Kategorie: Bilder

Lahme Enten gibt es nicht

Zumindest gibt es sie nicht am kommenden Sonntag an der Alb. Dann findet nämlich in der Günther-Klotz-Anlage das traditionelle Karlsruher Entenrennen statt. Ich konnte noch eine Radler-Ente ergattern, die für mich bzw. den guten Zweck ins Rennen geht.

Falls auch ihr mitmachen und eine Ente für die gute Sache um die Wette schwimmen lassen wollt, müsst ihr euch sputen. Erfahrungsgemäß sind die Enten auf dem Fest selbst schon vergriffen. Also nichts wie hin zu einer der Los-Verkaufsstellen in Karlsruhe  Mit eurem Los bzw. eurer Ente unterstützt ihr soziale Projekte für Kinder und Jugendliche im Raum Karlsruhe und mit etwas Glück gewinnt ihr auch noch einen der mehr als 150 attraktiven Preise.




Auf den Hund gekommen

Nicht ich bin auf den Hund gekommen, sondern die junge Frau, mit der ich mich gestern auf dem Heimweg so nett unterhalten habe. Sie war mit Sohn und Hund unterwegs. Ihr Lastenrad, aus dem der Hund neugierig herausschaute, ist mir sofort ins Auge gefallen. So ein Christiania Bike mit Sonnenschutz hat einfach Charme.

Ich schätze mal, dass das Lastenrad in dieser Konfiguration (Motor, Scheibenbremsen, Dach, Kindersitz, Einstiegshilfe) so um die 4000 € gekostet hat. Das ist viel Geld. Aber wenn man die strahlenden Gesichter von Mutter und Kind neben dem friedlich vor sich hinhechelnden Hund gesehen hat weiß man, dass dieses Rad jeden einzelnen Cent wert war. Man kommt überall damit hin, selbst voll beladen mit Kind und Kegel sind Steigungen dank des Motors kein Problem und einen Parkplatz findet man in der Stadt allemal.




Das Brandzeichen der Radfahrer

Woran erkenne ich einen Radfahrer? Nicht nur an seinen / ihren strammen Waden. Was ihr hier seht ist kein misslungenes Tatoo, sondern der Abdruck der Fahrradkette. Wer dieses Brandzeichen mit sich herumschleppt, sollte mal wieder seine Kette pflegen.

Das passiert mir mit meinem Lastenrad, dem Packster 40, in Zukunft natürlich nicht. Der Packster hat einen nahezu wartungsfreien Gates-Riemenantrieb.




Critical Mass Juni 2018

Lag es am schönen Wetter, am fußballfreien Tag oder an der Liebe zum Radfahren? Wahrscheinlich an allem ein bisschen. Wir konnten in diesem Jahr schon das dritte Mal in Folge mehr als 200 Teilnehmer – genauer gesagt 214 – auf der Critical Mass in Karlsruhe verzeichnen.

Gut gelaunt setzte sich der Tross kurz nach 18 Uhr in Bewegung. Bis alle Radfahrer den Kronenplatz verlassen hatten, war die Spitze des Zuges schon auf die Ludwig-Erhard-Allee eingebogen. Für die musikalische Untermalung sorgten gleich mehrere Musikbikes, was nur zu Dissonanzen führte, wenn sie zu dicht nebeneinander fuhren.

 

Auf der Durlacher Allee habe ich versucht, mich vom Ende des Feldes ein wenig nach vorne zu arbeiten. 214 Teilnehmer hört sich ja nicht nach viel an. Obwohl ich flott rechts auf dem Radweg am munter plaudernden Tross der Radler vorbeigefahren bin, ist es mir nicht gelungen, bis an die Spitze des Zuges zu gelangen. Wir waren so viele Radfahrer in Durlach, dass wir den kompletten Altstadtring eingenommen haben 🙂
Die Route war schön, die Teilnehmer gut gelaunt und bunt gemixt und die Polizei war wie schon so oft tiefenentspannt und hat uns sicher ans Ziel geführt. Einige Polizisten haben unterwegs schon fast so etwas wie Lobbyarbeit für uns betrieben, indem sie fragenden Autofahrern ausführlich erklärten, wer wir sind und was wir da gerade machen. Vielen Dank dafür von meiner Seite.
Auch das Ziel – die Oktave an der Kirche St. Bernhard in der Karlsruher Oststadt – war ideal. Viele Teilnehmer verweilten noch auf dem Platz, um was zu trinken, zu fachsimpeln oder andere Räder zu bestaunen.




Überführung des Packster 40

Als hätte ich es im Vorfeld schon geahnt, dass die deutsche Fußballnationalmannschaft heute eine Klatsche bekommen würde, habe ich den freien Nachmittag nicht vor dem Fernseher verbracht, sondern mein neues Lastenrad abgeholt. Eine gute Wahl, wie sich im Nachhinein herausgestellt hat. Kaum Verkehr und sommerliche Temperaturen – beste Voraussetzungen also, sich mit einem neuen Rad ein wenig vertraut zu machen.

So ein Lastenrad ist natürlich nicht ganz billig. Hätte ich mir wie mein Bruder ein E-Auto gekauft, wäre ich in den Genuss einer staatlichen Förderung von 4000 € gekommen. Wer sich aber als Privatperson ein E-Lastenrad kauft, bekommt derzeit nur in einigen wenigen Kommunen einen Zuschuss. Die Fahrradstadt Karlsruhe ist leider keine dieser Kommunen.

Die Grünen wollen, dass bundesweit alle Käufer von Lastenrädern ab 2019 pauschal mit 1000 Euro pro Rad bezuschusst werden. Selbst wenn sich die Grünen mit ihrem Plan durchsetzen würden, hätte ich nichts davon, denn rückwirkend gibt es diesen Zuschuss nicht. Ich bin meiner Zeit also mal wieder voraus. Aber wie sagt mein Mann immer so schön

Das Geld ist ja nicht weg, es ist nur woanders.

 




Lasten sicher transportieren auch ohne Lastenrad

Es gibt viele Möglichkeiten, Lasten zu transportieren, ohne dass man sich dazu extra ein Lastenrad kaufen müsste. Es braucht dazu nur Gepäcktaschen, Körbe, Kisten oder Anhänger und zwei stramme Waden. Mit etwas Phantasie und handwerklichem Geschick lässt sich für fast jedes Problem eine Transportlösung finden.

Trotzdem freue ich mich auf mein neues Lastenrad, das Packster 40 von Riese und Müller, das jeden Tag eintreffen müsste 🙂




Danke Karl Drais

Danke Karl Drais!

… und Danke Martin Hauge! Nicht nur für dieses Lastenrad, sondern auch dafür, dass Sie sich so leidenschaftlich für den Erfinder der Laufmaschine ins Zeug legen.




Standdienst beim ADFC

Eigentlich bin ich ja eher so etwas wie eine „Karteileiche“ beim ADFC. Ich zahle brav meine Beiträge und gehe ab und zu mal zu einer Sitzung, aber das war’s dann auch schon. Mein schlechtes Gewissen den vielen fleißigen ADFC Mitgliedern gegenüber ist dementsprechend groß. Um ein wenig Abbitte zu leisten, habe ich mich am letzten Wochenende bereit erklärt, Standdienst auf dem Mobilitätsfestival in Karlsruhe zu übernehmen. Denn wenn man schon Mitglied in einem Verein ist, muss man auch ab und zu mal selbst aktiv mithelfen, sonst funktioniert das nicht.

Anscheinend hatten sich viele Radfahrer schon im Vorfeld schlau gemacht und wussten, dass der ADFC an diesem Wochenende Räder codieren würde. Dementsprechend groß war der Andrang. Allein drei bis vier Leute waren den ganzen Tag damit beschäftigt, die Daten der Räder / Besitzer aufzunehmen, Quittungen und Personalausweise mit den Angaben auf dem Codier-Auftrag zu vergleichen und die Codierung selbst vorzunehmen. Wer da allerdings gedacht hatte „der frühe Vogel fängt den Wurm“, lag leider falsch, denn viele Radfahrer hatten denselben Gedanken. Dementsprechend groß war das Gedränge am Samstag- und Sonntagmorgen. Aber Radfahrer sind ja in der Regel tiefenentspannt, wie dieses Ehepaar, das extra angereist war, um die nagelneuen Räder codieren zu lassen. Die Codierung selbst geht zwar schnell, ist aber nicht in einem Arbeitsgang getan und bisweilen etwas fummelig




Spendenübergabe

Gestern Nachmittag war Spendenübergabe auf dem Mobilitätsfestival in Karlsruhe. Die Aktion Karlsruher Spendenradeln war ein voller Erfolg. Knapp Hundert Radler sind wie ich ein paar Wochen mit ihren Radscheiben durch Karlsruhe gefahren und haben Werbung für die unterschiedlichsten Firmen gemacht. Die Firmen haben für jede Radscheibe 40 € gespendet. Es  konnten also einige Tausend Euro in Form von symbolischen Schecks an die einzelnen sozialen Einrichtungen übergeben werden.

Ich möchte an dieser Stelle denen danken und meine Hochachtung aussprechen, die gestern nicht als Offizielle auf der Bühne standen, nämlich den vielen ehrenamtlich tätigen Menschen vor Ort, die das Kostbarste geben, was wir haben, ihre Zeit. Sie sind es, die durch ihren unermüdlichen Einsatz dafür sorgen, dass das löchrig gewordene soziale Netz überhaupt noch hält. Ohne ihr Engagement gäbe es keine Tafeln, Hospize, Jugendwerkstätten und die vielen anderen sozialen Einrichtungen, an die gestern die Schecks verteilt wurden.




Radsternfahrt Baden-Württemberg

Falls ihr am kommenden Sonntag, den 10. Juni noch nichts vorhabt und in der Nähe von Stuttgart wohnt oder dort zu Besuch seid, dann hätte ich einen Veranstaltungstipp für euch. Anlässlich der Fahrradaktionstage in Stuttgart findet eine RadSternfahrt in die Landeshauptstadt statt.

Unter dem Motto „Fahrrad statt Feinstaub“ erobern Tausende von Radfahrer für einen Tag die Straßen der Region. Die Polizei begleitet die sieben Radgruppen auf gesperrten Straßen bis in die Stuttgarter Innenstadt. Höhepunkt der Aktion ist der abschließende Radkorso auf dem City-Ring, um zu zeigen, wie nachhaltige Mobilität in lebenswerten Städten aussehen kann.

Auf der Website des ADFC Baden-Württemberg findet ihr nähere Angaben zu den Abfahrtszeiten und Einstiegsmöglichkeiten unterwegs.