Kategorie: Mein erstes Mal

Ein Packster für jede Gelegenheit

Verglichen mit den großen Brüdern – dem Packster 60 bzw. Packster 80 – ist mein Lastenrad von Riese und Müller eher ein Winzling.

Das ist ja gar kein Lastenrad

war denn auch der erste spontane Eindruck des 1. Vorsitzenden des Karlsruher ADFC nach einer Probefahrt auf DAS FEST. Er war mit dem Packster 80 gekommen und hatte darauf in nur drei Fahrten die gesamten Infostand Utensilien (Faltpavillon, Infomaterial, Getränke, Werbetafeln, Beach-Fähnchen uvm.) transportiert. Ich hätte dafür mindestens zehn Mal hin- und her fahren müssen.

Ein Wechsel vom Packster 80 auf das Packster 40 muss sich etwa so angefühlt haben, als würde man von einem 7,5 Tonner in einen Sprinter umsteigen. Das große Lastenrad hat einen längeren Radstand (207,5 cm vs. 166 cm), eine doppelt so große Ladelänge (80 cm vs. 40 cm) und ein höheres zulässiges Gesamtgewicht (200 kg vs. 160 kg).




Lahme Enten gibt es nicht

Zumindest gibt es sie nicht am kommenden Sonntag an der Alb. Dann findet nämlich in der Günther-Klotz-Anlage das traditionelle Karlsruher Entenrennen statt. Ich konnte noch eine Radler-Ente ergattern, die für mich bzw. den guten Zweck ins Rennen geht.

Falls auch ihr mitmachen und eine Ente für die gute Sache um die Wette schwimmen lassen wollt, müsst ihr euch sputen. Erfahrungsgemäß sind die Enten auf dem Fest selbst schon vergriffen. Also nichts wie hin zu einer der Los-Verkaufsstellen in Karlsruhe  Mit eurem Los bzw. eurer Ente unterstützt ihr soziale Projekte für Kinder und Jugendliche im Raum Karlsruhe und mit etwas Glück gewinnt ihr auch noch einen der mehr als 150 attraktiven Preise.




Überführung des Packster 40

Als hätte ich es im Vorfeld schon geahnt, dass die deutsche Fußballnationalmannschaft heute eine Klatsche bekommen würde, habe ich den freien Nachmittag nicht vor dem Fernseher verbracht, sondern mein neues Lastenrad abgeholt. Eine gute Wahl, wie sich im Nachhinein herausgestellt hat. Kaum Verkehr und sommerliche Temperaturen – beste Voraussetzungen also, sich mit einem neuen Rad ein wenig vertraut zu machen.

So ein Lastenrad ist natürlich nicht ganz billig. Hätte ich mir wie mein Bruder ein E-Auto gekauft, wäre ich in den Genuss einer staatlichen Förderung von 4000 € gekommen. Wer sich aber als Privatperson ein E-Lastenrad kauft, bekommt derzeit nur in einigen wenigen Kommunen einen Zuschuss. Die Fahrradstadt Karlsruhe ist leider keine dieser Kommunen.

Die Grünen wollen, dass bundesweit alle Käufer von Lastenrädern ab 2019 pauschal mit 1000 Euro pro Rad bezuschusst werden. Selbst wenn sich die Grünen mit ihrem Plan durchsetzen würden, hätte ich nichts davon, denn rückwirkend gibt es diesen Zuschuss nicht. Ich bin meiner Zeit also mal wieder voraus. Aber wie sagt mein Mann immer so schön

Das Geld ist ja nicht weg, es ist nur woanders.

 




Lingen (Ems)

Zwei Tage sind nicht viel, um eine Stadt richtig kennenzulernen, aber als Radfahrer bekommt man schon einen ganz guten ersten Eindruck. Dieser lässt mich hoffen, dass sich meine Jüngste für ihr Master-Studium für Lingen entscheidet, denn dann hätte ich noch oft Gelegenheit, die Stadt und das Umland mit dem Rad zu erkunden und wüsste dann, ob mein erster unter dem Strich positiver Eindruck getrogen hat oder nicht.

Die Kleinstadt mit ca. 53 Tausend Einwohnern hat mir nicht nur wegen der vielen Radfahrer gefallen. Sie hat einfach Charme. Lingen ist eine lebendige Stadt, der man ansieht, dass die Stadtväter sich hier mächtig in Sachen nachhaltiger Stadtplanung ins Zeug gelegt haben. Statt 1-Euro-Läden, Dönerbuden und Hörgeräteakkustiker bietet die Innenstadt einen Mix aus erwartbarer Ketten und erstaunlich vielen alteingesessenen Geschäften, die wahrscheinlich schon seit Jahrzehnten im Familienbesitz sind. Das Stadtzentrum ist, wenn man mal vom Lieferverkehr absieht, komplett autofrei. Radfahrer dürfen die Fußgängerzone nur zwischen 18 und 10 Uhr morgens befahren, ansonsten ist schieben angesagt. Das hört sich im ersten Moment schlimm an, ist es aber nicht, denn so riesig ist die Fußgängerzone nun auch wieder nicht, dass man kilometerweit schieben müsste.




Standdienst beim ADFC

Eigentlich bin ich ja eher so etwas wie eine „Karteileiche“ beim ADFC. Ich zahle brav meine Beiträge und gehe ab und zu mal zu einer Sitzung, aber das war’s dann auch schon. Mein schlechtes Gewissen den vielen fleißigen ADFC Mitgliedern gegenüber ist dementsprechend groß. Um ein wenig Abbitte zu leisten, habe ich mich am letzten Wochenende bereit erklärt, Standdienst auf dem Mobilitätsfestival in Karlsruhe zu übernehmen. Denn wenn man schon Mitglied in einem Verein ist, muss man auch ab und zu mal selbst aktiv mithelfen, sonst funktioniert das nicht.

Anscheinend hatten sich viele Radfahrer schon im Vorfeld schlau gemacht und wussten, dass der ADFC an diesem Wochenende Räder codieren würde. Dementsprechend groß war der Andrang. Allein drei bis vier Leute waren den ganzen Tag damit beschäftigt, die Daten der Räder / Besitzer aufzunehmen, Quittungen und Personalausweise mit den Angaben auf dem Codier-Auftrag zu vergleichen und die Codierung selbst vorzunehmen. Wer da allerdings gedacht hatte „der frühe Vogel fängt den Wurm“, lag leider falsch, denn viele Radfahrer hatten denselben Gedanken. Dementsprechend groß war das Gedränge am Samstag- und Sonntagmorgen. Aber Radfahrer sind ja in der Regel tiefenentspannt, wie dieses Ehepaar, das extra angereist war, um die nagelneuen Räder codieren zu lassen. Die Codierung selbst geht zwar schnell, ist aber nicht in einem Arbeitsgang getan und bisweilen etwas fummelig




Spendenübergabe

Gestern Nachmittag war Spendenübergabe auf dem Mobilitätsfestival in Karlsruhe. Die Aktion Karlsruher Spendenradeln war ein voller Erfolg. Knapp Hundert Radler sind wie ich ein paar Wochen mit ihren Radscheiben durch Karlsruhe gefahren und haben Werbung für die unterschiedlichsten Firmen gemacht. Die Firmen haben für jede Radscheibe 40 € gespendet. Es  konnten also einige Tausend Euro in Form von symbolischen Schecks an die einzelnen sozialen Einrichtungen übergeben werden.

Ich möchte an dieser Stelle denen danken und meine Hochachtung aussprechen, die gestern nicht als Offizielle auf der Bühne standen, nämlich den vielen ehrenamtlich tätigen Menschen vor Ort, die das Kostbarste geben, was wir haben, ihre Zeit. Sie sind es, die durch ihren unermüdlichen Einsatz dafür sorgen, dass das löchrig gewordene soziale Netz überhaupt noch hält. Ohne ihr Engagement gäbe es keine Tafeln, Hospize, Jugendwerkstätten und die vielen anderen sozialen Einrichtungen, an die gestern die Schecks verteilt wurden.




Wartungs- u. Reparaturkurs für Anfänger

Ich kann zwar einen Schlauch wechseln und weiß auch wann es Zeit wird, die Kette, die Bremsbeläge oder das Getriebeöl zu erneuern, habe aber – wenn man mal vom Schlauchwechsel absieht – keine dieser Reparatur- und Wartungsarbeiten je selbst durchgeführt. Ich war einfach zu bequem. Wozu hat man einen Mann, der handwerklich geschickt ist und sich noch dazu mit Fahrrädern auskennt! Kleinere Reparaturen – Schaltung einstellen oder Kette und Kassette wechseln – hat bis dato mein Mann durchgeführt. Wenn er keine Zeit hatte, habe ich meine Räder in die Werkstatt meines Vertrauens gebracht.

Aber wie heißt es so schön – selbst ist die Frau!

Als vor knapp zwei Wochen der ADFC seine neue Selbsthilfewerkstatt der Öffentlichkeit vorgestellt hat, war ich eigentlich nur da, weil ich neugierig auf den Werkzeugschrank war. Ihn bzw. das Werkzeug darin mal selbst auszuprobieren, war nicht mein Plan. Als aber Im Verlauf des Abends darauf hingewiesen wurde, dass bald ein Reparatur- und Wartungskurs stattfinden würde und nur noch wenige Plätze frei seien, habe ich mich spontan angemeldet. Wieso nicht mal selbst reparieren! So schwer kann das ja nicht sein. Auch nervt es mich schon lange, dass ich nach einem Schlauchwechsel beim Hinterrad immer unsicher bin, wo ich das Schaltwerk hin drücken muss, damit die Kette richtig um die beiden Umlenkrollen gelenkt wird. Sich mal nicht wie ein Volldepp fühlen hätte auch seinen Reiz.




Packster 40 – Probefahrt

Heute Morgen bin ich das Objekt meiner Begierde – den Packster 40 von Riese & Müller – in der Touring Version endlich Probe gefahren:

  • Bosch Performance CX Motor (max. Antriebsmoment: 75 Nm)
  • Shimano Deore 10-Gang Kettenschaltung
  • Hydraulische Tektro Scheibenbremsen
  • Bosch PowerPack 500 Performance, 36 V, 13,4 Ah/500Wh
  • Inkl. Carry Box

Wenn man mal von der Farbe absieht – mir gefällt der Packster in Rot besser – bin ich also genau eins der beiden Modelle gefahren, zwischen denen ich eigentlich geschwankt habe – der Version mit Kettenschaltung und der mit der Nuvinci Nabenschaltung.

Seitenansicht




Selbsthilfewerkstatt des ADFC Karlsruhe

Der ADFC Karlsruhe hat seine neue Selbsthilfewerkstatt der Öffentlichkeit vorgestellt. Wer jetzt an einen Raum mit Werkbänken und vielen Werkzeugen an der Wand denkt, der liegt falsch. Die Selbsthilfewerkstatt ist bei Licht betrachtet ein Werkzeugschrank. Finanziert wurde er durch Spendengelder.

Das Werkzeug, das man für kleinere Fahrradreparaturen und Wartungsarbeiten benötigt, befindet sich derzeit noch in einem Werkzeugkoffer. Das bleibt natürlich nicht so. Der ADFC hat nur noch keine passende Lochwand aus Holz gefunden, an der man das Werkzeug im Schrank festmachen könnte. Außerdem fehlen noch Kleinigkeiten, wie z.B. eine Ablagemöglichkeit oder ein Mülleimer. Manche Dinge fallen einem ja erst auf, wenn man tatsächlich mit ihnen arbeitet.

Wie ihr seht, lässt sich die Tür des Werkzeugschranks komplett nach unten klappen. Sie dient als Plattform für den stabilen Montageständer, damit der Boden des Raumes nicht in Mitleidenschaft gezogen wird.

Bei der Selbsthilfewerkstatt des ADFC liegt die Betonung auf SELBST. Der ADFC stellt lediglich den Raum und die Werkzeuge. Potentielle Nutzer der Werkstatt müssen die für eine Reparatur benötigten Ersatz- und Verschleißteile wie Schläuche, Bremsbeläge, Ketten etc. natürlich selbst mitbringen und die Reparaturen und Wartungsarbeiten auch selbst durchführen. Schließlich will man den ortsansässigen Fahrradgeschäften ja keine Konkurrenz machen. Nichts läge dem ADFC ferner. Zielgruppe ist also nicht der Laie mit zwei linken Händen, der nicht weiß wie man ein Rad aufpumpt, sondern vielmehr der Radinteressierte, der weiß, wie man einen Reifen wechselt oder eine Kurbel abzieht, aber weder das Werkzeug hat noch die Lust, bei Regen und Kälte draußen auf dem Bürgersteig vor seinem Rad zu knien.

Derzeit ist die Selbsthilfewerktstatt nur zu den normalen Öffnungszeiten des ADFC zugänglich: Mittwoch, 15:00 bis 18:00 Uhr. Das ist natürlich relativ übersichtlich und wahrscheinlich nicht das Zeitfenster, das ihr euch wünschen würdet. Aber habt ein wenig Geduld. Rom wurde auch nicht an einem Tag gebaut.

Ihr würdet kleinere Reparaturen gerne selbst durchführen, habt aber keine Ahnung wie ihr das machen sollt? Der ADFC Karlsruhe bietet nicht nur eine Selbsthilfewerkstatt für Kundige, sondern auch Reparaturkurse für Unkundige. Wenn ihr Glück habt und euch beeilt, ergattert ihr vielleicht noch einen der letzten freien Plätze.




Lastenrad vs. Lasten tragendes Rad

Auf der Eurobike 2017 habe ich mein Traum-Lastenrad gesehen, das Packster 40 von Riese & Müller.

Packster 40 von Riese & Müller

Online habe ich mein Wunschrad schon konfiguriert. Anfang nächsten Jahres kann ich es bei einem ortsansässigen Händler Probe fahren.

  • Bosch Performance CX Motor
  • Akku: Bosch PowerPack 500 Performance, 36 V, 13,4 Ah/500Wh
  • Shimano Deore 10-Gang-Kettenschaltung
  • Hydraulische Tektro Scheibenbremsen
  • Federgabel Suntour XCM32 20“
  • Carry System mit Persenning

Meine Entscheidung war eigentlich schon gefallen, …