ADAC Fahrradhelmtest 2015

Der ADAC hat unlängst 12 Fahrradhelme für Erwachsene unter die Lupe genommen und ist zu erstaunlichen Ergebnissen gekommen.

Getestet wurden der Kopfschutz, die Trageeigenschaften / Handhabung und die Erkennbarkeit. Der Kopfschutz schlug mit 50 % zu Buche, die Trageeigenschaften / Handhabung mit 40 % und die Erkennbarkeit mit 10 %.

ADAC Fahrradhelmtest 2015

ADAC Fahrradhelmtest 2015 (zum Vergrößern anklicken)

Zwei wichtige Ergebnisse seien schon mal vorweggenommen: keiner der getesteten Helme fiel durch oder wurde mit Mangelhaft beurteilt und Helme mit einer weichen, verformbaren Helmschale über dem Schutzkörper – sogenannte Micro-Shell-Helme – erzielten bessere Dämpfungswerte als Helme mit einer harten Helmschale.

Der beste Helm nützt natürlich nur, wenn man ihn auch aufsetzt. Helme, die drücken, sich als Fliegenfänger entpuppen oder zu wenig Lüftungsschlitze aufweisen, landen über kurz oder lang im Eck und werden nicht getragen. Ein zu großer Helm lässt sich auch bei geschlossenem Riemen mühelos nach hinten abstreifen und bietet somit auch keinen Schutz bei einem Sturz oder Unfall.

Der KED Certus K-Star wurde vom ADAC zum Testsieger gekürt. Er punktete vor allem bei den Trage- und Belüftungseigenschaften, hatte das beste Ergebnis bei der Erkennbarkeit und bot guten Unfallschutz. Auch was das Preis-Leistungs-Verhältnis anbetrifft, liegt der KED Certus K-Star klar in Front.

Was den Kopfschutz anbetrifft, siegte der leichteste der getesteten Helme – der GIRO Aspect. Seine Trageeigenschaften wurden mit Gut bewertet, lediglich in punkto Erkennbarkeit und Insektenschutz erhielt der GIRO Helm eine schlechtere Bewertung. Daher kam der GIRO Aspect insgesamt „nur“ auf Platz drei.

Der ABUS Urban I V.2 Signal kam aufgrund seiner durchweg guten Bewertungen auf Platz zwei aller getesteten Helme. Guter Unfallschutz trotz eines geringen Gewichts, gute Trage- und Belüftungseigenschaften und eine gute Erkennbarkeit sorgten für einen Platz auf dem Siegertreppchen.

Die drei Testsieger im direkten Vergleich

Die drei Testsieger im direkten Vergleich

Obwohl die zuvor genannten Helme die besten Testergebnisse erzielt haben, müssen sie aber nicht unbedingt jedem passen. Der eine hat eine schmale, ovale Kopfform, der andere eine richtige „Mostbirne“. Am besten man probiert mehrere Helme unterschiedlicher Hersteller an. So findet man am ehesten heraus, welche Marke und welcher Helmtyp am besten zu einem passen. Außerdem unterscheiden sich Mountainbikehelme von Rennradhelmen und Downhill-Helmen. Das ist der Aspekt, den ich beim ADAC Helmtest vermisst habe. Es heißt lediglich „ADAC Test Fahrradhelme für Erwachsene. Ob es sich dabei um Helme für den täglichen Einsatz, für Moutainbiker oder Rennradfahrer handelt, fehlt. Das kann man aufgrund der jeweiligen Helmform vielleicht vermuten, aber der Laie kann es aus dem Test nicht herauslesen.

Tags: