Radelblog

Das Rad – Fortbewegungsmittel und Lebensgefühl zugleich

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Stunde der Gartenvögel

Hat zwar nichts mit Radfahren zu tun, gehört aber auch zum Themenbereich Umweltschutz und welchen Beitrag jeder einzelne von uns dazu leisten kann, Veränderungen in der Natur zu dokumentieren – die Aktion des NABU Stunde der Gartenvögel. Je mehr Menschen an dieser Zählaktion teilnehmen, umso genauer ist das Bild vom aktuellen Vogelbestand in Deutschland.
Nachdem es bei uns im Garten erschreckend leise geworden war, haben mein Mann und ich Anfang des Jahres beschlossen, Futter für die Vögel aufzuhängen. Analog zum Spruch „Mit Speck fängt man Mäuse“ war diese Entscheidung goldrichtig.
Unsere gestrige 1-stündige Vogelzählung ergab folgendes Ergebnis: Zwei Kohl- und Blaumeisen, zwei Buch- und Grünfinken, vier Sperlinge und jeweils ein Eichelhäher, Kleiber, Stieglitz, Rotschwänzchen, Rotkehlchen, Schwanzmeise, Amsel und Buntspecht.

Das hört sich nach Vielfalt aber geringer Anzahl an, ist es aber nicht. Wahrscheinlich waren insgesamt viel mehr Vögel jeder Art bei uns im Vorgarten. Es zählt aber immer nur die höchste Anzahl jeder Vogelart, die man im Verlauf einer Stunde gleichzeitig beobachten konnte.
Dank der Meisenknödel und des Futterspenders kann ich von meinem Arbeitszimmer wieder viele Vögel bewundern. Doch eine Vogelart habe ich eine gefühlte Ewigkeit nicht mehr gesehen – Schwalben. Meisenknödel sind eben doch kein Ersatz für Insekten.

Warnwesten

Warnwesten für Radfahrer – wieso soll ich so ein Ding eigentlich anziehen? Stelle ich eine Gefahr dar? Ich mag die Westen nicht, zumal frau sich eine in der Regel 3XL große Warnweste zig Mal um den Bauch wickeln kann.
Aber Ausnahmen bestätigen ja bekanntlich die Regel. Diese Weste von Glückskind ziehe ich gerne an. Mit dieser Weste errege ich Aufmerksamkeit bei Dunkelheit und zaubere tagsüber ein Schmunzeln auf die Lippen der hinter mir fahrenden Radfahrer. Ob die Botschaft bei Autofahrern ankommt? Die Hoffnung stirbt zuletzt!

Und Glückskind bietet diese Westen nicht nur in Zeltgrößen an, sondern auch für schlanke Frauen.

Brückenkaffee – 2. Aufguss

Der 2. Aufguss des Karlsruher Brückenkaffees war alles andere als dünne Plörre. Im Gegenteil, ich finde die Aktionsform hat Potential, auch in Karlsruhe in Serie zu gehen.
Wenn man wie ich in Grünwettersbach wohnt und in der Nordweststadt arbeitet, liegt die Karlsruher Rheinbrücke natürlich nicht gerade auf dem Weg, aber was tut man nicht alles, wenn man von einer Idee begeistert ist.
Kurz nach 5 Uhr habe ich mich mit dem Lastenrad auf den Weg gemacht. Geladen hatte ich Obst, Kekse sowie tolle Mitbringsel von Glückskind, als moralische Unterstützung fürs Karlsruher Brückenkaffee.

Kurz nach 6 Uhr morgens wurde das „Kaffee“ eröffnet. Der Initiator – @PHPmacher – hatte Muffins und Kaffee dabei und @lexLohr seinen legendären Coldbrew. Fürs Kulinarische war also gesorgt.

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Das hat er noch NIE gemacht!

Wie ich diesen Satz hasse!  Gleiches gilt für

Er will doch nur spielen!

Ich will morgens aber weder Wettrennen veranstalten noch spielen. Wenn ich im Dunkeln mit dem Rad durch die Günther-Klotz-Anlage fahre, will ich die Seele baumeln lassen und den Tagesablauf planen. Außerdem habe ich schon genug damit zu tun, den vielen Kaninchen, Enten und Ratten auszuweichen, die da herumwuseln.
By the way, Stadtväter, es laufen derzeit EXORBITANT viele Ratten auf Höhe vom Entenfang rum. Muss ich mir da irgendwelche Sorgen machen? Eine hat heute allerdings das Zeitliche gesegnet, als ich auf der Flucht vor dem Köter nicht mehr rechtzeitig ausweichen konnte.

Zwischen Alb und Südtangente dürfen Hunde frei herumlaufen. Das finde ich im Prinzip auch gut. Wenn ich Hund wäre, hätte ich auch keine Lust, neben Frauchen oder Herrchen herzuschleichen, wenn es links und rechts so viel zu entdecken bzw. zu markieren gibt. Das heißt aber nicht, dass Hunde da alles machen dürfen. Sie sollten doch zumindest soweit erzogen sein, dass ein friedliches Miteinander möglich ist.

#VacuumingForFuture

Kundgebungen wie #FridaysForFuture, #ParentsForFuture oder #CyclistsForFuture zeigen überdeutlich, dass der Bürger nicht mehr gewillt ist länger hinzunehmen, dass sich nichts tut in Sachen Klimaschutz. Die Ziele des Pariser Klimaschutzabkommens – Begrenzung des Temperaturanstiegs, weniger Treibhausgase und finanzielle Unterstützung ärmerer Länder beim Klimaschutz – sind nicht mehr einzuhalten, wenn nicht jeder einzelne von uns jetzt und sofort anfängt, vor der eigenen Tür zu kehren.

Meine bescheidenen Beiträge bisher: Ich habe mein Auto abgeschafft, fahre seit Jahren mit dem Rad zur Arbeit, habe unser Haus dämmen lassen und dank meines vermoosten Vorgartens bereits jede Menge Feinstaub aus der Luft herausgefiltert. Während man in Stuttgart die 560 000 € teure künstliche Mooswand längst wieder abgebaut hat, nimmt mein im Halbschatten gelegenes saftiges Grün noch immer kostenlos Feinstaub auf.

Ich werde jetzt noch eine Schippe drauf legen. Nicht nur mein Auto stand die meiste Zeit nutzlos herum, auch meine Staubsauger kommen unter der Woche kaum zum Einsatz. Das wird sich jetzt ändern. Was die Stadt Kiel kann, kann ich schon lange. Ich werde den Feinstaub in meiner Straße einfach wegsaugen. Meine Sauglösung blockiert natürlich weder Gehweg noch Radweg. Betrieben wird sie solar bzw. ausschließlich mit Ökostrom.

Um die Feinstaubsauger vor Begehrlichkeiten zu schützen, werde ich sie tarnen.

Dadurch sind sie auch gleich vor Nässe geschützt. Und was ist euer Beitrag zum Klimaschutz?

 

 

Fundstücke am Wegesrand

Wer mit dem Rad oder zu Fuß unterwegs ist, dem fallen viele Dinge auf, die man vom Auto aus nicht bemerken würde. Manche dieser Dinge zaubern einem ein Lächeln ins Gesicht, andere machen einen wütend oder traurig.
Wütend war ich vor zwei Tagen über diesen Zeitgenossen – Kippe im Mund und Bierflasche in der Hand. Alkohol am Lenker ist ein absolutes No-Go! Ins Schlingern geriet er, als er unterwegs die Flasche von einer Hand in die andere wechselte, um sein Smartphone aus der Jackentasche zu fummel. Da Betrunkene ja bekanntermaßen ihren Schutzengel oft dabei haben, ist er aber nicht gestürzt, zumindest nicht solange ich hinter ihm fuhr.

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Mit dem Rad zum Bäcker

Samstags hole ich morgens immer die Brötchen für die ganze Woche. Entweder ich gehe den knapp einen Kilometer zu Fuß oder ich fahre mit dem Rad.

Jeden Samstag spielen sich vor der Bäckerei tumultartige Szenen ab, denn die meisten Kunden kommen mit dem Auto. Beim Bäcker gibt es zwei PKW Parkplätze. Jeder hofft, einen dieser beiden Parkplätze zu ergattern, was einem Sechser im Lotto gleichkommt, denn dieser Bäcker ist nicht nur für mich erste Wahl, sondern für die meisten Bewohner der Karlsruher Bergdörfer.

Heute Morgen hatten wir wieder den Klassiker. Ich fuhr mit dem Rad zum Bäcker, mein Nachbar mit dem Auto. Ich stieg aufs Rad und fuhr los und sah aus den Augenwinkeln, wie er ins Auto stieg, es anließ und wieder ausstieg, um die Scheiben freizukratzen. Als ich mit den Brötchen den Laden verließ, bog er gerade um die Ecke und musste zu seiner Enttäuschung feststellen, dass beide Parkplätze belegt waren.

Ich frage mich dann immer, was in den Köpfen der Leute vorgeht, die mit dem Auto kommen. Ist das Bequemlichkeit? Haben die zu viel Zeit? Oder setzen sie sich einfach aus schierer Gewohnheit ins Auto?
Mein Nachbar wäre selbst zu Fuß schneller als mit dem PKW. Bei Licht betrachtet täte ihm das auch gut, denn er neigt ein wenig zur Fülle.

Angebot und Nachfrage

Einen Platten bekommt man nach Murphy immer dann, wenn man keinen Ersatzschlauch zur Hand hat – am Wochenende oder nach Feierabend. Deshalb gibt es von Schwalbe und Continental Schlauch-Automaten. Man erkennt sie schon von Weitem an ihrer hellblauen (Schwalbe) und gelben (Continental) Farbe.

Als ich am Samstag mein Lastenrad von der Inspektion abgeholt habe, ist mir links neben einem Schlauch-Automaten von Schwalbe ein zusätzliches, immens nützliches Utensil aufgefallen, nämlich eine Standpumpe, damit man den neuen Schlauch auch schnell aufpumpen kann. Ich habe das fotografiert und auf Twitter gepostet. Nicht wegen des Automaten, das war für mich ein alter Hut, sondern wegen der Luftpumpe.

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Upcycling von Fahrradteilen

Mein Vater war Jäger. Sowohl das Büro als auch die Flure meines Elternhauses war vollgepflastert mit Geweihen aller Art und Größe. Ich konnte weder der Jagd noch dem Sammeln von Trophäen je etwas abgewinnen. Wie sich nach dem Tod meines Vaters herausstellte, ging es meiner Mutter ähnlich, denn die Trophäen verschwanden allesamt von den Wänden. Dass ich mich also noch mal für ein „Geweih“ begeistern könnte, war eigentlich nicht zu erwarten.

Während der Weihnachtsfeiertage hat mein Mann den Keller aufgeräumt.

Brauchen wir noch diesen alten Sattel und Lenker?

Da fielen mir spontan die vielen Upcycling Ideen aus alten Fahrradteilen ein, die man online so findet. Googelt mal spaßeshalber „fahrrad lenker sattel upcycling“. Einfach toll, auf was für Ideen kreative Köpfe so kommen.

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Einfach mal im Regen stehen lassen

Genau das habe ich gestern vor einer Woche gemacht, mein Rad mal im Regen stehen lassen, um herauszufinden, ob die Sattelschoner, die sich im Laufe der Zeit so angesammelt haben, den Sattel trocken halten oder nicht. Da ich den Luxus einer großen Garage habe und meine Räder auch am Arbeitsplatz in einem Gebäude abstellen kann, hat sich bisher noch keine Gelegenheit ergeben, die Dichtigkeit der Regenhauben im Alltag zu testen. Und nein, ich bin keine Schönwetterradlerin.

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