Kategorie: Lifestyle

Mit dem Faltrad in Kiel

Das Rad ist das mit Abstand beste Fortbewegungsmittel, um eine fremde Stadt zu erkunden. Man ist mobil, flexibel und kann jederzeit spontan Halt machen, wo es einem gefällt. Stau und Parkplatzsuche sind Fremdwörter für Radfahrer. Ich habe das Faltrad für mein verlängertes Wochenende gewählt, weil es in mein kleines Auto passt. Ich hätte natürlich auch mit dem Zug von Karlsruhe nach Kiel fahren können, das ist normalerweise schneller und stressfreier, aber Sturm Xavier hat mir einen Strich durch die Rechnung gemacht. Außerdem brauchte mein Fiat 500 (3 Jahre alt, 6200 km gefahren) ein wenig Auslauf. Wieso ich ein Auto habe? Ehrlich gesagt, weiß ich das selbst nicht mehr, aber das steht auf einem anderen Blatt.

Vier Tage Kiel per Rad und zu Fuß, hier meine Eindrücke:

Das Wetter war abgesehen vom Sonntag zwar nicht so strahlend schön wie im Rest der Republik, aber zumindest hat es nicht nonstop geregnet. Mit anderen Worten: it could have been worse!

Die Radwegsbeschilderung in Kiel ist gut, man müsste sie nur lesen können.

Verdreckte und kaum lesbare Radweg Schilder




Schizophrenie des Alltags

Der Mensch ist schon irgendwie merkwürdig. Um etwas für seine Gesundheit zu tun, setzt er sich nach Feierabend ins Auto, fährt ins Fitness-Studio und schwingt sich dort auf den Ergometer.

Das nachfolgende Bild bringt dieses absurde Verhalten auf den Punkt.

Quelle: Twitter, 21st Century City

Wieso kompliziert, wenn es auch einfach geht. Lasst das Auto ab und zu mal stehen und fahrt mit dem Rad. Da spart ihr nicht nur Geld fürs Fitness-Studio, ihr seid an der frischen Luft und tut ganz nebenbei auch noch was für die Umwelt.




Räder – Reine Fortbewegungsmittel?

Räder sind nicht nur geniale Fortbewegungsmittel. Selbst ausgemustert sind sie noch zu gebrauchen, z.B. als Hinweisschild oder zur Verschönerung des Gartens. Es könnte ja sein, dass der eine oder andere von euch noch Anregungen braucht 🙂

Per Rad die Urlaubsregion erkunden




Gut gehalten!

No, I’m not fishing for compliments, das „Gut gehalten!“ bezieht sich auf mein Laufshirt von Asics.
Derzeit sind wir auf Rügen und meine Tochter begleitet mich auf die eine oder andere Runde am Strand oder an der Schabe entlang.

Hast du das Laufshirt nicht schon eine Ewigkeit?

Qualitätsware zahlt sich aus

Wir haben Ahnenforschung betrieben. Meine Tochter hat recht – wir konnten das Laufshirt zurückverfolgen bis ins Jahr 2001. Ich habe es auf unzähligen Laufveranstaltungen getragen und es wurde bestimmt schon tausend Mal gewaschen. Es „mufft“ nicht, es ist nicht löchrig und die Nähte sind noch top.

Was lernen wir aus der Geschichte?

  • Alte Sachen nicht wegwerfen, nur weil sie alt sind.
  • Billig ist nicht unbedingt günstig.
  • Teuer kann sehr preiswert sein!



Mamataxi? Papataxi!

Vis à vis von meinem Elternhaus ist der ortsansässige Kindergarten. Früher befand sich in dem Gebäude die Dorfschule, heute tummeln sich dort Kinder im Alter von 1 – 6 Jahren. Von unserer Küche aus hat man einen guten Überblick über das Kommen und Gehen.
Das Dorf, in dem ich groß geworden bin, hat etwas mehr als 1000 Einwohner. Der größte Arbeitgeber in der Nähe – Dodenhof, die Einkaufsstadt, die alles hat – ist 5 Kilometer, die Kreisstadt 15 Kilometer entfernt und Bremen erreicht man über die AB in ca. einer halben Stunde, wenn nicht gerade Stau ist, was eigentlich immer der Fall ist.
Im Dorf haben sich viele junge Familien angesiedelt. Die Geburtenrate ist dementsprechend hoch und der Kindergarten platzt aus allen Nähten.

Heute Morgen habe ich vom Frühstückstisch aus mal gezählt, wie die Kinder gebracht werden. Es hat leicht geregnet. Meine Zählung ist natürlich alles andere als repräsentativ, aber man bekommt eine ungefähre Vorstellung davon, was sich morgens und mittags vor den Kindergärten kleiner Dörfer so abspielt.

Gezählt habe ich die Erwachsenen, nicht die Kinder. Viele Eltern haben nämlich nicht nur ein, sondern zwei und mehr Kinder gebracht.

  • Zu Fuß: 2
  • Mit dem Rad: 11
  • Mit dem Auto: 21

Was auffiel war der hohe Männeranteil. Mehr als die Hälfte der Erwachsenen, die mit dem Auto ihre Kinder brachten, waren männlich und wenn man mal von der Kleidung ausgeht, auf dem Weg zur Arbeit. Mit dem Rad kamen 10 Frauen und ein Mann. Zwei Mütter/Omas brachten den Nachwuchs zu Fuß zum Kindergarten.

Beim Abholen mittags sah das Bild anders aus. Gerade mal drei männliche Abholer, ansonsten Frauen. Da es angefangen hatte, stark zu regnen, kamen bis auf zwei Ausnahmen alle mit dem Auto angefahren. Die Räder der Kinder wurden im Kofferraum verstaut und es herrschte Chaos beim Ein- / Ausparken.

Man muss dazu sagen, dass die Kinder nicht allein in den Kindergarten gehen dürfen. Sie müssen bis zur Tür gebracht und dort auch wieder in Empfang genommen werden. Da alle gleichzeitig kommen und gehen, herrscht natürlich Chaos, wenn die Mehrheit mit dem PKW kommt.

Der Kindergarten soll vergrößert werden. Die Parkplätze direkt vor der Tür fallen dann weg. Bin mal gespannt, was sich dann hier für Szenen abspielen.




Nur Fliegen ist schöner

Tricks der Dirt Jumper auf der Eurobike 2017

Nicht nur in den Messehallen der Eurobike wurde viel geboten, auch auf dem Außengelände gab es das eine oder andere zu bestauen oder auszuprobieren.

Wie man sieht, war das Wetter nicht besonders prickelnd. Die Show der hochkarätigen Fahrer musste daher am Freitag oft unterbrochen werden. Aber trotz widriger Witterungsverhältnisse wurden spektakuläre Tricks vorgeführt. Ich bewundere den Mut und die Körperbeherrschung der Fahrer. Hut ab!

 




Bild der Woche

Die Post macht es vor

E-Lastenrad der Post

Egal, ob mit Antrieb oder ohne, die Post setzt bei der Briefzustellung verstärkt aufs Fahrrad.

Vorteile:

  • Parkplatz direkt vor der Haustür des Kunden
  • Kostengünstig
  • Flexibel
  • Umweltfreundlich
  • Und für den Zusteller selbst gibt es Bewegung an frischer Luft gratis.



Falschparker Potpourri

Morgen beginnt eine neue Arbeitswoche. Hier schon mal zur Einstimmung meine „schönsten“ Falschparker Fotos.




Mit dem Rad zur Arbeit

Es heißt ja immer „traue nie einer Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast“. Aber Statistiken, die mir ins Wort reden, bin ich geneigt, auch zu glauben, obwohl sie nur einen Teil der Zahlen präsentieren. Wieso? Weil!

Safer on a bike

Rein statistisch gesehen ist es also auf dem Rad sicherer als auf dem Sofa

Übrigens ist es noch nicht zu spät, bei der Aktion Mit dem Rad zur Arbeit teilzunehmen. Sie läuft noch bis Ende August. Und wer an mindestens 20 Arbeitstagen per Rad zur Arbeit fährt, kann attraktive Preise gewinnen. Aber gewinnen tut man ja sowieso, nämlich Bewegung an frischer Luft und eine stress- und staufreie Fahrt zur Arbeit. Wozu nach Feierabend ins Fitness-Studio hetzen und auf dem Ergometer schwitzen, wenn man denselben sportlichen Effekt auch kostenlos haben kann, indem man gemütlich mit dem Rad zur Arbeit fährt.

 

 




Du bist schuld, wenn ich nicht abnehme

so mein Mann scherzhaft am Wochenende während wir gemütlich bei Tisch sitzen. Das könnte man zumindest einer Studie entnehmen, die unlängst im Spiegel veröffentlicht wurde, wenn man lediglich einen kleinen Textabschnitt heranzieht:

Demnach sind weniger Menschen in den Ländern übergewichtig, in denen die Untersuchten an jedem Tag in etwa gleich viele Schritte zurücklegen. Ist die Spreizung bei den Schrittzahlen dagegen besonders hoch, steigt die Gefahr für starkes Übergewicht. Das passiert beispielsweise, wenn einige fast nie zu Fuß gehen und sich andere dagegen besonders viel bewegen.

Es wundert eigentlich kaum, dass die USA im internationalen Vergleich mit etwa 4774 Schritten pro Tag auf den hinteren Plätzen liegen. Hier ist die Lücke zwischen Menschen, die sich besonders viel bewegen und solchen, die kaum zu Fuß gehen, besonders hoch. Auch beim starken Übergewicht liegen die USA an der Spitze.

Wenn die Familie der Mikrokosmos eines Landes ist und ich ein extrem bewegungsreiches Leben führe, dann hat meine Familie es rein statistisch gesehen natürlich nicht leicht.

Aber muss ich mir deshalb irgendwelche Schuldgefühle aufbürden? Ich glaube kaum! Nur weil ich mich viel bewege, halte ich ja andere nicht automatisch davon ab, sich ebenfalls zu bewegen. Im Gegenteil, ich könnte ja als positives Beispiel dienen. Auch komme ich weder erschöpft noch deprimiert oder sonst wie negativ gestimmt von einer sportlichen Aktivität nach Hause. Das Gegenteil ist der Fall.

Trotzdem haben wir bei Tisch lebhaft diskutiert, was wäre, wenn der Umkehrschluss funktionieren würde – ich bewege mich weniger, damit wir alle in etwa gleich viele Schritte zurücklegen und der Rest der Familie nimmt dadurch automatisch ab.

Träumt weiter!