Kategorie: Bilder

Die einen nennen es Radweg …

… ich nenne das gefährlich. Was ihr hier seht, ist nicht etwa eine Einbahnstraße, sondern eine Straße, die in beiden Richtungen befahren wird. Sie führt quer durch die City einer kleinen Kreisstadt im Norden der Republik. Die max. Geschwindigkeit ist auf 20 km/h begrenzt. Links und rechts von dieser Straße verlaufen sogenannte Radwege. Rechts von diesen „Radwegen“ sind Parkplätze. Ich habe meinen Augen nicht getraut. Eine Stadt, die gerade groß in der Presse war, weil sie beim Stadtradeln extrem viele Radler mobilisieren konnte, hat so eine Hauptverkehrsader mitten durch die Innenstadt? Wie passt das zusammen? Bin ich schon zu verwöhnt? Jammern wir in Karlsruhe auf hohem Niveau?

Für mich ist ein Radweg, der schmaler ist als der Lenker meines Mountainbikes, kein Radweg mehr.

Hier dieselbe Straße etwa hundert Meter weiter:




Kleiner Strich, große Wirkung

Satzzeichen sind wichtig, ja man könnte sogar sagen lebenswichtig. Sätze wie Wir grillen, Oma bzw. Wir grillen Oma zeigen das überdeutlich. Dass auch Bindestriche oder besser gesagt fehlende Bindestriche die Botschaft eines Verkehrsschildes total verändern können, wurde mir heute Nachmittag schmerzlich bewusst.
Ich hatte eine Radtour nach Rotenburg / Wümme unternommen. Da ich schon lange nicht mehr dort gewesen war, wollte ich mal schauen, wie sich die niedersächsische Kleinstadt so gemausert hat. Mein erster Weg führte mich zu meiner ehemaligen Schule. Schon von weitem sah ich, dass man die Straße, die direkt an der Schule vorbeiführt, in eine Fahrradstraße umgewandelt hatte.

Kleines Zeichen, große Wirkung (Original und Wunschvorstellung)

Man liest ja bekanntlich nur, was man lesen will. Ich las „KFZ-frei“ und dachte „endlich mal eine Fahrradstraße, die den Namen auch verdient“.

Keine Autos = keine Elterntaxis vor der Schule = mehr Verkehrssicherheit.

Die Freude hielt allerdings nicht lange. Für „KFZ-frei“ parkten entlang der Straße einfach zu viele Autos. Sonderregelung für Lehrer? So lauffaul sind die eigentlich nicht. Erst jetzt fiel mir auf, dass ich nicht richtig gelesen hatte. Typischer Fall von Wunschdenken! Am liebsten hätte ich einen Edding genommen und den fehlenden Bindestrich hinzugefügt, so wie im Bild oben rechts.

 




Mit dem Faltrad in Kiel

Das Rad ist das mit Abstand beste Fortbewegungsmittel, um eine fremde Stadt zu erkunden. Man ist mobil, flexibel und kann jederzeit spontan Halt machen, wo es einem gefällt. Stau und Parkplatzsuche sind Fremdwörter für Radfahrer. Ich habe das Faltrad für mein verlängertes Wochenende gewählt, weil es in mein kleines Auto passt. Ich hätte natürlich auch mit dem Zug von Karlsruhe nach Kiel fahren können, das ist normalerweise schneller und stressfreier, aber Sturm Xavier hat mir einen Strich durch die Rechnung gemacht. Außerdem brauchte mein Fiat 500 (3 Jahre alt, 6200 km gefahren) ein wenig Auslauf. Wieso ich ein Auto habe? Ehrlich gesagt, weiß ich das selbst nicht mehr, aber das steht auf einem anderen Blatt.

Vier Tage Kiel per Rad und zu Fuß, hier meine Eindrücke:

Das Wetter war abgesehen vom Sonntag zwar nicht so strahlend schön wie im Rest der Republik, aber zumindest hat es nicht nonstop geregnet. Mit anderen Worten: it could have been worse!

Die Radwegsbeschilderung in Kiel ist gut, man müsste sie nur lesen können.

Verdreckte und kaum lesbare Radweg Schilder




Der Deutsche Fahrradpreis 2018

Die Bewerbungsphase für den Deutschen Fahrradpreis 2018 läuft bereits seit gut einem Monat. 2002 wurde der Wettbewerb ins Leben gerufen. Damals noch unter einem anderen Namen und mit nur einer Kategorie. Mittlerweile wird der mit jeweils 3000 € prämierte Preis in den Kategorien Infrastruktur, Service und Kommunikation verliehen.
Bewerben können sich öffentliche und private Institutionen, Gruppen und Vereine, aber auch Einzelpersonen wie du und ich. Wichtig ist, dass das eingereichte Projekt „einen gesellschaftlichen Mehrwert für besseren Radverkehr“ hat. Wenn ihr also eine Idee oder womöglich bereits ein ausgearbeitetes Konzept in der Schublade habt, wie man den Radverkehr im Alltag oder in der Freizeit verbessern könnte, dann solltet ihr euch bewerben.
Aber die Latte hängt hoch. Das sieht man, wenn man sich die Preisträger der vergangenen Jahre anschaut. Woran aber jeder von uns teilnehmen kann, ist der Foto- und Videowettbewerb. Das diesjährige Motto lautet:

Mein Fahrrad kann …

Mein Fahrrad kann so vieles. Es bringt mich von A nach B. Es ist für mich Sportgerät und Fortbewegungsmittel in einem. Es sieht toll aus, es trägt nicht nur mich, sondern auch meine Einkäufe und meine Wechselkleidung fürs Büro. Die Liste ist schier endlos. Unserer Kreativität sind bei diesem Wettbewerb keine Grenzen gesetzt. Ausgemusterte Räder können z.B. den Weg weisen:




Schizophrenie des Alltags

Der Mensch ist schon irgendwie merkwürdig. Um etwas für seine Gesundheit zu tun, setzt er sich nach Feierabend ins Auto, fährt ins Fitness-Studio und schwingt sich dort auf den Ergometer.

Das nachfolgende Bild bringt dieses absurde Verhalten auf den Punkt.

Quelle: Twitter, 21st Century City

Wieso kompliziert, wenn es auch einfach geht. Lasst das Auto ab und zu mal stehen und fahrt mit dem Rad. Da spart ihr nicht nur Geld fürs Fitness-Studio, ihr seid an der frischen Luft und tut ganz nebenbei auch noch was für die Umwelt.




Räder – Reine Fortbewegungsmittel?

Räder sind nicht nur geniale Fortbewegungsmittel. Selbst ausgemustert sind sie noch zu gebrauchen, z.B. als Hinweisschild oder zur Verschönerung des Gartens. Es könnte ja sein, dass der eine oder andere von euch noch Anregungen braucht 🙂

Per Rad die Urlaubsregion erkunden




Gut gehalten!

No, I’m not fishing for compliments, das „Gut gehalten!“ bezieht sich auf mein Laufshirt von Asics.
Derzeit sind wir auf Rügen und meine Tochter begleitet mich auf die eine oder andere Runde am Strand oder an der Schabe entlang.

Hast du das Laufshirt nicht schon eine Ewigkeit?

Qualitätsware zahlt sich aus

Wir haben Ahnenforschung betrieben. Meine Tochter hat recht – wir konnten das Laufshirt zurückverfolgen bis ins Jahr 2001. Ich habe es auf unzähligen Laufveranstaltungen getragen und es wurde bestimmt schon tausend Mal gewaschen. Es „mufft“ nicht, es ist nicht löchrig und die Nähte sind noch top.

Was lernen wir aus der Geschichte?

  • Alte Sachen nicht wegwerfen, nur weil sie alt sind.
  • Billig ist nicht unbedingt günstig.
  • Teuer kann sehr preiswert sein!



Rügen – Wittower Runde

Wir sind das dritte Mal auf Rügen. Unser erster Besuch liegt bereits 15 Jahre zurück. Da waren die Kinder noch klein. Die Ferienanlage in Juliusruh auf der nördlichsten Halbinsel Wittow war damals relativ neu und idyllisch in einem Kiefernwald direkt am Meer gelegen. Die Strandresidenz Aquamaris ist übrigens auch heute noch ein Paradies für Kinder. Gut acht Kilometer Sandstrand laden zum Baden, Faulenzen, Spazierengehen und Joggen ein.

Strand zwischen Juliusruh und Glowe

2002 hatten wir keine Räder dabei. Damals habe ich die Halbinsel mehr oder minder erjoggt.




Kesselrollen – Der Film

Gestern Abend war Premiere der Doku über die Fahrrad-Szene in Stuttgart.

Ihre Hauptdarsteller trotzen Hügeln, Autos und Feinstaub. Mit Freude und Enthusiasmus,

so der Kommentar der Stuttgarter-Nachrichten über den Film.

Wer die Premiere verpasst hat, der hat leider Pech, denn auch die Plätze der nächsten Vorstellung am 28. September sind bereits alle vergeben. Hier schon mal vorab der Teaser zum Film. Ich bin mir sicher, dass die Doku auch in den Kinos anderer Städte ausgestrahlt wird, denn das Thema Radfahren in der Stadt brennt ja nicht nur den Stuttgartern unter den Nägeln.

Kesselrollen – Teaser from Kesselrollen on Vimeo.




Was macht eigentlich …

… der Radweg zwischen Hellwege und Sottrum, sprich die Anbindung an den Wümme-Radweg? Ostern hatte ich über den desolaten Zustand dieses Radweges berichtet. Hier ein Foto zur Erinnerung:

Aus alt …

Zu meiner großen Freude wurde der Radweg jetzt komplett saniert. Böse Zungen behaupten zwar, dass das an der bevorstehenden Landtagswahl in Niedersachsen liegen könnte, aber das glaube ich weniger. Zum einen dauert das Genehmigungsverfahren für solch eine Sanierung immer eine gefühlte Ewigkeit, zum anderen konnte ja niemand wissen, dass die Landtagswahlen vorgezogen werden.