Kategorie: Lifestyle

Zweiundvierzig

Ihr habt auch noch Fragen zur heute in Kraft tretenden Datenschutz-Grundverordnung (DSVGO).

Don’t panic!

Die Antwort findet sich, wie wir ja alle wissen, im Buch „Per Anhalter durch die Galaxis“ von Douglas Adams. Sie lautet „42“!

Da so ein Handtuch ein Utensil ist, das man eigentlich immer dabei haben sollte, werde ich es heute Abend auch gleich mit zur Critical Mass in Karlsruhe mitnehmen. Start wie immer um 18 Uhr auf dem Kronenplatz.




Fahrradsättel

Wie heißt es so schön, auf jeden Topf passt auch ein Deckel. Genauso verhält es sich mit Fahrradsätteln. Es gibt nichts, was es nicht gibt. Es gibt weiche Sättel und harte, schmale und breite, mit Entlastungsöffnung und ohne, aus Leder, Kautschuk oder Kunststoff. Die Farben Braun und Schwarz dominieren. Wer seinen Sattel farblich aufpeppen oder gegen Regen schützen will, stülpt einen Sattelschutz darüber und wem der Sattel zu hart oder zu kalt ist, greift zum Lammfell-Schoner. Jedem Tierchen sein Pläsierchen!

 




Wer zuerst kommt

… mahlt zuerst oder fährt die meisten Lastenräder auf der Karlsruher Cargo-Bike Roadshow. Ich bin bekannt dafür, dass ich tendenziell eher zu früh als zu spät zu einer Veranstaltung komme. Das hat Vor- und Nachteile. Heute hat sich diese Angewohnheit ausbezahlt. Als ich kurz nach 13 Uhr zur Lastenrad Roadshow kam, hatten die Verantwortlichen bereits alles aufgebaut und waren bereit, jedem Interessierten mit Rat/Rad und Tat zur Seite zu stehen, obwohl die Veranstaltung eigentlich erst um 14 Uhr beginnen sollte.

Der Fuhrpark der Cargo-Bike Roadshow kann sich wahrlich sehen lassen:




Spendenradeln – Tue Gutes und rede darüber

Meine Firma macht mit beim Karlsruher Spendenradeln. Was hat es damit auf sich?

Die Initiatoren wollen

Karlsruher Unternehmen und Radfahrer, die Stadtverwaltung sowie lokale und regionale Medien zusammenbringen, um Karlsruher Vereine und soziale Einrichtungen zu unterstützen.

Wie funktioniert das genau? Ganz einfach – die teilnehmenden Unternehmen spenden pro Rad und Radscheibe 40 € an eine soziale Einrichtung in Karlsruhe und bezahlen weitere 40 € für jeweils ein kreisrundes Fahrrad-Display mit ihrem Firmenlogo. Befestigt wird die „Scheibe“ im Vorderrad eines Fahrrades. Jeder Radfahrer, der Lust hat auf diese Art und Weise Werbung für eine Firma zu machen, kann sich online bei den Organisatoren melden. Er nimmt automatisch an einer Verlosung teil. Die Nachfrage ist groß, es könnte also sein, dass derzeit keine Radscheiben zur Verfügung stehen.

Ich betreibe also derzeit Werbung für meinen Arbeitgeber und die Aktion selbst, indem ich das mache, was ich sowieso machen würde – ich fahre mit dem Rad zur Arbeit und zum Einkaufen und unternehme am Wochenende die eine oder andere Fahrradtour in und um Karlsruhe herum.

Eins ist jetzt schon sicher – die Scheibe im Laufrad vorne erregt Aufmerksamkeit. Die Leute verdrehen automatisch die Köpfe, wenn ich an einer Kreuzung halte, um besser lesen zu können, was auf der Scheibe steht. Und genau das ist ja Sinn und Zweck der Sache – Aufmerksamkeit erregen!

Ich finde die Idee gut – Unternehmen werben für sich und spenden zugleich. Als Radfahrer übernehme ich den aktiven Part der Außenwerbung. Ich hoffe natürlich im Stillen, dadurch weitere Teilnehmer für die Aktion gewinnen zu können, damit möglichst viele Spenden zusammenkommen.

Wieso macht ihr nicht auch mit? Fragt euren Arbeitgeber oder überlegt, für wen ihr sonst guten Gewissens Werbung machen würdet. Letztendlich dient es einem guten Zweck.
Ich könnte mir zum Beispiel gut vorstellen, auf diese Weise Werbung für meinen Lieblings-Bäcker oder den Schrauber, Optiker, Schreiner meines Vertrauens zu machen. Es gibt so viele kleine Handwerksbetriebe und Geschäfte in der Stadt, die einen Superjob machen, denen vielleicht nur ein bisschen Außenwerbung für mehr Laufkundschaft fehlt.

Warum tut nicht auch ihr Gutes und redet darüber!




Nachruf auf eine starke Frau

Freud und Leid liegen ja bekanntlich dicht zusammen. So auch in meiner Familie. Ostern haben wir noch alle den runden Geburtstag meiner Mutter gefeiert, knapp eine Woche später ist meine Tante im Alter von 96 Jahren gestorben. Für mich ist es immer noch unfassbar, dass diese toughe Frau nicht mehr unter uns weilt. Trotz ihres hohen Alters schien sie irgendwie immer unverwüstlich. Sie war ein Fels in der Brandung, geistig fit, stets fröhlich und nie ernstlich krank. Zumindest hat sie nie viel Aufhebens darum gemacht.

Was war ihr Erfolgsgeheimnis? Sie selbst würde jetzt sagen jeden Tag ein halbes Pfund Quark.




Banff-Filmtour 2018

Die Banff-Filmtour macht am 22. April Halt in der Karlsruher Schauburg. Wer sich dieses Highlight nicht entgehen lassen möchte, sollte sich schon jetzt Tickets sichern. Das Banff Mountain Film and Book Festival ist eines der renommiertesten Outdoorfilmfestivals der Welt. Die besten Filme dieses Festivals werden auf der Banff-Filmtour gezeigt. Hier der atemberaubende Trailer zum Einstimmen.

Unter anderem mit dabei der Film The Frozen Road von Ben Page. der mit seinem Rad allein den Nordwesten Kanadas durchquert hat. Einsamer geht es wohl kaum noch. Welche Filme euch u.a. erwarten findet ihr hier. Ob die Banff-Filmtour auch in eurer Stadt Station macht, könnt ihr hier herausfinden.




Radfahreralltag 2

Radfahren macht Spaß, sonst würde ich es nicht machen. Da können sich auch noch so viele Falschparker auf den Radwegen tummeln, ich werde auch weiterhin mit dem Rad zur Arbeit fahren, einkaufen und die Gegend erkunden. Ja, wenn ihr mich fragt, Radfahren macht fast ein wenig süchtig. Das sehe ich genauso wie Christine Lehmann. Wer einmal damit angefangen hat, kann nur schwerlich wieder damit aufhören.
Letztes Jahr bin ich nur einen einzigen Tag nicht mit dem Rad zur Arbeit gefahren, weil ich mein Auto zum TÜV bringen musste. Ich bin dann zwar mit dem Faltrad von der Werkstatt ins Büro geradelt, aber mir hat definitiv etwas gefehlt:

  • Frische Luft
  • Körperliche Aktivität
  • Natur

Wer mit dem Auto unterwegs ist, weiß gar nicht, was er alles verpasst. Gerade jetzt im Frühling verändert sich die Natur fast täglich. Allein die Gerüche, wenn ich durch den Oberwald fahre – erst Anemonen soweit das Auge reicht, dann Bärlauch. Jedes Jahr das gleiche Schauspiel! Ich möchte es einfach nicht missen.

Anemonen soweit das Auge reicht

Was meinen Arbeitsweg anbetrifft, ist der Weg das Ziel. Ich fahre nicht die kürzeste Strecke nach Knielingen – ca. 15 Kilometer mitten durch die Stadt – sondern die schönere Route über Hohenwettersbach, durch den Oberwald und an der Alb lang (knapp 19 Kilometer).

Wir Karlsruher können uns echt glücklich schätzen. Mehrere Grüne Lungen mit gut ausgebauten Geh- und Radwegen durchziehen unser Stadtgebiet.

  • Von Bulach komme ich immer an der Alb lang bis zum Rhein
  • Der Oberwald südlich der Innenstadt liegt zwischen der Südtangente, Dammerstock und Rüppurr
  • Der Hardtwald erstreckt sich vom Schlossgarten bis nach Linkenheim

Wer sich auskennt und bereit ist, auch mal den einen oder anderen Umweg in Kauf zu nehmen, erreicht viele Stadtteile per Rad, ohne an einer viel befahrenen Straße entlang fahren zu müssen. Wie gesagt, bei mir ist der Weg das Ziel. Andere fahren nach der Arbeit mit dem Auto ins Fitness-Studio, um sich auszutoben. Ich habe mein Workout schon hinter mir, wenn ich zu Hause ankomme.




Der Film zum Sonntag

Das Gute vorweg – das Video „Mt. Wilson – Los Angeles“ ist kein von Red Bull gesponserter Film mit Musikuntermalung. Er wird vom Downhiller Alex Chamberlin während der Fahrt kommentiert, der auch den Anstand hat, unterwegs mal vor Anstrengung laut zu atmen. In manchen Videos hat man ja sonst den Eindruck, dass Downhill fahren ein Kinderspiel wäre.
Seit ich selbst eine Kamera am Rad montiert habe weiß ich zwar, dass vieles in der Realität gar nicht so spektakulär war wie es hinterher im Film den Anschein hat, aber dennoch – wer gut 20 Kilometer voller Konzentration den Berg herunter fahren kann und dabei über 1500 Höhenmeter überwindet, der versteht sein Handwerk. Der Film zeigt auch gut welche Belastungen so ein Downhill MTB aushalten muss. Hier lohnt die Investition in gescheites Material.  Man sieht ebenfalls womit man beim Downhillen immer rechnen muss: plötzlich auftauchende Hindernisse auf der Strecke in Form von Wanderern und Joggern. Das ist natürlich mega-gefährlich. Zumal wenn die den Weg versperren wie Eichen.

Typisch für den englischen Sprachgebrauch fand ich auch Aussagen wie … oh, this is interesting! bei einer gefährlichen Stelle oder … oh, this is sick! bei einer wie ich fand extrem schweren Passage.

Schaut euch den Film doch einfach mal von vorne bis hinten an.




Rad fahren verlernt man nicht

Rad fahren verlernt man nicht, so heißt es jedenfalls landläufig. Ob das auch aufs Einrad fahren zutrifft? Seit gestern schleiche ich um das Einrad meiner Ältesten. Soll ich es noch mal probieren? In mir streiten zwei Seelen.

Lass es, sagt die eine Stimme, du bist schließlich nicht mehr die Jüngste!

Sei kein Feigling, versuche es wenigstens, erwidert die andere.

No risk no fun! Hoffentlich werden das keine famous last words …

 

Nachtrag: Auch das Einrad fahren verlernt man nicht 🙂 Ich habe bei uns auf dem Flur den Teppich zur Seite gerollt und es gewagt. Die Angst fuhr zunächst mit, aber erstaunlicherweise kann man auch nach Jahren noch auf ein Einrad steigen und weiß instinktiv wie es geht.


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Only bad news are good news

Radfahrer vs. Autofahrer – es gibt derzeit kaum ein Thema, das martialischer in der Presse behandelt wird als dieses.

  • Krieg auf der Straße (SAT1)
  • Der Fahrradkrieg: Kampf um die Straßen (NDR)
  • Radfahrer gegen Autofahrer – Der tägliche Verkehrskrieg in Berlin (Tagesspiegel)
  • Es herrscht Krieg auf deutschen Straßen (Deutschlandfunk Nova)
  • Radfahrer gegen Autofahrer – Duell auf Bremens Straßen (BILD)

Um mediale Aufmerksamkeit zu bekommen, kann das Vokabular gar nicht kämpferisch genug sein. Angesichts solcher Überschriften könnte man meinen, dass alle Verkehrsteilnehmer bis an die Zähne bewaffnet unterwegs sind. Alle Radfahrer sind Rowdys, Rambos oder Kampfradler und Autofahrer sind Drängler und Falschparker und grundsätzlich zu schnell und immer mit einem SUV unterwegs. Die Fronten scheinen verhärtet. Aber sind sie das wirklich? Wenn es so wäre, würde ich mich nur noch nachts, wenn alle schlafen, mit dem Rad aus dem Haus trauen.