Kategorie: Kurioses

B2Run in Karlsruhe

Die diesjährige Auflage des B2Run in Karlsruhe geht mit Sicherheit in die Annalen ein – Teilnehmerrekord und Hitzeschlacht. Im Grunde ist jeder Teilnehmer ein Held, der die 6,1 Kilometer lange Strecke angesichts dieser mörderischen Temperaturen mit einer einigermaßen guten B-Note überstanden hat. Ich weiß nicht, was schlimmer war, die Hitze oder der Staub. Aber unser Team hat es geschafft und ganz schön abgesahnt. Böse Zungen könnten sogar behaupten, dass der B2Run in Karlsruhe mittlerweile so spannend ist wie die 1. Fußball Bundesliga.

Unser fahrrad24 Team beim B2Run in Karlsruhe

Wir – fahrrad24 – waren mit neun Läufern am Start. Ich gebe ja nur ungern an, aber die Ausbeute war auch dieses Jahr extrem:

  • Schnellster Mann: Jannik Arbogast
  • Schnellster Chef: Christoph Uhl
  • Schnellstes Mix-Team: fahrrad24



Impressionen vom Fahrradfestival

Hier noch ein paar Impressionen vom Fahrradfestival am letzten Wochenende in Karlsruhe für all diejenigen, die es verpasst haben.

Historisches Rad

Vorfahre des Dreirads?




Bloggerwalk auf den Spuren von Karl Drais

Bloggerwalk auf den Spuren von Karl Drais

Wie heißt es so schön – unverhofft kommt oft. Ich wurde eingeladen, an einem Bloggerwalk teilzunehmen, der morgen zu Ehren von Karl Drais von der Stadt Karlsruhe veranstaltet wird.

Wir nehmen euch mit auf einen spannenden Rundgang durch Karlsruhe auf den Spuren von Karl Drais. Wir besuchen die Wirkungsstätten des Fahrraderfinders und erfahren allerlei interessante Fakten zum Leben und Wirken des berühmten Karlsruhers.

Da bin ich doch mal gespannt, zumal es anschließend per Rad zum Fahrrad-Festival geht, das an diesem langen Wochenende auf dem Alten Schlachhof stattfindet. Und da wollte ich sowieso hin.




Rad-Rowdys

In der gestrigen BNN Ausgabe gab es einen Leserbrief zum Thema Radfahren in der Sophienstraße in Karlsruhe:

Radfahrer = Landplage?

Ich stimme dem Verfasser des Leserbriefes insofern zu, dass auch ich es hasse, wenn sich Radfahrer nicht an die Verkehrsregeln halten, so als stünden sie über dem Gesetz, nur weil sie per Rad und nicht mit dem Auto unterwegs sind. Es gibt diese Rad-Rowdys, wie er sie nennt, und sie ruinieren den Ruf aller Radfahrer.

Aber angesichts der steigenden Zahl von Radfahrern auf Karlsruher Straßen von einer „Landplage“ zu reden, halte ich nun doch für etwas übertrieben und am Thema vorbei. Nehmen wir den Ort des Geschehens, die Sophienstraße. Sie ist eine der vielen Fahrradstraßen der Stadt Karlsruhe. Wie die meisten Fahrradstraßen in unserer Stadt ist sie zwar gut gemeint, aber nicht gut gemacht.

  1. Die winzigen grünen Fahrradpiktogramme auf der Straße sind verblichen und weder für Radfahrer noch für Autofahrer gut erkennbar.
  2. Bis auf eine einzige Ausnahme (ca. 30 Meter langes Teilstück der Erbprinzenstraße) ist auf allen Fahrradstraßen PKW Verkehr zugelassen, so dass es mir schwer fällt überhaupt einen Unterschied zwischen unseren „Fahrradstraßen“ und „normalen“ Straßen zu erkennen.

Die Sophienstraße ist extrem. Auf beiden Seiten parken Autos und dazu kommt die von Herrn Fehrle genannte Rechts-vor-Links-Regelung. Damit will ich jetzt nicht das verkehrswidrige Verhalten von wem auch immer entschuldigen, aber die Situation wäre dort viel entspannter und übersichtlicher, wenn man die Sophienstraße gleich zur Vorfahrtsstraße erklären würde. Noch besser wäre, wenn man – abgesehen von Anliegern – überhaupt keine Autos mehr auf Fahrradstraßen zuließe. Dann könnte man wirklich von Fahrradstraßen reden.

 




Ganz schön „draist“ diese CM in Karlsruhe

Ja, wir sind ganz schön „draist“, dass wir – die Critical Mass Bewegung in Karlsruhe – selbst am Drais Wochenende nicht umhin kommen, auf Missstände in punkto Fahrradinfrastruktur und Verkehrssicherheit hinzuweisen, und zwar im Zuge unserer für Freitag, dem 26. Mai geplanten und um 18 Uhr auf dem Kronenplatz beginnenden Radtour durch die Stadt.

Critical Mass im April begleitet durch 5 Polizisten auf Motorrädern und 4 Polizisten in 2 PKW – weniger wäre mehr gewesen!




Gehweg-Radler

Radfahren auf dem Gehweg? Das ist keine gute Idee, zumal wenn es einen Radweg gibt! Das findet auch die Stadt Neckarsteinach und hat dies über dem Gehwegschild noch mal unmissverständlich verdeutlicht. Wer lesen kann, ist wieder mal klar im Vorteil.

Gehweg – Vernünftige fahren hier nicht mit dem Rad. Anderen ist es verboten.




Karlsruhe = heimliche Fahrradhauptstadt?

Dieser Titel hat mich nun aber doch überrascht. Gestern und vorgestern fand in Postdam ein Seminar zu den Themenfeldern Radverkehrsplanung und -konzeption statt. Das Programm am Dienstag stand unter dem Motto „Wege zur Fahrradhauptstadt“.

Nachfolgend ein Auszug aus dem Seminarinhalt:

Fahrradhauptstadt – in Deutschland denkt man sofort an Münster oder Freiburg. Wie aber gehen andere Städte vor, um die Bevölkerung auf das Fahrrad zu bringen? Die Fahrradakademie stellt Ihnen drei „heimliche Fahrradhauptstädte“ vor, die nicht im Zentrum der Aufmerksamkeit stehen, aber einiges in Sachen Radverkehrsförderung bieten:

Neben Bocholt und Potsdam wird doch tatsächlich Karlsruhe als eine der heimlichen Fahrradhauptstädte aufgeführt.

Begründung:

Karlsruhe als Aufsteiger im Südwesten, wo innerhalb weniger Jahre das Radfahren Normalität geworden ist.

Bei uns in Karlsruhe wird ohne Frage viel für den Radverkehr getan und der Anteil der Radfahrer an den Verkehrsteilnehmern hat zugenommen, aber dass Radfahren bereits NORMALITÄT geworden ist, wage ich doch stark zu bezweifeln.

Ich habe keine Ahnung auf welche Fakten der Veranstalter seine Aussage stützt, aber solange sich bei uns Radfahrer genötigt fühlen, zu jeder Tageszeit eine Warnweste tragen zu müssen, um von anderen Verkehrsteilnehmern nicht „übersehen“ zu werden, kann von Normalität nun wahrlich nicht die Rede sein. Stellen wir Radfahrer etwa eine Gefahr dar, vor die wir andere warnen müssten?

Nehmen wir Städte wie Kopenhagen oder Amsterdam. Was fällt sofort auf? Kaum jemand trägt einen Fahrradhelm, geschweige denn eine Warnweste. Wozu auch, in diesen beiden Städten ist Radfahren gelebte Normalität. Davon sind wir in Karlsruhe trotz aller Bemühungen noch ein Stück weit entfernt.




Lasst Blumen sprechen

Im Frühling gehören Schlaglöcher auf unseren Straßen zum gewohnten Anblick. Wenn man Glück hat, werden sie schnell geflickt, wenn man Pech hat, dauert es eine gefühlte Ewigkeit, bis etwas passiert. Leider haben notdürftig geflickte Straßen die Angewohnheit, über kurz oder lang immer maroder zu werden. So auch im englischen Bath. Dort haben Hobby-Gärtner kurzerhand Blumen in die ärgsten Schlaglöcher gepflanzt, sozusagen als Wink mit dem Zaunpfahl.

Die Aktion war in zweierlei Hinsicht wirkungsvoll. Die Blumen warnten die Verkehrsteilnehmer rechtzeitig vor der Gefahr auf der Straße und die Aktion machte in den Sozialen Medien schnell die Runde. Und nichts hassen Stadtväter mehr als negative Publicity.

Potholes are a real problem and have the potential to be death traps for bikers and cyclists and with cars there is an issue with blow-outs to wheels. The whole point is to raise awareness of them.

Falls die Straßen vor eurer Haustür ähnlich desolat sind, lasst Blumen sprechen. Blumen gefährden niemanden, sehen hübsch aus und bringen die Botschaft rüber.

 




Turmbergomat – ein Selbstversuch

Kürzlich wurde in Durlach am Fuße des Turmbergs eine neue Zeitmessanlage enthüllt. Der Turmbergomat, wie die Macher der Anlage – die Stadt Karlsruhe und die Karlsruher Lemminge – ihn nennen, soll noch mehr Radfahrer und Läufer auf den Turmberg locken. Insgesamt 120 Höhenmeter und ca. 1,8 Kilometer muss man überwinden, um vom Fuße des Berges am Friedhof in Durlach bis zum Gipfel an der Turmbergstation zu gelangen. Ich habe mit meinem Trekkingrad mal einen Selbstversuch gestartet.




Radfahrstreifen – gut gemeint, aber oft gefährlich

Verglichen mit anderen Städten Deutschlands hat Karlsruhe ein imposantes und ständig wachsendes Radwegenetz. Aber auch bei uns ist natürlich nicht alles Gold was glänzt. Viele Radwege sind Stückwerk, zwar gut gemeint, aber leider oft nur das Gegenteil von gut gemacht. Man sieht ihnen einfach an, dass die Stadtväter bemüht waren, es möglichst allen recht zu machen – den Autofahrern, den Geschäftsleuten und den Radfahrern. Leider ist das Endergebnis dann für Radfahrer suboptimal bzw. gefährlich.

Nehmen wir die Karlstraße. Hier wurde der Radweg im Zuge von Straßenbauarbeiten beidseitig neu angelegt. Wenn man von der Ebertstraße in Richtung Innenstadt fährt, ist der Radweg durchgängig befahrbar bis knapp vor der Kriegstraße. Leider ist er nur zu Anfang breit und links mit einem dicken fetten weißen Strich von der Fahrbahn gut sichtbar getrennt. Die erste Hürde kommt am Kolpingplatz. Dort befindet sich eine Straßenbahnhaltestelle, die man als Radfahrer rechts umfahren muss. Fußgänger, die zur Straßenbahn wollen, scheinen aber nicht zu wissen, dass es sich hier um einen Radweg handelt. Die meisten queren ihn ohne nach links zu schauen. Ab der Jollystraße verjüngt sich der Radweg, so dass man beim Überholen langsamerer Radfahrer auf die Straße ausweichen muss. Kurz vor der Kriegstraße ist er dann urplötzlich komplett verschwunden, weil man hier eine zusätzliche Spur für rechtsabbiegenden PKW eingerichtet hat.

Anders sieht es aus, wenn man von der Stadt in Richtung Ebertstraße fährt. Hier haben die Stadtväter anscheinend Angst vor ihrer eigenen Courage gehabt. Alle Nase lang mündet der Radweg entweder ohne Vorankündigung oder mit einem kleinen „Auslauf“ in einen Parkstreifen. Das ist so unübersichtlich, dass ich es an bestimmten Stellen Autofahrern nicht mal übelnehmen kann, wenn sie hier auf dem Radweg parken.

Zwei Meter weiter stünde der Lieferwagen zumindest mal nicht mehr im absoluten Halteverbot.

Wo hört der Radweg auf, wo fängt der Park- /Haltestreifen an?