Radelblog

Das Rad – Fortbewegungsmittel und Lebensgefühl zugleich

5000 € Zuschuss für die E-Mobilität

Die Bundesregierung will mehr E-Autos auf die Straße bringen. Bisher sind gerade mal 30.000 Elektroautos zugelassen. Damit ist man weit entfernt vom ehrgeizigen Plan:
Bis 2020 sollen gut 1 Mio Elektroautos auf deutschen Straßen unterwegs sein. Umweltminister Gabriel möchte den deutschen Autofahrern deshalb den Umstieg aufs Elektroauto schmackhaft machen:

Ich kann mir eine Kaufprämie von 5000 € pro Fahrzeug vorstellen

Wieso eigentlich nur eine Kaufprämie für E-Autos? Was wäre, wenn auch jeder Käufer eines E-Bikes diese 5000 Euro Zuschuss bekäme, so wie es Daniel auf seiner Website fordert? E-Autos sind zwar umweltschonender als Diesel-Stinker oder Benziner, lösen aber nicht die anderen Verkehrsprobleme wie Staus oder Parkplatznot.

Für 5000 € bekäme man z.B. so ein schnittiges E-Bike von Haibike:

Haibike SDURO AllMtn RX 27.5" 400Wh 20-G XT e:i schwarz/lime/rot matt E-Bike

Haibike SDURO AllMtn RX 27.5″ 400Wh 20-G XT e:i schwarz/lime/rot matt E-Bike

Ja, man hätte sogar noch genug Geld übrig, sich einen Helm, eine Fahrradjacke, eine Fahrradhose und diverses Werkzeug zu kaufen.

Jetzt könnte man natürlich einwenden, dass in einem E-Auto mehr als eine Person Platz findet. Nun, für 5000 € bekommt man auch locker zwei Scott: Sub Evo 30 schwarz Trekkingbikes:

Scott: Sub Evo 30 schwarz Trekkingbike

Scott: Sub Evo 30 schwarz Trekkingbike

Da man ja die Kinder nicht allein daheim lassen will, hat man dann noch genügend Geld übrig für zwei voll ausgestattete Kinder- oder Jugendräder:

Winora dash 26 21-G TX35 cyan/weiss/lime Jugendfahrrad

Winora dash 26 21-G TX35 cyan/weiss/lime Jugendfahrrad

Und selbst jetzt hat man noch knapp 2500 € übrig, um die gesamte Familie für die nächste Radtour einzukleiden.

Daniels Forderung „5000-€-E-Bikes für alle“ ist natürlich nur symbolisch gemeint. Aber nichtsdestotrotz könnte man mit dieser Summe viele Autofahrer/-innen nebst Familienangehörige mit einem Rad ausstatten, viele Verkehrsprobleme lösen und gleichzeitig die deutsche Fahrradindustrie ankurbeln, denn auch das Fahrrad ist ein wichtiger Wirtschaftsfaktor.

 

 

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  1. Na ja hier ist ja eher der Wunsch Vater des Gedankens 😉

    Mit dem Zuschuss sollen ja weniger Diesel/Benzin Autos auf unseren Straßen fahren. Aber ein Fahrrad-Zuschuss ist sicherlich interessant. Die Politiker könnten ja auch an x % denken. Würde die Fahrradwirtschaft sicherlich ankurbeln. Ich denke, wenn alle Fahrradkäufe mit 25% bezuschusst werden hilft das auch schon.

    Ein E-Fahrrad mit einem Zuschuss zu versehen ist grundsätzlich ja kontraproduktiv, denn so steigen ggf. Fahrradfahrer auf das E-Bike um. Sprich: Muskelkraft wird wieder gegen Kraft aus fossilen Brennstoffen ausgetauscht. Das passt nicht wirklich zum Plan 😉

    • Das trifft so nicht ganz zu. Es hat sich gezeigt, dass die Radler mit einem E-Bike deutlich weitere Strecken zurück legen, als mit reiner Pedalkraft. Und dabei geht es eben genau um Strecken, die bisher mit dem Auto zurück gelegt wurden.
      Vor kurzem wurde z.B. über einen Versuch in Berlin berichtet, bei dem man über 200 Menschen ein E-Bike leihweise überlies, um damit auch den Weg zur Arbeit zurück zu legen. 58% der Beteiligten entschieden sich zum Ende des Versuchs, das E-Bike zu kaufen und dann hoffentlich auch weiter das Auto immer häufiger stehen zu lassen und wirklich umweltfreundlich unterwegs zu sein.

      Ich sehe es wie Anke, dass die Forderung von Daniel eher symbolischer Art ist, die aber sehr gut den Irrsinn dieser Förderung zeigt, weil man auf anderem Weg für das Geld viel mehr erreichen könnte. Es wäre sicherlich realistischer und wirkungsvoller, wenn man statt direkter Zuschüsse in Fahrradkäufe mehr Geld in Infrastruktur stecken würde. Auf diesem Weg könnte man sehr effektiv den Autoverkehr reduzieren und damit den Ausstoß von Schadstoffen reduzieren.

  2. Denke auch, man muss hier etwas weiter denken als das nur die Menschen eventuell vom Fahrrad auf ein E-Bike umsteigen. Selbst wenn sie dort wirklich etwas weniger an Eigenenergie einbringen, so sehe ich die große Chance in einer Förderung von E-Bikes eher darin, die bisherigen Fahrrad-Verweigerer aufs Zweirad zu locken. Gerade in Städten würde es unglaublich viel bringen, wenn jeder zweite oder dritte Autofahrer für den Weg zur Arbeit ein E-Bike nutzen würde. Und das Radfahren selbst mit einem E-Bike oder Pedelec gesund ist, ist ja unbestritten.

    Ist gibt zwar schon die Möglichkeit, das man über den Arbeitgeber ein Leasing-E-Bike bekommen kann, aber das ist einfach noch viel zu viel an bürokratischen Aufwand. E-Bike kaufen, Quittung einreichen und pro Steuernummer gibt es Geld zurück. Kein 5.000 Euro aber immerhin 200,- Euro gibt es zum Beispiel in der Gemeinde Virgen in Osttirol an Förderung, coole Idee finde ich. Wie gesagt nicht die Welt, aber ein bescheidener Anfang. Leider lese ich solche Nachrichten viel zu selten.

    Aber die Auto-Lobby ist halt noch deutlich größer als die E-Bike-Gemeinde, aber das ändert sich ja zum Glück von Jahr zu Jahr 🙂

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