Kategorie: Kurioses

Schizophrenie des Alltags

Der Mensch ist schon irgendwie merkwürdig. Um etwas für seine Gesundheit zu tun, setzt er sich nach Feierabend ins Auto, fährt ins Fitness-Studio und schwingt sich dort auf den Ergometer.

Das nachfolgende Bild bringt dieses absurde Verhalten auf den Punkt.

Quelle: Twitter, 21st Century City

Wieso kompliziert, wenn es auch einfach geht. Lasst das Auto ab und zu mal stehen und fahrt mit dem Rad. Da spart ihr nicht nur Geld fürs Fitness-Studio, ihr seid an der frischen Luft und tut ganz nebenbei auch noch was für die Umwelt.




Mit dem Rad zur Arbeit

Es heißt ja immer „traue nie einer Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast“. Aber Statistiken, die mir ins Wort reden, bin ich geneigt, auch zu glauben, obwohl sie nur einen Teil der Zahlen präsentieren. Wieso? Weil!

Safer on a bike

Rein statistisch gesehen ist es also auf dem Rad sicherer als auf dem Sofa

Übrigens ist es noch nicht zu spät, bei der Aktion Mit dem Rad zur Arbeit teilzunehmen. Sie läuft noch bis Ende August. Und wer an mindestens 20 Arbeitstagen per Rad zur Arbeit fährt, kann attraktive Preise gewinnen. Aber gewinnen tut man ja sowieso, nämlich Bewegung an frischer Luft und eine stress- und staufreie Fahrt zur Arbeit. Wozu nach Feierabend ins Fitness-Studio hetzen und auf dem Ergometer schwitzen, wenn man denselben sportlichen Effekt auch kostenlos haben kann, indem man gemütlich mit dem Rad zur Arbeit fährt.

 

 




Du bist schuld, wenn ich nicht abnehme

so mein Mann scherzhaft am Wochenende während wir gemütlich bei Tisch sitzen. Das könnte man zumindest einer Studie entnehmen, die unlängst im Spiegel veröffentlicht wurde, wenn man lediglich einen kleinen Textabschnitt heranzieht:

Demnach sind weniger Menschen in den Ländern übergewichtig, in denen die Untersuchten an jedem Tag in etwa gleich viele Schritte zurücklegen. Ist die Spreizung bei den Schrittzahlen dagegen besonders hoch, steigt die Gefahr für starkes Übergewicht. Das passiert beispielsweise, wenn einige fast nie zu Fuß gehen und sich andere dagegen besonders viel bewegen.

Es wundert eigentlich kaum, dass die USA im internationalen Vergleich mit etwa 4774 Schritten pro Tag auf den hinteren Plätzen liegen. Hier ist die Lücke zwischen Menschen, die sich besonders viel bewegen und solchen, die kaum zu Fuß gehen, besonders hoch. Auch beim starken Übergewicht liegen die USA an der Spitze.

Wenn die Familie der Mikrokosmos eines Landes ist und ich ein extrem bewegungsreiches Leben führe, dann hat meine Familie es rein statistisch gesehen natürlich nicht leicht.

Aber muss ich mir deshalb irgendwelche Schuldgefühle aufbürden? Ich glaube kaum! Nur weil ich mich viel bewege, halte ich ja andere nicht automatisch davon ab, sich ebenfalls zu bewegen. Im Gegenteil, ich könnte ja als positives Beispiel dienen. Auch komme ich weder erschöpft noch deprimiert oder sonst wie negativ gestimmt von einer sportlichen Aktivität nach Hause. Das Gegenteil ist der Fall.

Trotzdem haben wir bei Tisch lebhaft diskutiert, was wäre, wenn der Umkehrschluss funktionieren würde – ich bewege mich weniger, damit wir alle in etwa gleich viele Schritte zurücklegen und der Rest der Familie nimmt dadurch automatisch ab.

Träumt weiter!

 

 




Bild der Woche

Einfach mal Gras drüber wachsen lassen. Noch ein paar Tage und die Natur hat sich ihr Reich zurückerobert. So mutiert der Radweg zum Single Trail. Irgenwie schon schizophren, wenn gleichzeitig bei uns im Wald für Radfahrer die 2-Meter-Regel gilt.

Radweg Neureuter Straße

 


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Critical was?

Wer schon immer mal wissen wollte, was Critical Mass im Allgemeinen und in Karlsruhe im Speziellen eigentlich bedeutet, dem kann geholfen werden. Studenten der Uni Karlsruhe haben im Zuge eines Seminars einen Potcast veröffentlicht, der Licht ins Dunkle bringt.

Critical Mass (Bild: Campus-Radio Karlsruhe)

Nicht schlecht gemacht, denn er erklärt nicht nur den Begriff „Critical Mass“, sondern liefert auch persönliche Erfahrungen der in der Regel mit dem Rad fahrenden Studenten in Karlsruhe.

Den Schluss des Potcast fand ich zwar recht amüsant, bin mir aber nicht so sicher, ob die Botschaft auch bei allen Beteiligten richtig ankommt. Die Kritik am Verhalten einzelner Radfahrer finde ich gut. Aber ob sie aus dem Mund eines #AutoMacho auch ankommt?

Aber zurück zur Critical Mass. Kommt doch einfach zur nächsten Veranstaltung, um euch einen persönlichen Eindruck zu verschaffen.

  • Wann: Freitag, den 28. Juli 2017, um 18 Uhr
  • Wo: Kronenplatz in Karlsruhe



Garmin Vivoactive HR

Mein Mann hat mir seine Fitnessuhr vermacht, die neue Garmin Vivoactive HR. Er hatte sie sich letztes Jahr im Dezember als Ersatz für die Fitbit gekauft, weil er die Zahlen auf dem schmalen Display der Fitbit ohne Lesebrille nicht mehr erkennen konnte. Ja, Kinder, alt werden ist kein Zuckerschlecken. Doch das steht auf einem anderen Blatt. Die Garmin hat nach ein paar Monaten den Geist aufgegeben. Er hat sie über den Händler, bei dem er sie gekauft hat, einschicken lassen und von Garmin anstandslos ein nigelnagelneues Exemplar erhalten. So stellt man sich eine Garantiebearbeitung als Endverbraucher vor!

Da mein Mann aber mittlerweile seine Liebe zur Fitbit wiedergewonnen hat, bin ich jetzt stolze Besitzerin eines Fitness-Trackers, den ich ob seines knappen Befehlstons „Feldwebel“ getauft habe.




Lastenkarle I:SY E-Cargo

Die Lastenrad-Initiative Karlsruhe – kurz Lastenkarle genannt – ist seit ein paar Wochen am Start. Noch funktioniert die Online Ausleihe zwar nicht, aber Rom wurde ja auch nicht an einem Tag erbaut. Aus der Presse wusste ich aber, dass das erste Lastenrad – Lastenkarle I:SY, ein sportliches einspuriges Lastenrad mit 250 W Hinterradantrieb von GO SWISS –  in Durlach für Interessierte zur kostenlosen Ausleihe bereit steht.

Dieses Lastenrad hatte ich bereits vor zwei Wochen für heute Vormittag gebucht.

i:SY e-Car:go mit 9-Gang Schaltung und GO SWISS Hinterradnabenmotor




Nachlese zur CM im Juni

Es gibt immer wieder Momente, in denen ich froh bin, dass ich mich nicht auf Facebook tummle. So gehen Kommentare wie diese Gott sei Dank an mir vorbei, es sei denn man weist mich explizit darauf hin:

Kommentar auf Facebook zur Critical Mass in Karlsruhe

Ich weiß nicht, wer diese Dame ist. Wenn ich sie wäre, würde ich zunächst mal mein Profilbild überdenken, aber das steht auf einem anderen Blatt. Frau Röder Pörings hat nie an einer Critical Mass in Karlsruhe teilgenommen und war auch nie bei einer Vorbesprechung in der Geschäftsstelle des ADFC. Um so mehr erstaunt mich ihre Aussage:

Solange die Critical Mass oberlehrerhaft, autokraktisch und mit Nähe zum ADFC auf dem Niveau eines Hasenzüchtervereins geführt wird. solange wird die Teilnehmerzahl sich nicht wesentlich erhöhen (…) Gleiches gilt für die CM-Treffen im BUZO (…). Kritische Fragen sind dort unerwünscht, Mitbestimmung ist nicht wirklich vorgesehen.

Ich frage mich woher sie das weiß, obwohl sie nie dabei war? Wie kackfrech muss ich sein, mir ein Urteil zu erlauben und dies auch noch auf sozialen Plattformen wie Facebook zu veröffentlichen, wenn ich weder bei einer Critical Mass mitgefahren bin noch bei einer Sitzung dabei war?

Kommen wir zu den Fakten der letzten Critical Mass:

108 Teilnehmer, extrem viele Velomobile (irgendwo muss ein Nest sein), kurzer Regenguss zu Anfang, lockere Atmosphäre und vier motorisierte Polizisten als Begleitung. Der Streckenverlauf wurde durchweg positiv bewertet.

Hier noch ein paar Impressionen:

Velomobil Treffen auf der Critical Mass in Karlsruhe

Regelmäßig dabei, der VCD

 




B2Run in Karlsruhe

Die diesjährige Auflage des B2Run in Karlsruhe geht mit Sicherheit in die Annalen ein – Teilnehmerrekord und Hitzeschlacht. Im Grunde ist jeder Teilnehmer ein Held, der die 6,1 Kilometer lange Strecke angesichts dieser mörderischen Temperaturen mit einer einigermaßen guten B-Note überstanden hat. Ich weiß nicht, was schlimmer war, die Hitze oder der Staub. Aber unser Team hat es geschafft und ganz schön abgesahnt. Böse Zungen könnten sogar behaupten, dass der B2Run in Karlsruhe mittlerweile so spannend ist wie die 1. Fußball Bundesliga.

Unser fahrrad24 Team beim B2Run in Karlsruhe

Wir – fahrrad24 – waren mit neun Läufern am Start. Ich gebe ja nur ungern an, aber die Ausbeute war auch dieses Jahr extrem:

  • Schnellster Mann: Jannik Arbogast
  • Schnellster Chef: Christoph Uhl
  • Schnellstes Mix-Team: fahrrad24



Impressionen vom Fahrradfestival

Hier noch ein paar Impressionen vom Fahrradfestival am letzten Wochenende in Karlsruhe für all diejenigen, die es verpasst haben.

Historisches Rad

Vorfahre des Dreirads?