Es gibt frohe Botschaft vom Bundesministerium der Finanzen. Die 0,5 % Regelung, die seit dem 01. Januar 2019 bereits für S-Pedelecs gilt, wurde per Erlass vom 13. März 2019 auch auf „normale“ Pedelecs und Fahrräder ohne Antrieb ausgedehnt. Die Bemessungsgrundlage, nach der sich die Höhe des zu versteuernden geldwerten Vorteils bei privater Nutzung berechnet, wurde halbiert:

Überlässt der Arbeitgeber dem Arbeitnehmer das betriebliche Fahrrad erstmals nach dem 31. Dezember 2018 und vor dem 1. Januar 2022, wird als monatlicher Durchschnittswert der privaten Nutzung (einschließlich Privatfahrten, Fahrten zwischen Wohnung und erster Tätigkeitsstätte sowie Fahrten nach § 9 Absatz 1 Satz 3 Nummer 4a Satz 3 EStG und Familienheimfahrten im Rahmen einer doppelten Haushaltsführung) 1 % der auf volle 100 Euro abgerundeten halbierten unverbindlichen Preisempfehlung des Herstellers, Importeurs oder Großhändlers im Zeitpunkt der Inbetriebnahme des Fahrrads einschließlich der Umsatzsteuer festgesetzt.
(….) Die vorstehenden Regelungen gelten auch für Elektrofahrräder, wenn diese verkehrsrechtlich als Fahrrad einzuordnen (u. a. keine  Kennzeichen- und Versicherungspflicht) sind.

Man hätte es auch weniger verschnörkelt ausdrücken können, aber wozu einfach, wenn es auch kompliziert geht. Durch die Halbierung der Bemessungsgrundlage wird es noch attraktiver für Angestellte sich über Ihren Arbeitgeber ein Dienstrad zu leasen. Je nach Gehalt und Steuerklasse können Leasingnehmer bis zu 40 % gegenüber einem klassischen Kauf sparen.

Es soll ja sogar Arbeitnehmer geben, die von ihrem Arbeitgeber ein Rad zusätzlich zu Ihrem Gehalt zur Verfügung gestellt bekommen. Diese glücklichen Menschen müssen ab dem 1. Januar 2019 gar keinen geldwerten Vorteil mehr versteuern.