Radelblog

Das Rad – Fortbewegungsmittel und Lebensgefühl zugleich

Alle Menschen sind gleich …

aber manche Menschen sind gleicher als gleich. Es gibt Regeln, die gelten immer nur für andere, aber selten bis nie für einen selbst:

Mit schlechtem Beispiel voran

Mit schlechtem Beispiel voran

In Berlin fand gerade eine großangelegte Aktion gegen Falschparker statt. Laut Aussage der Polizei waren sich die meisten Falschparker keiner Schuld bewusst und die wenigsten zeigten sich einsichtig.

Wenn sich nicht mal die Polizei selbst an die StVO hält, wieso soll sich dann Otto-Normalverbraucher an Regeln halten. Gestern Abend musste ich mich an diesem Polizeifahrzeug vorbeiquetschen. Welche Ausrede wohl der Fahrer gehabt hätte? Wichtiger Einsatz oder wichtiger Einkauf im Sexshop? Parkplätze gibt es in der Nähe zur Genüge. Man hätte dann allerdings ein paar Schritte laufen müssen.

Zurück zur Aktion in Berlin: Es wurden 2304 Falschparker angezeigt und 92 Fahrzeuge (das sind gerade mal 4 %!!) kostenpflichtig abgeschleppt. Die meisten Falschparker tummelten sich auf Radstreifen auf der Fahrbahn (497 / davon wurden 31 abgeschleppt), etwas weniger wurde auf Busspuren (432 / 18), in der zweiten Reihe (398/4) und auf getrennt verlaufenen Radwegen (166/13) geparkt. Unter der Rubrik „Sonstiges“ fanden sich 811 Falschparker, von den 26 abgeschleppt wurden.

Was die Autofahrer „kreativ parken“ nennen, das nenne ich gefährden anderer Verkehrsteilnehmer.

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Fahrradwitze

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Draisfest 2016

  1. Sandy

    Erst heute morgen wider gehabt: Polizeiauto parkt komplett auf Radweg.
    Ich habe das beim Vorbeifahren nicht kommentiert, wollte keinen Ärger mit
    den Uniformierten.

    Wir hatten auf unserem Heimweg vom Kindergarten immer eine Passage, da standen
    zwischen 3 und 5 Autos immer auf dem Gehweg. Das war so eng, dass wir mit dem
    Kinderwagen nicht mehr durchgepasst haben. Es macht echt keinen Spaß mit Kind
    an der Hand, Wagen schiebend und im Laufschritt an drei Autos auf der Straße
    an dem Hindernis vorbeizuhetzen. Und das auf einer Hauptverkehrsstaße und dass
    täglich!
    Einmal hatten wir dann so die Schnauze voll, dass wir die Polizei angerufen haben.
    Die sind aber nicht gekommen, für den ruhenden Verkehr sei das Ordnungsamt zuständig!
    All unsere Beschwerden, Mails an die Stadt etc. hat niemanden interessiert. Die
    Parksünder anzusprechen, endete in den meisten Fällen mit Uneinsicht und oft mit
    Beleidigungen.
    In all den Jahren haben ich genau einmal Strafzettel an den Autos gesehen. Ganze
    15 Euro für das tägliche Gefährden von Kindern!

    • Anke

      Habe zum Thema Radweg-Parken gerade etwas auf Twitter entdeckt. @Bikeyface illustriert und schreibt rund ums Thema Radfahren und all den positiven sowie negativen Dingen, die wir Alltagsradler tagtäglich erleben.

      Whatever von Bikeyface

  2. Gefährdung ist billig bei uns, aber wehe du beleidigst jemanden oder zeigst den Finger. Dann wird es gleich richtig teuer. Die ‚Ehre‘ ist halt etwas viel Wertvolleres als so etwas Banales wie Gesundheit oder Leben!

  3. Wenn man bei uns manche Fahrradwege anguckt, könnte man auch meinen, dass das Warnblinklicht eine Lizenz zum Überallparken ist. Hatte die Polizei denn wenigstens den Warnblinker an?:)

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