Radelblog

Das Rad – Fortbewegungsmittel und Lebensgefühl zugleich

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Angebot und Nachfrage

Einen Platten bekommt man nach Murphy immer dann, wenn man keinen Ersatzschlauch zur Hand hat – am Wochenende oder nach Feierabend. Deshalb gibt es von Schwalbe und Continental Schlauch-Automaten. Man erkennt sie schon von Weitem an ihrer hellblauen (Schwalbe) und gelben (Continental) Farbe.

Als ich am Samstag mein Lastenrad von der Inspektion abgeholt habe, ist mir links neben einem Schlauch-Automaten von Schwalbe ein zusätzliches, immens nützliches Utensil aufgefallen, nämlich eine Standpumpe, damit man den neuen Schlauch auch schnell aufpumpen kann. Ich habe das fotografiert und auf Twitter gepostet. Nicht wegen des Automaten, das war für mich ein alter Hut, sondern wegen der Luftpumpe.

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Upcycling von Fahrradteilen

Mein Vater war Jäger. Sowohl das Büro als auch die Flure meines Elternhauses war vollgepflastert mit Geweihen aller Art und Größe. Ich konnte weder der Jagd noch dem Sammeln von Trophäen je etwas abgewinnen. Wie sich nach dem Tod meines Vaters herausstellte, ging es meiner Mutter ähnlich, denn die Trophäen verschwanden allesamt von den Wänden. Dass ich mich also noch mal für ein „Geweih“ begeistern könnte, war eigentlich nicht zu erwarten.

Während der Weihnachtsfeiertage hat mein Mann den Keller aufgeräumt.

Brauchen wir noch diesen alten Sattel und Lenker?

Da fielen mir spontan die vielen Upcycling Ideen aus alten Fahrradteilen ein, die man online so findet. Googelt mal spaßeshalber „fahrrad lenker sattel upcycling“. Einfach toll, auf was für Ideen kreative Köpfe so kommen.

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Einfach mal im Regen stehen lassen

Genau das habe ich gestern vor einer Woche gemacht, mein Rad mal im Regen stehen lassen, um herauszufinden, ob die Sattelschoner, die sich im Laufe der Zeit so angesammelt haben, den Sattel trocken halten oder nicht. Da ich den Luxus einer großen Garage habe und meine Räder auch am Arbeitsplatz in einem Gebäude abstellen kann, hat sich bisher noch keine Gelegenheit ergeben, die Dichtigkeit der Regenhauben im Alltag zu testen. Und nein, ich bin keine Schönwetterradlerin.

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Zeichen setzen

Ich habe die Ecke ums Durlacher Tor herum in den letzen Monaten gemieden. Aufgrund der Dauerbaustelle waren die Wege von Durlach in die Stadt meist „verschlungen“. Letzte Woche bin ich zufällig wieder dort lang geradelt, weil ich von der Oststadt in die Innenstadt wollte und wurde angenehm überrascht. Es gab neue Radfahrstreifen, …

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Das verkehrssichere Rad

Der Schuster hat ja bekanntlich die schlechtesten Schuh. So musste ich mich unlängst von meinem Kollegen belehren lassen, dass die drei Räder, mit denen ich meist unterwegs bin – mein Reiserad von Rennstahl, das Faltrad von Tern und das Lastenrad von Riese u. Müller – allesamt nicht den Anforderungen der StVZO entsprechen was die Beleuchtungsanlage betrifft.

Bei meinem Faltrad war mir das bewusst, bei meinen anderen beiden Rädern hätte ich Stein und Bein geschworen, dass sie mit allen vorgeschriebenen und bauartgenehmigten lichttechnischen Einrichtungen ausgerüstet sind, die der Gesetzgeber vorschreibt.

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Dunkelampeln

Ich bin gerade zu Besuch in meiner alten Heimat – einem kleinen Dorf in Niedersachsen zwischen Bremen und Hamburg. Als ich Kind war, führte noch eine Sandstraße durchs Dorf und kaum jemand hatte einen PKW. Asphaltiert wurde diese Straße erst, als sich der kleine Gemischtwarenladen der Familie Dodenhof im benachbarten Posthausen zur „Einkaufsstadt, die alles hat“ mauserte. Das Kaufhaus Dodenhof ist der größter Arbeitgeber der Umgebung. Hier gibt es alles, was das Herz begehrt und vor allem kostenlose Parkplätze direkt vor der Haustür. Dementsprechend groß ist der Ansturm der Kunden. Vor allem zu den Stoßzeiten und abends nach Toresschluss rollt eine Blechlawine durch unser Dorf. Wer da die Straße queren möchte, musste noch vor ein paar Jahren ewig warten, bis sich eine Lücke im Verkehr auftat. Seit wir eine Dunkel- bzw. Schlafampel haben, ist das vorbei.

Eine Dunkelampel wird nur auf Knopfdruck aktiv und die restliche Zeit über „schläft“ sie. Das hat den Vorteil, dass der Verkehrsfluss nur dann unterbrochen wird, wenn es auch wirklich nötig ist. Ich liebe diese Ampel, denn sie reagiert viel schneller als andere Ampeln.
Man drückt auf den Knopf und die Ampel wacht auf: Grün für die PKWs und Rot für die Fußgänger. Nach drei Sekunden schaltet die Ampel auf Gelb und dann auf Rot für den motorisierten Verkehr und der Fußgänger kann bei Grün die Straße queren.

Von diesen Ampeln sollte man ruhig mehr aufstellen bzw. „normale“ Ampeln umrüsten. Ich bin Frühaufsteherin. Wenn ich morgens mit dem Rad zur Firma fahre, schlafen die meisten Menschen noch. Auf dem Weg zur Arbeit muss ich einige Straßen queren, die tagsüber zwar viel befahren sind, aber eben nicht, wenn ich unterwegs bin. Trotzdem muss ich ewig warten, bis die Ampeln (Bedarfsampeln) von Rot auf Grün springen, obwohl weit und breit kein Auto in Sicht ist. Durch diese Ampelschaltung züchtet man sich Rotlichtsünder geradezu heran. Damit will ich mein verkehrswidriges Verhalten jetzt nicht schönreden, aber wozu warten, wenn die Straße frei ist? Ich denke, dass ich nicht die Einzige bin, die in solch einer Situation die Geduld verliert und bei Rot die Straße quert, weil Warten einfach sinnlos erscheint. Worauf warten? Dass vielleicht doch noch ein Auto kommt?

Schildbürgerstreich oder Vandalismus

Ich habe ja schon zweimal über die Radwegsperrung am Fuße der Weiherfeldbrücke berichtet. Nachdem Schildbürger / Vandalen am 24. und 25. Oktober zwei der vier Drängelgitter aus dem Boden gerissen und in die Alb geworfen hatten, blieb die Radwegrampe weiterhin für den Radverkehr gesperrt und wir Radfahrer mussten wie gehabt die unsägliche Umleitungsstrecke fahren. Die Absperrgitter wurden daraufhin mit dicken Ketten gesichert und es tat sich knapp zwei Wochen nichts. Ruhe schien eingekehrt.

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Groß ist des Meisters Kraft

… wenn er mit Verlängerung schafft!

Ihr kennt das bestimmt. Man will ein Marmeladenglas aufmachen, aber der Deckel rührt sich nicht. Man dreht mit aller Kraft, man holt einen Teelöffel, um den Deckel zumindest so weit anzuheben, dass Luft ins Innere des Glases strömt, aber der Deckel lässt sich einfach nicht öffnen. Resigniert reicht man das Glas der „besseren Hälfte“, während man selbst versucht, den Teelöffel wieder gerade zu biegen, den man bei der Aktion fast geschrottet hat. Der Gatte nimmt das Glas, dreht mit drei Fingern scheinbar mühelos den Deckel los und reicht es zurück mit den Worten

Ich weiß gar nicht was du hast. Das war doch ganz einfach!

Ähnlich erging es mir vor ein paar Tagen mit der Steckachse meines Vorderrades.

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Mindestabstand 1,5 Meter

Ich bin kein Freund von Warnwesten für Radfahrer. Wovor wollen wir warnen? Vor uns? Stellen wir denn eine Gefahr dar? Wohl kaum! Nichtsdestotrotz bin ich mir natürlich bewusst, dass ich gerade jetzt, wo die Tage wieder kürzer werden und es morgens noch dunkel ist, wenn ich mich auf den Weg zur Arbeit mache, schneller von anderen Verkehrsteilnehmern wahrgenommen werde, je heller ich gekleidet bin.
Statt Warnweste habe ich mir einen neuen Regenschutz für meinen Rucksack zugelegt. Er hat mich nicht nur wegen seiner Leuchtkraft, sondern auch wegen seiner Botschaft überzeugt.

Thomas hat mich unlängst auf den Onlineshop Glückskind aufmerksam gemacht. Es hätte dort auch noch einen Regenschutz mit folgendem Spruch gegeben

Organspender – bitte vorsichtig überfahren

Aber da man ja nie weiß, wie wörtlich man genommen wird, habe ich mich dann doch lieber für ein klassisches Modell entschieden.

Smileys und Heulies für Radfahrer

Wissenschaftler der Hochschule Karlsruhe haben im Rahmen des Forschungsprojekts Reallabor Go Karlsruhe in der Erbprinzenstraße und der Waldstraße sogenannte Dialog-Displays für Radfahrer aufgestellt. Fährt man zu schnell, gibt’s einen „Heulie“ und fährt man mit moderatem Tempo, einen Smiley.

Zusätzlich zum Smiley bekommt man noch eine Dankeschön. Wer zu schnell unterwegs ist, wird durch ein „langsam“ darauf hingewiesen, doch bitte die Geschwindigkeit zu drosseln.

Theoretisch finde ich die Idee gar nicht schlecht. Für Autofahrer gibt es solche Dialog Displays ja schon lange. Untersuchungen haben ergeben, dass sie verglichen mit reinen Geschwindigkeitsanzeigen das Fahrverhalten von Autofahrern nachhaltiger beeinflussen.
Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass ich bei uns im Dorf am Ortsschild, wo so ein Dialog Display für den MIV installiert ist, immer rechtzeitig abbremse, um ja einen Smiley zu bekommen.

Ich habe mir heute Nachmittag eine Weile das Treiben in der Erbprinzenstraße angeschaut. Es waren jede Menge Radfahrer und Fußgänger unterwegs. Auch das eine oder andere Auto hat die Anzeigetafel passiert. Meist blieb das Display dunkel, obwohl Radfahrer daran vorbeifuhren. Entweder befindet sich der jeweilige Sensor an einer extrem weit entfernten Stelle oder zu weit rechts / links am Rand – was keinen Sinn machen würde, weil ich als Radfahrer dann ja nicht sehe, ob ich zu schnell oder zu langsam bin – oder die Daten werden zu träge übermittelt. Jedenfalls entsprach das Feedback der Tafeln nach meinem Geschmack nicht der Fahrweise der einzelnen Radfahrer. Wenn ich so eine Tafel passiere, will ich sehen wie ich fahre und nicht wie jemand fährt, der vor oder hinter mir unterwegs ist.
Sechs bis acht Wochen bleiben uns die Anzeigetafeln erhalten. Dann werden die Daten ausgewertet. Ich bin schon mal gespannt aufs Ergebnis und die Schlüsse, die daraus gezogen werden.

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