft, nehme ich mal an, dass die Stadt auch dafür zuständig ist. Wir haben in Karlsruhe ein Online-Portal, das nennt sich KA-Feedback. Über dieses Portal können wir der Stadt mitteilen, wo wir eine Verunreinigung, eine Gefahrenstelle oder eine falsche bzw. irreführende Beschilderung festgestellt haben.

Geben Sie uns Feedback, damit wir uns kümmern können.

Letzten Freitag habe ich mein „Feedback“ gegeben. Ich habe mein Anliegen kurz geschildert und mit einem aussagekräftigen Foto verdeutlicht.




Fahrradcodierung sinnvoll oder nicht?

Ich habe lange mit mir gerungen, ob ich mein teures Trekkingrad codieren lassen soll oder nicht. Schließlich habe ich die Originalrechnung noch, kenne die Rahmennummer und kann mein Rad ganz genau beschreiben. Die meisten Radfahrer wissen nämlich nicht, welche Marke sie eigentlich fahren. Sie haben kein Markenbewusstsein. Wer nach einem Diebstahl lediglich sagen kann, welche Farbe sein Rad hat, der hat schlechte Karten. Schwarze, rote oder grüne Fahrräder gibt es wie Sand am Meer. Codierte Räder können ihrem Besitzer dagegen eindeutig zugeordnet werden.

Ausschlaggebend für mich war der „jüngste“ Coup der Polizei in Hamburg. Bei einer Razzia in Hamburg-Rothenburgsort hat man im April gut 2000 Fahrräder beschlagnahmt. Im Mai wurden Fotos der gestohlenen Fahrräder im Internet veröffentlicht. Daraufhin meldeten sich 850 potentielle Besitzer bei der Polizei, aber nur gut 20 Räder konnten bislang eindeutig zugeordnet werden. Derzeit werden die Räder in zwei großen Lagerhallen in Hamburg-Niendorf ausgestellt, in der Hoffnung, sie ihrem rechtmäßigen Besitzer übergeben zu können. Aber das wird schwierig, wenn man nicht durch eine Rechnung oder Fotos belegen kann, dass einem das Rad auch tatsächlich gehört. Angenommen mein Rad wäre unter diesen gut 2000 Rädern, dann wäre ich bereits von der Polizei informiert worden, denn anhand der Codierung wüsste man meinen genauen Wohnort und die Initialen meines Namens.




Lastenkarle I:SY E-Cargo

Die Lastenrad-Initiative Karlsruhe – kurz Lastenkarle genannt – ist seit ein paar Wochen am Start. Noch funktioniert die Online Ausleihe zwar nicht, aber Rom wurde ja auch nicht an einem Tag erbaut. Aus der Presse wusste ich aber, dass das erste Lastenrad – Lastenkarle I:SY, ein sportliches einspuriges Lastenrad mit 250 W Hinterradantrieb von GO SWISS –  in Durlach für Interessierte zur kostenlosen Ausleihe bereit steht.

Dieses Lastenrad hatte ich bereits vor zwei Wochen für heute Vormittag gebucht.

i:SY e-Car:go mit 9-Gang Schaltung und GO SWISS Hinterradnabenmotor




NaturRADtour Karlsruhe

Morgen früh wird die neue  NaturRADtour Karlsruhe offiziell ihrer Bestimmung übergeben. Falls ihr noch nichts vorhabt, die Einweihungstour startet um 10 Uhr am Großherzog-Karl-Friedrich-Denkmal vor dem Schloss. Die Radrundstrecke verläuft um den Stadtkern herum, führt durch acht Naturschutzgebiete und zeigt eindrucksvoll, dass Karlsruhe eine Stadt im Grünen ist.

Diese Blätter zeigen euch den Weg

Ich wollte nicht so lange warten und bin die 42 Kilometer lange Radtour heute schon mal abgefahren. Offiziell ist Start und Ziel zwar am Schloss, aber bei einer Rundstrecke kann man natürlich auch an einer beliebigen Stelle einsteigen. Ich war neugierig auf die Strecke und die Beschilderung. Würde ich mich verfahren? Um es vorwegzunehmen, ja zweimal bin ich von der Strecke abgekommen, und zwar in Rintheim und am Hafen. Das lag aber nicht an der Beschilderung, sondern an meiner Interpretation. Doch beim Radfahren ist ja sowieso der Weg das Ziel.