Kategorie: Lifestyle

Falschparker Potpourri

Morgen beginnt eine neue Arbeitswoche. Hier schon mal zur Einstimmung meine „schönsten“ Falschparker Fotos.




Mit dem Rad zur Arbeit

Es heißt ja immer „traue nie einer Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast“. Aber Statistiken, die mir ins Wort reden, bin ich geneigt, auch zu glauben, obwohl sie nur einen Teil der Zahlen präsentieren. Wieso? Weil!

Safer on a bike

Rein statistisch gesehen ist es also auf dem Rad sicherer als auf dem Sofa

Übrigens ist es noch nicht zu spät, bei der Aktion Mit dem Rad zur Arbeit teilzunehmen. Sie läuft noch bis Ende August. Und wer an mindestens 20 Arbeitstagen per Rad zur Arbeit fährt, kann attraktive Preise gewinnen. Aber gewinnen tut man ja sowieso, nämlich Bewegung an frischer Luft und eine stress- und staufreie Fahrt zur Arbeit. Wozu nach Feierabend ins Fitness-Studio hetzen und auf dem Ergometer schwitzen, wenn man denselben sportlichen Effekt auch kostenlos haben kann, indem man gemütlich mit dem Rad zur Arbeit fährt.

 

 




Du bist schuld, wenn ich nicht abnehme

so mein Mann scherzhaft am Wochenende während wir gemütlich bei Tisch sitzen. Das könnte man zumindest einer Studie entnehmen, die unlängst im Spiegel veröffentlicht wurde, wenn man lediglich einen kleinen Textabschnitt heranzieht:

Demnach sind weniger Menschen in den Ländern übergewichtig, in denen die Untersuchten an jedem Tag in etwa gleich viele Schritte zurücklegen. Ist die Spreizung bei den Schrittzahlen dagegen besonders hoch, steigt die Gefahr für starkes Übergewicht. Das passiert beispielsweise, wenn einige fast nie zu Fuß gehen und sich andere dagegen besonders viel bewegen.

Es wundert eigentlich kaum, dass die USA im internationalen Vergleich mit etwa 4774 Schritten pro Tag auf den hinteren Plätzen liegen. Hier ist die Lücke zwischen Menschen, die sich besonders viel bewegen und solchen, die kaum zu Fuß gehen, besonders hoch. Auch beim starken Übergewicht liegen die USA an der Spitze.

Wenn die Familie der Mikrokosmos eines Landes ist und ich ein extrem bewegungsreiches Leben führe, dann hat meine Familie es rein statistisch gesehen natürlich nicht leicht.

Aber muss ich mir deshalb irgendwelche Schuldgefühle aufbürden? Ich glaube kaum! Nur weil ich mich viel bewege, halte ich ja andere nicht automatisch davon ab, sich ebenfalls zu bewegen. Im Gegenteil, ich könnte ja als positives Beispiel dienen. Auch komme ich weder erschöpft noch deprimiert oder sonst wie negativ gestimmt von einer sportlichen Aktivität nach Hause. Das Gegenteil ist der Fall.

Trotzdem haben wir bei Tisch lebhaft diskutiert, was wäre, wenn der Umkehrschluss funktionieren würde – ich bewege mich weniger, damit wir alle in etwa gleich viele Schritte zurücklegen und der Rest der Familie nimmt dadurch automatisch ab.

Träumt weiter!

 

 




Tandem fahren – wäre das was für mich?

Diese Frage habe ich mir natürlich sofort gestellt, als Tandem On Tour vor gut drei Wochen den ersten Bericht über ihre Reise durch den Kaukasus hier veröffentlicht haben. Achtung, Spoiler – nein, das wäre absolut nichts für mich. Ich glaube, dass ich weder als Captain noch als Stoker hinter dem Captain eine gute Figur abgeben würde. Mir fällt spontan einfach niemand ein, mit dem ich auf einem Tandem ein harmonisches Ganzes bilden würde.

Eins ist sicher, der Platz hinten wäre bestimmt nichts für mich. Das behaupte ich jetzt mal mit dem Brustton der Überzeugung, ohne jemals auf einem Tandem gefahren zu sein. Die Vorstellung, ständig auf den Rücken des Vordermanns blicken zu müssen, einfach schrecklich. Ich liebe es, wenn mir beim Radfahren der Fahrtwind ins Gesicht bläst und ich alles im Blick habe, was von vorne und von den Seiten naht. Als Stoker müsste ich darauf verzichten, ja ich müsste mich komplett auf den Captain verlassen. Ich könnte lediglich in die Pedale treten, würde nicht sehen, was von vorne kommt und könnte weder bremsen noch lenken. Danke, aber nein danke! Das wäre nichts für mich. Das Argument, als Beifahrer in einem Auto sei ich ja auch auf Gedeih und Verderb dem fahrerischen Können des Fahrzeuglenkers ausgeliefert, lasse ich nur zum Teil gelten, denn als Beifahrer habe ich zumindest freien Blick nach vorne und zur Seite. Und Radfahren ist für mich vieles – Sport, Entspannung, Bewegung an frischer Luft und Frustabbau, während es mir im Auto lediglich darum geht von A nach B zu kommen.




Garmin Vivoactive HR

Mein Mann hat mir seine Fitnessuhr vermacht, die neue Garmin Vivoactive HR. Er hatte sie sich letztes Jahr im Dezember als Ersatz für die Fitbit gekauft, weil er die Zahlen auf dem schmalen Display der Fitbit ohne Lesebrille nicht mehr erkennen konnte. Ja, Kinder, alt werden ist kein Zuckerschlecken. Doch das steht auf einem anderen Blatt. Die Garmin hat nach ein paar Monaten den Geist aufgegeben. Er hat sie über den Händler, bei dem er sie gekauft hat, einschicken lassen und von Garmin anstandslos ein nigelnagelneues Exemplar erhalten. So stellt man sich eine Garantiebearbeitung als Endverbraucher vor!

Da mein Mann aber mittlerweile seine Liebe zur Fitbit wiedergewonnen hat, bin ich jetzt stolze Besitzerin eines Fitness-Trackers, den ich ob seines knappen Befehlstons „Feldwebel“ getauft habe.




Tandem on Tour in Aserbaidschan

Die Einreise nach Aserbaidschan geht problemlos. Wir fahren im Norden über Lagodekhi ins Land. Was wird uns in Aserbaidschan erwarten? Anders als im christlichen Georgien, das sich zu Europa zugehörig fühlt, befinden wir uns hier in einem islamischen Land und am Rande Asiens. Meine Befürchtungen, dass ich hier besser nicht in kurzer Radbekleidung fahren sollte, werden sich nicht bestätigen. Ein Einheimischer versichert mir, dass das völlig in Ordnung sei. Überhaupt nehmen wir die Religionen nur am Rande wahr. Es gibt natürlich viele Moscheen, einen Muezzin, der zum Gebet ruft, hören wir jedoch nur gelegentlich.

Auf dem Weg nach Baku




Lastenkarle I:SY E-Cargo

Die Lastenrad-Initiative Karlsruhe – kurz Lastenkarle genannt – ist seit ein paar Wochen am Start. Noch funktioniert die Online Ausleihe zwar nicht, aber Rom wurde ja auch nicht an einem Tag erbaut. Aus der Presse wusste ich aber, dass das erste Lastenrad – Lastenkarle I:SY, ein sportliches einspuriges Lastenrad mit 250 W Hinterradantrieb von GO SWISS –  in Durlach für Interessierte zur kostenlosen Ausleihe bereit steht.

Dieses Lastenrad hatte ich bereits vor zwei Wochen für heute Vormittag gebucht.

i:SY e-Car:go mit 9-Gang Schaltung und GO SWISS Hinterradnabenmotor




Nachlese zur CM im Juni

Es gibt immer wieder Momente, in denen ich froh bin, dass ich mich nicht auf Facebook tummle. So gehen Kommentare wie diese Gott sei Dank an mir vorbei, es sei denn man weist mich explizit darauf hin:

Kommentar auf Facebook zur Critical Mass in Karlsruhe

Ich weiß nicht, wer diese Dame ist. Wenn ich sie wäre, würde ich zunächst mal mein Profilbild überdenken, aber das steht auf einem anderen Blatt. Frau Röder Pörings hat nie an einer Critical Mass in Karlsruhe teilgenommen und war auch nie bei einer Vorbesprechung in der Geschäftsstelle des ADFC. Um so mehr erstaunt mich ihre Aussage:

Solange die Critical Mass oberlehrerhaft, autokraktisch und mit Nähe zum ADFC auf dem Niveau eines Hasenzüchtervereins geführt wird. solange wird die Teilnehmerzahl sich nicht wesentlich erhöhen (…) Gleiches gilt für die CM-Treffen im BUZO (…). Kritische Fragen sind dort unerwünscht, Mitbestimmung ist nicht wirklich vorgesehen.

Ich frage mich woher sie das weiß, obwohl sie nie dabei war? Wie kackfrech muss ich sein, mir ein Urteil zu erlauben und dies auch noch auf sozialen Plattformen wie Facebook zu veröffentlichen, wenn ich weder bei einer Critical Mass mitgefahren bin noch bei einer Sitzung dabei war?

Kommen wir zu den Fakten der letzten Critical Mass:

108 Teilnehmer, extrem viele Velomobile (irgendwo muss ein Nest sein), kurzer Regenguss zu Anfang, lockere Atmosphäre und vier motorisierte Polizisten als Begleitung. Der Streckenverlauf wurde durchweg positiv bewertet.

Hier noch ein paar Impressionen:

Velomobil Treffen auf der Critical Mass in Karlsruhe

Regelmäßig dabei, der VCD

 




Tandem on Tour – das Kaukasus-Abenteuer beginnt

Angekommen. Der kleine aber nagelneue Flughafen in Kutaisi spuckt unser Tandem, das Paket mit dem Hänger und die Packtaschen unbeschädigt aus. Als eingespieltes Team haben wir zügig alles in fahrbereiten Zustand montiert. Die erste Nacht werden wir in Kutaisi verbringen. Auch wenn sich der Hostel-Wirt anfangs etwas sperrt, gelingt es uns schließlich doch noch, das Rad sicher im Gebäude unterzustellen.
Unsere Route soll uns zunächst nach Tiflis führen, wo wir bereits eine Unterkunft durch das Servas-Netzwerk klargemacht haben.

Das Straßenangebot in Georgien ist nicht von großer Auswahl. Auf der Karte eingezeichnete Nebenstraßen sind meist holprige Schotterpisten.

Schotterpiste




Bild der Woche

Angesichts der tropischen Temperaturen beim B2Run in Karlsruhe nenne ich dies Verschwendung von Lebensmitteln und wichtigen Mineralstoffen für die anderen Läufer des Mixed Teams von fahrrad24:

Marketing hat keine Chance – der Chef ist auch für die Bierdusche zu schnell (Bild: B2Run Karlsruhe)