Radelblog

Das Rad – Fortbewegungsmittel und Lebensgefühl zugleich

Monat: Februar 2019

Umfrage zu Lastenrad-Infrastruktur

Ich bin gerade auf Twitter auf eine Umfrage der Hochschule Darmstadt gestoßen, die sich an Besitzer privat genutzter Lastenräder wendet, also auch an mich 🙂

Ziel der Umfrage ist:

(…) ein wichtiges und zukunftsträchtiges Feld der Nahmobilität, nämlich die Nutzung mit Lastenrädern, durch Empfehlungen für eine adäquate Infrastrukturgestaltung zu fördern.

Die Ergebnisse der Umfrage sollen nach Möglichkeit auch in die Neuauflage der Empfehlungen für Radverkehrsanlagen (ERA) einfließen, wo Lastenräder bisher kaum berücksichtigt wurden. Daher meine Bitte an alle Lastenrad-Besitzer oder diejenigen unter euch, die sich ein Lastenrad schon mal probeweise ausgeliehen haben. Nehmt euch ca. 20 Minuten Zeit, und beantwortet die 33 Fragen. Je größer die Teilnehmerzahl, desto aussagekräftiger die Umfrage.
Mein Packster 40 von Riese und Müller hat zwar einen verhältnismäßig kleinen Radstand, aber auch ich habe so meine Probleme an Drängelgittern, Bordsteinen und bei der Suche nach einem geeigneten Abstellplatz. Meiner Meinung nach gibt es in puncto Cargobike-Infrastruktur noch erheblichen Nachholbedarf.

Von Schafen und Menschen

Merinowolle ist derzeit in aller Munde. Nicht weil es sich dabei um einen natürlichen, nachwachsenden Rohstoff handelt, sondern wegen der Art und Weise, wie die Merinoschafe in Australien und Neuseeland gehalten werden. Um einen hohen Wollertrag zu erzielen, züchtet man die Schafe so, dass sie möglichst viele Hautfalten haben. Je mehr Falten desto mehr Wolle. Die Kehrseite der Medaille ist, dass sich Fliegenmaden in den Hautfalten wohlfühlen, was zu Infektionen und schlimmstenfalls sogar zum Tod der Schafe führen kann. Um das zu verhindern, werden den Lämmern die Falten um den After herum weggeschnitten, und zwar meist ohne Betäubung. Diese Prozedur bezeichnet man als Mulesing nach  John W. H. Mules, der sich das anscheinend ausgedacht hat. Als ich auf ZDFzoom gesehen habe, wie man den armen Lämmern die Haut rund um den Schwanz ohne Betäubung weggeschnitten hat, war ich entsetzt. Schafe waren für mich immer die süßen Tiere, die bei meinen Bekannten auf der Wiese stehen und nicht die armen Kreaturen in der ZDF Reportage.

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CM – auf dem Rad tanzen

Gestern Abend war wieder Critical Mass in Karlsruhe. Schon früh versammelte sich ein Grüppchen Radfahrer auf dem noch sonnigen Kronenplatz und mauserte sich dann bis zur Abfahrt kurz nach 18 Uhr zu einer bunt gemischten Gruppe von 141 Teilnehmern – Rekord für einen Februar. Zu Hause hatte ich noch überlegt, ob ich die Handschuhe bei den frühlingshaften Temperaturen überhaupt brauchen würde, spätesten auf der Hälfte der Strecke war ich froh, sie dabei zu haben. Anderen erging es ähnlich. Immer wieder scherten einzelne Radfahrer nach rechts oder links raus auf die Seite, um sich eine Mütze oder Handschuhe überzuziehen. Innerhalb kürzester Zeit fielen die Temperaturen von gefühlt 15 Grad in den Keller. Da halfen leider auch nicht die heißen Rhythmen, die aus dem Lautsprecher des Music Bikes erklangen, hinter dem ich mich eingereiht hatte. Wir bildeten mit einem Rikschahfahrer – fast so was wie der Besenwagen – das Ende der langgezogenen Kette aus munter plaudernden und sich im Rhythmus der Klänge auf dem Rad hin und her wiegenden Radler.

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Karlsruher Spendenradeln

Letztes Jahr ist das Karlsruher Spendenradeln erstmals an den Start gegangen und hat gleich ein paar renommierte Auszeichnungen abgeräumt:

  • Nachhaltigkeitspreis beim bundesweiten Wettbewerb Projekt Nachhaltigkeit 2018
  • Ausgezeichnet im Yooweedoo Ideenwettbewerb 2018
  • 3. Preis Social Impact Cup

Mittlerweile als gemeinnütziger Verein (Tandem e.V.) eingetragen, geht das Karlsruher Spendenradeln im April 2019 ins zweite Jahr.

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Kunst und Sport

Die Fächer Kunst und Sport spielen an den weiterführenden Schulen eher eine Nebenrolle. Wenn sie ausfallen, kräht in der Regel kein Hahn danach, aber wehe der Mathelehrer ist mal einen Tag krank, dann laufen die Eltern Sturm, denn Malte-Jonas und Lena-Marie könnte das ja ihren weiteren Lebensweg verbauen.
Von daher bin ich froh, dass meine beiden Töchter dem Kunst- und Sportunterricht etwas abgewinnen und sich auch bei uns im Haus künstlerisch und sportlich austoben konnten. Manche dieser Spuren haben wir mittlerweile beseitigt – z.B. die Reifenspuren an der Flurtapete, an denen man ablesen konnte wie virtuos sie ihr Einrad gerade beherrschten. Die Wände der Gästetoilette dagegen  zeugen noch heute von ihrem künstlerischen Schaffensdrang.

Manche Gäste fühlen sich vielleicht beobachtet und würden das Klopapier wahrscheinlich auch alleine finden, aber zumindest gibt es immer wieder etwas Neues zu entdecken, denn das Gesamtwerk ist noch nicht vollendet.

Mit der Kraft der zwei Hände

Nachdem mein Kollege erzählt hatte, er könne ohne Reifenheber einen Schlauch am Rad wechseln, habe ich letzte Woche Übungsmaterial mit in die Firma genommen, damit er mir zeigt wie das geht.

Kann man / frau tatsächlich nur mit der Kraft seiner / ihrer Hände den Mantel von der Felge runter und auch wieder rauf bekommen? 

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Frühling liegt in der Luft


Es wird Zeit, sein Rad fit zu machen für den Frühling. Wer wie ich ganzjährig und bei jedem Wetter mit dem Rad unterwegs ist, der kann sich jetzt bequem zurücklehnen. Aber alle anderen sollten jetzt ihre Räder aus dem Keller holen, oder wo immer sie sie eingemottet haben, und aus dem Winterschlaf holen. Nicht jeder ist ein begnadeter Schrauber. Wer sein Rad sicherheitshalber von einem Zweiradmechaniker durchchecken lassen möchte, der sollte sich sputen. Bald sind die Terminbücher der Fahrradwerkstätten wieder ausbucht, und der frühe Vogel fängt ja bekanntlich den Wurm.

Fuhrparkpflege

Ich gehöre nicht zu den Leuten, die jeden Samstag ihren Fuhrpark pflegen. Ich mache das eigentlich nach Bedarf. Wenn ein Rad extrem dreckig ist, dusche ich es abends gleich kurz ab, wenn ich nach Hause komme. Doch seit ich meinen Fuhrpark nicht mehr in die Einliegerwohnung schleppe, sondern in der Garage untergebracht habe, werde ich nachlässiger.

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Emotionen statt Emissionen

Heute Morgen hatte ich überhaupt keine Lust, schnell ans Ziel zu kommen. Wer wie ich viel mit dem Rad unterwegs ist, der kennt dieses Gefühl. Temperatur um den Gefrierpunkt, strahlend blauer Himmel und Raureif an den Pflanzen. Da möchte man am liebsten stundenlang weiter radeln.

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Schubladendenken

Jeder von uns hat Vorurteile, auch wenn wir das manchmal nicht wahrhaben wollen. Wir sehen etwas und ordnen es anhand unserer Erfahrungen in bestimmte Kategorien (Schubladen) ein. Das machen wir jeden Tag ganz automatisch. Aber wir sollten uns immer bewusst machen, dass der erste Eindruck oft täuscht. Nicht jeder lässt sich aufgrund seines Aussehens, seines Fahrzeugs oder seiner Hobbys in eine bestimmte Schublade pressen.

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