Radelblog

Das Rad – Fortbewegungsmittel und Lebensgefühl zugleich

Jahr: 2018 Seite 2 von 13

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Ich habe die Ecke ums Durlacher Tor herum in den letzen Monaten gemieden. Aufgrund der Dauerbaustelle waren die Wege von Durlach in die Stadt meist „verschlungen“. Letzte Woche bin ich zufällig wieder dort lang geradelt, weil ich von der Oststadt in die Innenstadt wollte und wurde angenehm überrascht. Es gab neue Radfahrstreifen, …

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Das verkehrssichere Rad

Der Schuster hat ja bekanntlich die schlechtesten Schuh. So musste ich mich unlängst von meinem Kollegen belehren lassen, dass die drei Räder, mit denen ich meist unterwegs bin – mein Reiserad von Rennstahl, das Faltrad von Tern und das Lastenrad von Riese u. Müller – allesamt nicht den Anforderungen der StVZO entsprechen was die Beleuchtungsanlage betrifft.

Bei meinem Faltrad war mir das bewusst, bei meinen anderen beiden Rädern hätte ich Stein und Bein geschworen, dass sie mit allen vorgeschriebenen und bauartgenehmigten lichttechnischen Einrichtungen ausgerüstet sind, die der Gesetzgeber vorschreibt.

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Griffe aus Nussbaumholz von Velospring

Meine alten Ergon-Griffe habe ich jetzt gut 20.000 Kilometer gefahren. Sie haben mir treue Dienste erwiesen. Man sieht es ihnen nicht nur deutlich an, man spürt es leider auch. Sie fühlen sich extrem pekig an.

Diese alten Ergon-Griffe haben ausgedient

Von daher meine Überlegung, in etwas Neues zu investieren, vor allem in ein anderes Material. Ledergriffe habe ich am Faltrad montiert. Leider bin ich von der Haptik nicht so begeistert, wie ich es mir erhofft hatte. Meine oft schweißnassen Hände dürften daran allerdings nicht ganz unschuldig sein.
Von daher habe ich jetzt geschwankt zwischen Kork- und Holzgriffen. Die Holzgriffe von Velospring hatte ich bereits vor zwei Jahren auf der Eurobike in Friedrichshafen in den Händen. Sie fühlten sich angenehm glatt und dennoch warm an. Geht mal barfuß über Laminat und dann über Parkettboden. Ähnlich verhält es sich mit Griffen aus Kunststoff und Holz. Man spürt den Unterschied. Naturmaterialien fühlen sich einfach besser an.

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Senk ju for träveling wis Deutsche Bahn

An diesen Song der Wise Guys musste ich unwillkürlich denken, als ich letzten Montag mit dem Zug von Lingen über Münster nach Karlsruhe zurückfuhr. Es wurden – wenn man mal von den sanitären Einrichtungen absieht – sämtliche Vorurteile bedient:

  • Zugverspätung
  • Einfahrt auf dem falschem Gleis
  • Spiegelverkehrte Wagenreihung
  • Halten auf freier Strecke
  • Zug fährt nicht zum Zielbahnhof

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Kleine Geschenke erhalten die Freundschaft

Wenn man leidenschaftlich gerne joggt und Rad fährt, ist es für die Familie relativ einfach, ein passendes Geburtstagsgeschenk zu finden.

So reich beschenkt wird man gerne ein Jahr älter

Socken, als Geschenk eigentlich verpönt, kommen bei Läufern immer gut an, zumal wenn es Socken der Lieblingsmarke sind.

Das T-Shirt von Glückskind ist ebenfalls ein Volltreffer, wenn man bedenkt, dass ich zukünftig nur noch per (Lasten-)Rad im Alltag mobil sein werde. Die Qualität der Glückskind T-Shirts ist übrigens super. Ich weiß das aus eigener Erfahrung, denn ich habe schon zwei davon. Beide wurden zig mal gewaschen und sogar im Trockner getrocknet. Die Form hat sich nicht verändert, der Aufdruck ist weder verblasst noch löst er sich ab. Ich habe mir die Herren Variante zugelegt, Größe S. Ich bin schlank. Wenn ihr euch also auch ein T-Shirt der Marke zulegen wollt, berücksichtigt das bitte bei der Wahl der Größe. Männer sollten mindestens eine, besser zwei Größen mehr als normal wählen. Die T-Shirts fallen klein aus.

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Ohne Auto mobil im Alltag

Jetzt ist es also passiert – ich habe mich von meinem Fiat getrennt. Er bleibt zwar in der Familie, aber mir steht er nicht mehr zur Verfügung. Ein bisschen wehmütig war mir beim Abschied am Montag schon, als ich mit dem Faltrad zum Bahnhof geradelt bin, um nach Karlsruhe zurückzufahren.
Ich habe ihn zwar kaum genutzt, aber es hatte etwas ungemein Beruhigendes zu wissen, dass da in der Garage ein Auto steht, das ich in der Not hätte nehmen können. Dieses beruhigende Gefühl habe ich jetzt natürlich nicht mehr. Dafür aber eine große Auswahl an Rädern 😉

Damit mein Lastenrad nicht so verloren aussieht, habe ich nach meiner Rückkehr gleich mal ein wenig umgeräumt und mein Faltrad und ein Rad meines Mannes nebst Montageständer in der Garage verteilt. Wie man sieht gibt es noch jede Menge Platz für mein Alltagsrad, das Mountainbike und mein Rad mit den Spikereifen.

Eins möchte ich noch einmal betonen – ich habe nichts gegen Autos per se. In dem kleinen Dorf in Norddeutschland, in dem ich aufgewachsen bin, ist man auch heute noch ohne Auto aufgeschmissen. Es fährt morgens ein Bus in die nächstgelegene Kreisstadt und mittags einer wieder zurück – während der Schulzeit, versteht sich, nicht in den Ferien. Vor allem in ländlichen Regionen gibt es noch keine wirkliche Alternative zum Auto. Da haben wir noch erheblichen Nachholbedarf.

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Dunkelampeln

Ich bin gerade zu Besuch in meiner alten Heimat – einem kleinen Dorf in Niedersachsen zwischen Bremen und Hamburg. Als ich Kind war, führte noch eine Sandstraße durchs Dorf und kaum jemand hatte einen PKW. Asphaltiert wurde diese Straße erst, als sich der kleine Gemischtwarenladen der Familie Dodenhof im benachbarten Posthausen zur „Einkaufsstadt, die alles hat“ mauserte. Das Kaufhaus Dodenhof ist der größter Arbeitgeber der Umgebung. Hier gibt es alles, was das Herz begehrt und vor allem kostenlose Parkplätze direkt vor der Haustür. Dementsprechend groß ist der Ansturm der Kunden. Vor allem zu den Stoßzeiten und abends nach Toresschluss rollt eine Blechlawine durch unser Dorf. Wer da die Straße queren möchte, musste noch vor ein paar Jahren ewig warten, bis sich eine Lücke im Verkehr auftat. Seit wir eine Dunkel- bzw. Schlafampel haben, ist das vorbei.

Eine Dunkelampel wird nur auf Knopfdruck aktiv und die restliche Zeit über „schläft“ sie. Das hat den Vorteil, dass der Verkehrsfluss nur dann unterbrochen wird, wenn es auch wirklich nötig ist. Ich liebe diese Ampel, denn sie reagiert viel schneller als andere Ampeln.
Man drückt auf den Knopf und die Ampel wacht auf: Grün für die PKWs und Rot für die Fußgänger. Nach drei Sekunden schaltet die Ampel auf Gelb und dann auf Rot für den motorisierten Verkehr und der Fußgänger kann bei Grün die Straße queren.

Von diesen Ampeln sollte man ruhig mehr aufstellen bzw. „normale“ Ampeln umrüsten. Ich bin Frühaufsteherin. Wenn ich morgens mit dem Rad zur Firma fahre, schlafen die meisten Menschen noch. Auf dem Weg zur Arbeit muss ich einige Straßen queren, die tagsüber zwar viel befahren sind, aber eben nicht, wenn ich unterwegs bin. Trotzdem muss ich ewig warten, bis die Ampeln (Bedarfsampeln) von Rot auf Grün springen, obwohl weit und breit kein Auto in Sicht ist. Durch diese Ampelschaltung züchtet man sich Rotlichtsünder geradezu heran. Damit will ich mein verkehrswidriges Verhalten jetzt nicht schönreden, aber wozu warten, wenn die Straße frei ist? Ich denke, dass ich nicht die Einzige bin, die in solch einer Situation die Geduld verliert und bei Rot die Straße quert, weil Warten einfach sinnlos erscheint. Worauf warten? Dass vielleicht doch noch ein Auto kommt?

Black And White Challenge

FAHRRADkultur hat mich am letzten Dienstag auf Twitter eingeladen, an einer #blackandwhitechallenge teilzunehmen. Was verbirgt sich dahinter? Man postet sieben Tage lang jeweils ein Schwarz-Weiß-Foto ohne Menschen und Erklärung. Wer will kann Follower einladen, es einem nachzutun und ebenfalls Fotos zu veröffentlichen.

Nachfolgend meine Schwarz-Weiß-Bilder mit ein wenig Erklärung. Eines sei schon mal vorweggenommen: Ich bin kein Fotograf. All meine Fotos habe ich mit dem Smartphone aufgenommen. Ich weiß nicht, ob es euch ähnlich geht, aber meist gelingt es mir auch nicht annähernd, die Schönheit des Augenblicks auf einem Foto festzuhalten. Das unterscheidet eben einen wahren Fotografen, von einem „Knipser“ wie mich.

Bild 1/7: Pappelallee zwischen Batzenhof und Thomashof

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Mit dem Rad mobil trotz Dauerbaustelle

Seit Anfang Juli haben wir bei uns in der Gemeinde eine Dauerbaustelle. Es werden neue Gas-, Wasser- und Stromleitungen verlegt und die Fahrbahn wird in dem Zuge auch erneuert. Die Zufahrt zur Nachbargemeinde und zur nächst gelegenen Autobahnanschlussstelle ist seitdem versperrt. Normalerweise verkehrsberuhigte Straßen wurden als Umleitungsstrecke ausgewiesen und die Volksseele kocht. Wütende Bürger lassen ihren Frust in Leserbriefen freien Lauf. Die Wogen schlagen hoch.

Mich lässt diese Vollsperrung relativ kalt. Sie ist schon Wochen und Monate vorher angekündigt worden und jeder konnte sich seelisch und auch praktisch darauf vorbereiten. Ich war vorbereitet, denn ich habe mir ein Lastenrad zugelegt. Ohne diese Vollsperrung hätte ich vielleicht noch mit dem Kauf gewartet.

Mit dem Lastenrad komme ich auch weiterhin überall durch. Mit dem Auto müsste ich Umwege fahren, um zu meinem Lieblingsdiscounter zu gelangen.

Laufsocken für Wedderschbacher Füß

Ich treibe schon mein Leben lang Sport. Als Schülerin habe ich gefühlt mehr Zeit auf Sportplätzen und in Turnhallen verbracht als am Schreibtisch. Das hat mir zwar jede Menge Medaillen und eine Eins in Sport, aber nur mittelmäßige Noten in den übrigen Fächern eingebracht. Meine Leidenschaft galt den Wurfdisziplinen. Bahnlaufen habe ich gehasst. Was wir heute Joggen nennen, hieß damals Waldlauf, und auch das fand ich ätzend langweilig.

Meine Liebe zum Laufen habe ich erst entdeckt, als meine Jüngste ein Jahr alt war. Da fand bei uns im Dorf der erste Wettersbacher Funkturmlauf statt. Mehr aus einer Laune heraus habe ich mich angemeldet und wurde Drittletzte. Nach mir kam nur noch ein Jüngling, der aufgrund einer Wette mitgelaufen war und die lebende Legende Albert Olbrechts, damals schon weit über 80. Das hat mich natürlich gewurmt. Und so habe ich mich in der Woche nach der Veranstaltung dem ortsansässigen Lauftreff angeschlossen.

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