Kategorie: Mein erstes Mal

Lastenkarle I:SY E-Cargo

Die Lastenrad-Initiative Karlsruhe – kurz Lastenkarle genannt – ist seit ein paar Wochen am Start. Noch funktioniert die Online Ausleihe zwar nicht, aber Rom wurde ja auch nicht an einem Tag erbaut. Aus der Presse wusste ich aber, dass das erste Lastenrad – Lastenkarle I:SY, ein sportliches einspuriges Lastenrad mit 250 W Hinterradantrieb von GO SWISS –  in Durlach für Interessierte zur kostenlosen Ausleihe bereit steht.

Dieses Lastenrad hatte ich bereits vor zwei Wochen für heute Vormittag gebucht.

i:SY e-Car:go mit 9-Gang Schaltung und GO SWISS Hinterradnabenmotor




NaturRADtour Karlsruhe

Morgen früh wird die neue  NaturRADtour Karlsruhe offiziell ihrer Bestimmung übergeben. Falls ihr noch nichts vorhabt, die Einweihungstour startet um 10 Uhr am Großherzog-Karl-Friedrich-Denkmal vor dem Schloss. Die Radrundstrecke verläuft um den Stadtkern herum, führt durch acht Naturschutzgebiete und zeigt eindrucksvoll, dass Karlsruhe eine Stadt im Grünen ist.

Diese Blätter zeigen euch den Weg

Ich wollte nicht so lange warten und bin die 42 Kilometer lange Radtour heute schon mal abgefahren. Offiziell ist Start und Ziel zwar am Schloss, aber bei einer Rundstrecke kann man natürlich auch an einer beliebigen Stelle einsteigen. Ich war neugierig auf die Strecke und die Beschilderung. Würde ich mich verfahren? Um es vorwegzunehmen, ja zweimal bin ich von der Strecke abgekommen, und zwar in Rintheim und am Hafen. Das lag aber nicht an der Beschilderung, sondern an meiner Interpretation. Doch beim Radfahren ist ja sowieso der Weg das Ziel.




Mit dem Rad zur Demo

Wer gestern zur Demo Karlsruhe zeigt Flagge gegen Rechts nach Durlach wollte, der kam entweder mit dem Rad oder zu Fuß. Der Durlacher Bahnhof sowie sämtliche Seitenstraßen zwischen der Pfinzstraße – hier verlief der Nazi-Aufmarsch – und der Pfinztalstraße – dies war die Strecke der Gegendemonstration – waren von rund 3000 schwerbewaffneten und in voller Montur gekleideten Polizisten aus ganz Deutschland hermetisch abgeriegelt. Mir taten diese Polizisten leid. Während wir mit kurzer Hose und T-Shirt im Schatten standen, mussten sie mit Helm, Schussweste, klobigen Stiefeln, Schienbeinprotektoren und wer weiß noch was darunter stundenlang in der Sonne stehen und sich dann auch noch von ein paar Idioten blöde Sprüche anhören. Ich möchte diesen Polizistinnen und Polizisten von hier aus meinen Dank und meine Hochachtung aussprechen.




Erschöpft vom Räder schauen

Ganz schön Drais – unter diesem Motto hat Karlsruhe an diesem langen Wochende die Laufmaschine, den Vorläufer des Fahrrads, gefeiert. An manchen Tagen musste man schon strategisch vorgehen, wenn man nichts verpassen wollte. Ich war bei Licht betrachtet nicht erschöpft vom Rad fahren, sondern vom Rad schauen.

Nehmen wir den Samstag – ein Tag gespickt mit Angeboten rund ums Rad. Das nenne ich Qual der Wahl. Wohin zuerst? Zum Schloss, zum Alten Schlachthof oder doch nach Durlach? Ich habe mich fürs Schloss entschieden, zumal der Stadtmarketing dort zu einem BloggerWalk geladen hatte. Ich habe zunächst mal den Flohmarkt für historische Räder besucht. Der hatte schon morgens um 7 seine Pforten geöffnet. Mein Fuhrpark ist zwar alles andere als historisch und ich bin auch nicht auf der Suche nach einer Karbid-Lampe oder einem netzartigen Kleiderschutz für mein hinteres Schutzblech, aber allein die neben dem Flohmarkt abgestellten Räder der Aussteller und Teilnehmer des Welttreffens der historischen Räder waren einen Gang über den Flohmarkt wert.

Hochrad aus Frankreich

Die Dame aus Frankreich posierte gerne fürs Foto. Sie schob das Hochrad gerade in Richtung Flohmarkt, als ich sie ansprach. Wir kamen ein wenig ins Gespräch. Auf meine Frage, ob es denn nicht beschwerlich sei, mit dem Kleid auf einem Hochrad zu fahren, schmunzelte sie und erzählte mir, dass nicht sie, sondern ihr Gatte das Hochrad fahren würde, sie dürfe es nur schieben.

Der Schlossplatz, auf dem der Flohmarkt stattfand, bot eine würdige Kulisse für die vielen historischen Räder.




Bloggerwalk auf den Spuren von Karl Drais

Bloggerwalk auf den Spuren von Karl Drais

Wie heißt es so schön – unverhofft kommt oft. Ich wurde eingeladen, an einem Bloggerwalk teilzunehmen, der morgen zu Ehren von Karl Drais von der Stadt Karlsruhe veranstaltet wird.

Wir nehmen euch mit auf einen spannenden Rundgang durch Karlsruhe auf den Spuren von Karl Drais. Wir besuchen die Wirkungsstätten des Fahrraderfinders und erfahren allerlei interessante Fakten zum Leben und Wirken des berühmten Karlsruhers.

Da bin ich doch mal gespannt, zumal es anschließend per Rad zum Fahrrad-Festival geht, das an diesem langen Wochenende auf dem Alten Schlachhof stattfindet. Und da wollte ich sowieso hin.




Veranstaltungstipp: Schwein gehabt

Unbedingt jetzt schon dick und fett im Terminkalender vormerken. Am kommenden Samstag, dem 20. Mai veranstaltet die ausgeschlachtet e.V. in Kooperation mit der Stadt Karlsruhe, dem  Kulturamt – Kulturbüro und der Karlsruher Fächer GmbH bereits zum vierten Mail die Kunst und Kulturnacht Schwein gehabt im Alten Schlachthof in Karlsruhe.

Kunst- und Kulturnacht am 20. Mai 2017 im Alten Schlachthof ab 18 Uhr

Auf dem Programm stehen neben jede Menge Kunst und Musik, Mode und Theater, Kurzfilmen und Lesungen, Livekaraoke und Tanz auch Schnupper-Vorführungen und Mitmachaktionen zum Jubiläum „200 Jahre Fahrrad“. Mit dem ersten upcycling Kunstbike, einem Soundbike und aktiven Kunstradfahrern gibt die Karlsruhe Event GmbH einen kleinen Vorgeschmack auf das am Wochenende darauf ebenfalls auf dem Schlachthof-Gelände im Rahmen der Heimattage stattfindende Drais-Wochenende.

Außerdem stellt sich die Offene Fahrradwerkstatt Bikes without Border vor. Bikes without borders stattet Flüchtlinge in und um Karlruhe günstig mit eigenen Fahrrädern aus. Das geht natürlich nicht ohne Spenden und die tatkräftige Mithilfe von Freiwilligen und der jeweiligen Flüchtlinge selbst. Dabei steht das Ermöglichen von Mobilität im Vordergund aber auch das gemeinsame Erlebnis und das sich Kennenlernen beim Reparieren. Wer mehr wissen will, schaut einfach bei der Werkstatt am Menschenrechtszentrum vorbei. Hier kann Fragen loswerden und an kleinen Upcycling-Events teilnehmen und so herausfinden, in was sich alte Fahrradteile noch verwandeln lassen.




Radfahren = gelebte Normalität?

Karlsruhe = heimliche Fahrradhauptstadt? so lautete der Titel meines letzten Blogbeitrages. Auf dem Fahrradportal – gefördert aus Mitteln zur Umsetzung des Nationalen Radverkehrsplans – war ich auf eine Seminarreihe der Fahrradakademie gestoßen mit dem Titel Deutschlands heimliche Fahrradhauptstädte (mit Exkursionselement).

Karlsruhe wird in dieser Seminarreihe als eine der drei heimlichen Fahrradhauptstädte genannt mit der Begründung bei uns sei Radfahren Normalität. Ich fahre bei jedem Wetter mit dem Rad zur Arbeit und für mich persönlich ist Radfahren in der Tat eine normale, alltägliche Art der Fortbewegung, aber dass Radfahren bei uns eine gelebte Normalität ist, wage ich zu bezweifeln. Für meine Skepsis sprechen u.a. auch die hohen Unfallzahlen, die unlängst veröffentlicht wurden. Meine weitere Begründung ist im Blogbeitrag nachzulesen.

Doch nur weil ich das denke, müssen das ja nicht alle Karlsruher so sehen. Also habe ich kurzerhand mal die Karlsruher Twitter-Gemeinde befragt, was sie von der These hält, dass Radfahren in Karlsruhe Normalität sei. Hier das absolut nicht repräsentative Endergebnis:

Im Gegensatz zu mir glauben 71 Prozent der Befragten, dass in Karlsruhe Radfahren bereits gelebte Normalität sei. Es gab zu dieser Umfrage und zum Blogbeitrag eine Reihe von Kommentare. Sich kritisch gegenüber der Situation der Radfahrer in Karlsruhe zu äußern sei Jammern auf hohem Niveau. In anderen Städten sei es doch viel schlimmer, sagen die einen. Nur weil es in anderen Städten schlimmer sei, hieße das ja nicht zwangsläufig, dass es bei uns nicht noch viel zu tun gäbe, sagen die anderen.

Interessant finde ich auch die Tendenz, dass insbesondere Radfahrer, die sommers wie winters mit dem Rad unterwegs sind und so locker im Jahr auf einige Tausend Kilometer Strecke kommen, sich kritisch geäußert haben. Doch die reinen Zahlen – wenn auch alles andere als repräsentativ – sprechen eine andere Sprache.

Bald werden die Ergebnisse des Fahrradklimatests für das Jahre 2016 veröffentlicht. Der ADFC-Fahrradklima-Test wird im 2-jährigen Rhythmus durchgeführt und ist die größte Befragung zum Radfahrklima weltweit. 2014 landete Karlsruhe vor Freiburg auf Platz 2 dieses Rankings. Ob wir im letzten Jahr ähnlich gut abgeschlossen haben, bleibt abzuwarten.

 




Turmbergomat – ein Selbstversuch

Kürzlich wurde in Durlach am Fuße des Turmbergs eine neue Zeitmessanlage enthüllt. Der Turmbergomat, wie die Macher der Anlage – die Stadt Karlsruhe und die Karlsruher Lemminge – ihn nennen, soll noch mehr Radfahrer und Läufer auf den Turmberg locken. Insgesamt 120 Höhenmeter und ca. 1,8 Kilometer muss man überwinden, um vom Fuße des Berges am Friedhof in Durlach bis zum Gipfel an der Turmbergstation zu gelangen. Ich habe mit meinem Trekkingrad mal einen Selbstversuch gestartet.




En Marche Europe

Gestern war ich mit dem ADFC auf einer proeuropäischen Kundgebung in Straßburg – natürlich mit dem Rad. Eingeladen hatte zu dieser Veranstaltung die von Emmanuel Macron gegründete Partei En Marche. Ich gehöre keiner Partei an und lasse mich normalerweise auch nicht vor einen parteipolitischen Karren spannen, aber da es um beides ging, ums Radfahren und dem europäischen Gedanken Einigkeit in Vielfalt Ausdruck zu verleihen, habe ich an dieser Aktion natürlich gerne teilgenommen.

Von Karlsruhe sind wir zunächst mit dem Zug nach Appenweier gefahren, von dort ging es mit dem Rad dann über Kehl nach Straßburg. Wenn man mal davon absieht, dass der Bahnhof, wo die Kundgebung beginnen sollte, für Radfahrer erst ausgeschildert ist, wenn man ihn schon sieht, ist Straßburg eine Stadt, die in den letzten Jahren viel Geld in die Infrastruktur gesteckt hat. Was sofort auffällt sind die vielen neuen Radwege und grünen Leihräder.

Vélhop – Viel genutztes Leihrad in Straßburg




Faltrad jetzt fit für den Frühling

Das schlechte Wetter gestern hatte auch seine guten Seiten, ich habe Dinge gemacht, die ich schon lange vor mir herschiebe – z.B. mein Faltrad aus der Versenkung holen und für die erste größere Tour herrichten:

Mein Faltrad – geputzt, geölt und neu eingestellt

Mit einem Rad, mit dem man selten fährt, verhält es sich wie mit einem Zimmer, in dem niemand wohnt – es wird trotzdem staubig und irgendwelche Heinzelmännchen haben was an ihm verstellt. Wenn ihr auch ein Faltrad besitzt, habt ihr vielleicht ähnliche Erfahrungen gemacht. Jeder Zweite, der an meinem Kleinen Schwarzen vorbeigeht, meint er müsse doch mal schauen, wie man den Lenker verstellt und umlegt oder schlimmer noch, wie man das Rad zusammenklappt. Ich habe das Gefühl, dass ich mein Faltrad nie so vorfinde, wie ich es verlassen habe.