Radelblog

Das Rad – Fortbewegungsmittel und Lebensgefühl zugleich

Baerenthal 2018

Seit 30 Jahren fahre ich immer über Himmelfahrt nach Baerenthal. Was anfing als Jugendvolleyball-Freizeit hat sich im Laufe der Jahre in einen mehrtägigen Familienausflug mit vielfältigem Sportangebot verwandelt. (Beach-)Volleyball steht zwar noch im Fokus, aber andere Sportarten wie Joggen, Radfahren, Wandern, Klettern oder Boule-Spielen sind hinzugekommen. Die Anreise erfolgt entweder mit dem Auto, dem Motorrad oder dem Fahrrad.
Die Jugendfreizeit und Bildungsstätte in Baerenthal liegt in Ost-Lothringen, etwa anderthalb Auto- bzw. vier bis fünf Radfahrstunden von Karlsruhe entfernt. Es ist ein Ort mit langer Tradition und einer spannenden  Entstehungsgeschichte. Baerenthal ist ein Paradies für Familien mit kleinen und großen Kindern. Hier gibt es noch Natur pur ohne Straßenverkehr.

Den Hinweg habe ich allein gestaltet, was man unschwer daran erkennen kann, dass ich mich um Dambach herum verfahren habe. Auf dem Rückweg über Nothweiler und das Bobenthal waren wir zu Dritt. Diese Route ist landschaftlich schöner und eindeutig verkehrsärmer. Da sie noch dazu mehr Einkehrmöglichkeiten bietet (Cheval Blanc in Niedersteinbach, Gimbelhof, Kräutercafe in Weiler, Bienwaldmühle, Cafe La Minzbrueck in Scheibenhardt), kann ich sie nur jedem empfehlen, der eine abwechslungsreiche Strecke von Karlsruhe nach Baerenthal sucht.

  • Hinweg:
    Karlsruhe Wolfartsweier – Ettlingen – Rheinstetten – Neuburgweier (Fähre) – Berg – Scheibenhardt – Bienwaldmühle – Wissembourg – Climbach – Lembach – Niedersteinbach – Obersteinbach – Dambach – Baerenthal.
    Einkehrmöglichkeiten: Ettlingen, Scheibenhardt (F), Bienwaldmühle, Wissembourg, Niedersteinbach, Philippsbourg
  • Rückweg:
    Baerenthal: Philippsbourg – Neunhoffen – Obersteinbach – Niedersteinbach – Nothweiler – Niederschlettenbach – Bobenthal – Weiler – Wissenbourg – Bienwaldmühle – Berg – Neuburgweier – Ettlingen – Karlsruhe Wolfartsweier
    Einkehrmöglichkeiten: Philippsbourg, Niedersteinbach, Gimbelhof, Weiler, Wissembourg, Bienwaldmühle, Scheibenhardt, Ettlingen

Hier noch ein paar Impressionen von unterwegs und von Baerenthal. Von links nach rechts: Frühstück in Scheibenhardt (F) im Café La Minzbrueck, Bienwaldmühle, 2-Richtungsradweg in Wissembourg.

Von links nach rechts: Blick zurück in die Pfalz von Wissembourg aus, Bergfest auf dem Col de Pigeonnier und Ankunft in Baerenthal

Von links nach rechts: Morgenstimmung, Mittagshitze, Chemtrails

Von links nach rechts: glückliche Kühe links von Ramstein Plage, Étang de Baerenthal, Insektenhotel

 

 

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Fahrradsättel

  1. Schöner Bericht. In der Ecke der Nordvogesen bin ich auch sehr gerne unterwegs. Gibt da auch noch ein paar schöne, besonders ruhige asphaltierte Forststräßchen. Mit dem MTB kann man dort auch noch unzählige Burgruinen erkunden. Auf der Burg Ramstein oberhalb von Baerenthal warste garantiert auch schon, oder?

    Wie kann man sich in Dambach eigentlich verfahren, das Dorf hat doch im Grunde nur eine Kreuzung…!? 😉

    Um Wissembourg herum sieht man jedenfalls, dass es in Frankreich mit den runden, blauen Schildern auch nicht besser aussieht, als hier (siehe das schmale 2-Richtungs-Wegelchen zw. Weiler und Wissembourg). Dabei könnten die ja auch die Viereckigen Schilder nehmen…

    • Anke

      Ich dachte, ich würde diese Strecke nach Baerenthal noch kennen und habe falsch gedacht. Bin an einer Stelle falsch abgebogen und stand auf einmal mitten in der Pampa. Aber der Weg ist das Ziel und die Landschaft um Baerenthal rum ist wirklich traumhaft. Außerdem war am Mittwoch noch nicht viel auf den Straßen los. Vor allem waren noch keine Heerscharen von Motorradfahrern unterwegs.
      Zu den Ruinen Ramstein und Falkenstein oder dem Étang de Hanau bin ich allerdings häufiger gejoggt als gefahren. Laufen ist schon länger meine Leidenschaft als Mountainbiken :).

      Der Radweg zwischen Weiler und Wissembourg ist wirklich grottig. Der ist weitaus schlimmer / schmäler als der auf dem Foto im Beitrag. Ich tue mich mit diesen 2-Richtungsradwegen sowieso schwer. Ich komme mir dann auf der linken Straßenseite immer vor wie ein Falschfahrer.

      • Ich bin total lauffaul; mit dem MTB ist das aber grade wenn man ein Auge für Kultur und Natur hat, eine wirklich traumhafte Gegend.

        Ich weiß gar nicht, ob in Wissembourg Richtung Weiler immer noch ein kleines, deutsches Z 240 am rechten Wegrand nach links verweist? Fand ich besonders ulkig. 😉 Leider kann ich kein französisch, sonst hätte ich das schmale Wegelchen hinter den Hecken evtl. auch mal bei der zuständigen französischen Behörde bemängelt, um internationale im Entbläuen (oder dort eher „vervierecken“?) zu sammeln. Ein alternativer Hinweis in deutscher Sprache an die Weißenburger Touristik blieb jedenfalls bislang offenbar folgenlos.

        Linke Wege hasse ich wie die Pest; ich empfinde schon das Wechseln auf die andere Straßenseite (samt zurückwechseln am Wegende) als pure Nötigung. Weil es in aller Regel ziemlich gefährlich ist, da man dann im fließenden Verkehr nach links abbiegen muss… Querungshilfen gibt es ja grundsätzlich keine – und wenn, hat man dann meist sowieso wieder Wartepflicht.

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