Jahr: 2014

COBI – The connected bike

Für die Technikfreaks unter euch gibt es bald ein neues Gadget für den Lenker. COBI vereint viele technische Funktionen und macht damit anderen Schnickschnack, den ihr vielleicht schon an eurem Lenker montiert habt, überflüssig. COBI ist Lampe, Navi, Barometer, Musikplayer, Ladestation, Alarmanlage und Vieles mehr. Das System kann bis zu 100 Funktionen steuern.

COBI - The Connected Bike

COBI – The Connected Bike

Ein am Lenker angebrachtes Modul mit integriertem Frontscheinwerfer ist die Leitzentrale des Systems. Um die einzelnen Komponenten des Fahrrades zu verbinden und die Funktionen des Systems zu steuern, braucht man lediglich ein Smartphone und die vom Hersteller iCradle entwickelte App  Das eigene Smartphone wird so zur Steuerzentrale. COBI gibt es bis dato nur als Prototyp. Über Kickstarter läuft derzeit noch die Finanzierung. Die angepeilte Mindestsumme von 100.000 Dollar ist schon längst übertroffen worden, dass anzunehmen ist, dass COBI nächstes Jahr unter vielen Weihnachtsbäumen liegen wird.

 




Bild der Woche

Winterreifen fürs Rad

Winterreifen fürs Rad

Weihnachten in Norddeutschland: Dauerregen, stürmischer Wind, 2-stellige Temperaturen

Zurück in Karlsruhe: Neuschnee, Sonnenschein, knackiger Frost

Aber ich bin vorbereitet. Die Spikereifen sind aufgezogen.




Mensch lenkt – Fahrrad denkt

Das niederländische Forschungsministerium hat die Entwicklung eines intelligenten Fahrrades in Auftrag gegeben. Ein Prototyp ist bereits fertiggestellt, in zwei Jahren will man in die Serienfertigung gehen.

 

Intelligentes Rad für Senioren

Intelligentes Rad für Senioren

Zielgruppe dieses mitdenkenden Rades sind ältere Menschen, also Menschen wie ich, wenn man meine jüngeren Kollegen befragt oder Leute wie meine 86-jährige, immer noch Rad fahrende Mutter.
Der Verkehr und das Geschehen vor und hinter dem Rad werden mittels Kameras und Sensoren erfasst. Tauchen potentielle Gefahren auf, wird der Radfahrer nicht nur über ein Display, sondern auch durch ein Vibrieren der Lenkergriffe gewarnt.
Ob so eine Technik tatsächlich brenzlige Situationen oder gar Unfälle vermeiden hilft oder im Gegenteil den Fahrer nur ablenkt, muss jeder für sich entscheiden. Ich befürchte eher Letzteres. Auf You Tube könnt ihr euch ein kurzes Video anschauen, in dem das Rad vorgestellt wird.

Eine Augenweide ist das Gefährt nicht gerade. Meiner Mutter würde es vielleicht gefallen. Ihr Stößer sieht ähnlich aus. Mir ist das Rad zu klobig und altbacken. Mich würde schon der tiefe Einstieg stören. Aber wie gesagt, ich bin Gott sei Dank auch nicht Zielgruppe dieses „intelligenten“ Fahrrades. Ich bin ja noch jung ;-).




Alibaba

Ich war heute mal auf der Homepage von Alibaba.com, um zu schauen, was der chinesische Konkurrent von Amazon in Sachen Fahrrad und Fahrradzubehör so zu bieten hat:

Körperteile bei Alibaba

Körperteile bei Alibaba

In der Kategorie Auto und Motorrad gab es neben Fuhrwerken und automatischen Elektriksystemen doch tatsächlich auch Körperteile zum Kauf. Interessant fand ich auch das Angebot von Gebirgsfahrrädern und Gentlewomanly Stadt Fahrrädern:

GEntlewomanly Stadt Fahrrad

Gentlewomanly Stadt Fahrrad

Schwach geworden wäre ich auch beinahe bei den „Festerädern“, den „heißen schweren Jahrgängen“, dem „Dienstprogramm Fahrrad“, dem „28“ Porzellan Rad“. All diese Räder waren entweder von heißer oder billiger Qualität. Der Verkauf, versteht sich, war ebenfalls heiß.

Maschinell generierte Übersetzungen sind ja nicht schlecht, solange man sie von kompetenten Übersetzern überarbeiten lässt, bevor sie auf die Menscheit losgelassen werden. Aber der Betreiber von Alibaba hat die deutsche Website mit Sicherheit nicht überarbeiten lassen, was den Texten allerdings einen gewissen Unterhaltungswert gibt. Und das ist ja auch schon was.




Frohe Weihnachten

Weiße Weihmacht

So ein Wetter wie oben hätten wir gerne, nicht die 10 Grad plus, den fiesen Wind und den Dauerregen. Zumindest wir Norddeutschen sind derzeit nicht gerade vom Wetter verwöhnt. Aber Weihnachten feiern kann man bei jedem Wetter – Fahrrad fahren übrigens auch.




Beleuchtung richtig einstellen

Sehen und gesehen werden, das ist jetzt in der dunklen Jahreszeit ganz besonders wichtig. Mehr Licht bedeutet auch immer mehr Sicherheit, aber nur wenn es nicht auf Kosten anderer geht. Denn mit einer falsch eingestellten Beleuchtung blende ich entgegenkommende Verkehrsteilnehmer und gefährde ihre Sicherheit.

Akku-Scheinwerfer, die ja bekanntlich seit Ende letzten Jahres an allen Fahrrädern erlaubt sind, sofern sie mit dem Prüfzeichen „K“, einer Welle und einer Nummer versehen sind, lassen sich am besten einstellen.

Laut § 67, Absatz 3 der StVZO müssen Fahrräder

… mit einem nach vorn wirkenden Scheinwerfer für weißes Licht ausgerüstet sein. Der Lichtkegel muss mindestens so geneigt sein, dass seine Mitte in 5 m Entfernung vor dem Scheinwerfer nur halb so hoch liegt wie bei seinem Austritt aus dem Scheinwerfer. Der Scheinwerfer muss am Fahrrad so angebracht sein, dass er sich nicht unbeabsichtigt verstellen kann. (…)

Wie darf man sich das bildlich vorstellen?

Fahrrad-Beleuchtung richtig einstellen

Fahrrad-Beleuchtung richtig einstellen

Wenn ihr an eurem Rad eine für den Straßenverkehr zugelassene Akku-Beleuchtung montiert habt, könnt ihr die Neigung des Scheinwerfers alleine justieren. Stellt euer Rad einfach so auf, dass sich der Scheinwerfer ca. 5 Meter vor einer Wand befindet. Beleuchtung einschalten. Höhe des Scheinwerfers messen, halbe Scheinwerfer-Höhe ausrechnen, diese an der Wand markieren und die Beleuchtung so lange justieren, bis die Mitte des Scheinwerferkegels (nicht der hellste Punkt) sich auf der halben Scheinwerfer Höhe befindet.

Wenn ihr eine fest installierte Beleuchtungsanlage habt, holt ihr euch am besten jemanden, der euch beim Einstellen hilft, indem er das Rad vorne leicht anhebt und das Vorderrad dreht.




Last-Minute-Geschenke nicht nur zu Weihnachten

Ihr wisst nicht, was ihr eurem Radsport begeisterten Gatten schenken sollt? Wie wäre es mit einem Bildband von Philipp Hympendahl. Der Titel lautet “Beyond the Finish Line” (ISBN 978-3-00-046552-9) und wurde von Philipp Hympendahl (Fotograf) und Tim Farin (Radsportjournalist) herausgegeben. Die Fotos geben einen phantastischen Einblick in die Welt des Radsports und dem Drumherum mit all seinen Facetten.

Etwas Kuscheliges für die Winterzeit bietet VAUDE. Mit der Softshell Jacke Wintry II hat niemand mehr die Ausrede, es sei zu kalt zum Radfahren.

Wintry Jacket II von VAUDE

Wintry Jacket II von VAUDE

Die Jacke ist 100% winddicht, bietet somit hervorragenden Wind- und Kälteschutz. Das Material ist elastisch und angenehm weich. Reflektoren sorgen auch in der Dunkelheit für Sicherheit im Straßenverkehr. VAUDE ist Vorreiter in Sachen Umweltschutz. Das Green Shape Gütesiegel steht für eine umweltfreundliche Material-Herstellung nach dem strengen bluesign® Standard.

Sicherheit durch Sichtbarkeit – das ist jetzt in der dunklen Jahreszeit besonders wichtig. Die Firmen Busch und Müller und Sigmasport bieten für den kleinen und großen Geldbeutel Sicherheit in Form von Akku betriebenen und StVZO zugelassenen Frontscheinwerfern und Rückstrahlern. Das Ixon IQ Premium von Busch und Müller bietet z.B. 80 Lux für 5 Stunden bzw. 15 Lux für 20 Stunden im Low-Power-Modus. Den Akkuscheinwerfer gibt es für knapp 80 Euro. Er kommt serienmäßig mit 4 Mignon Akkus, Universalhalter für alle Lenkergrößen und Ladenetzteil.

Die Frontleuchte Sportster von Sigma Sport gibt es schon für knapp 50 Euro. Sie wird mit einer Klick-Halterung geliefert. Sie bietet 30 Lux, hat einen integrierten Lithium-Ionen-Akku und wird über einen Micro-USB-Anschluss geladen.




Überwintern – So überleben Akkus auch einen langen Winterschlaf

E-Bikes  und Pedelecs erfreuen sich ungemeiner Beliebtheit. Laut Zeit Online sind sie sogar „cool“ und „machen gesund“. Komischerweise sehe ich jetzt in der kalten Jahreszeit kaum jemanden, der mit einem E-Bike oder Pedelec unterwegs ist. Vielleicht ist das doch nicht so „cool“ wie es behauptet wird oder den meisten Menschen im wahrsten Sinne des Wortes zu „cool“.

Wieso sollte es da den Akkus anders gehen. Auch sie fühlen sich zwischen 5 und 30 ° Celsius am wohlsten. Das heißt aber nicht, dass man sein Elektro-Fahrrad nicht bei Minusgraden fahren kann. Heutige Pedelecs und E-Bikes ziehen ihre Antriebskraft aus leistungsstarken Lithium-Ionen Akkus. Bei Temperaturen unter dem Gefrierpunkt ist lediglich zu beachten, dass die Leistung nachlässt und damit natürlich auch die Reichweite geringer wird. Je nach Temperatur kann diese nur noch 70 Prozent des Normalen betragen. Wer also einen extrem langen Weg zwischen seinem Wohnort und Arbeitsplatz hat, sollte sich die Anschaffung eines zweiten Ladegerätes für den Arbeitsplatz überlegen. Akkus mögen es kuschelig und sollten am Ende einer Fahrt mit ins Haus genommen werden, insbesondere wenn die Temperaturen unter den Gefrierpunkt fallen.

Beim Laden des Akkus ist zu beachten, dass die Umgebungstemperatur die Kapazität des Akkus beeinflusst. Ist es zu kalt, kann der Akku nicht vollständig geladen werden. Man sollte also mit dem Aufladen warten, bis der Akku Zimmertemperatur erreicht hat. Wohl dem, der die Bedienungsanleitung seines E-Bikes bzw. Pedelecs bis zum Ende gelesen hat. Dort ist nämlich genau beschrieben, was passieren kann, wenn man zum Beispiel seinen Akku bei Temperaturen im unteren einstelligen Bereich lädt. Schlimmstenfalls schrottet man so seinen Akku und muss sich einen neuen kaufen. Bei Preisen um die 500 Euro, wird man beim nächsten Akku sicherlich die Bedienungsanleitung gründlicher lesen.

Doch wie gesagt, die meisten E-Bike und Pedelec Fahrer schicken ihr Gefährt in den wohlverdienten Winterschlaf. Damit man im Frühling, wenn die Radfahr-Saison für die meisten wieder beginnt, keine Überraschungen erlebt, sollte man sein Elektro-Fahrrad und den Akku getrennt überwintern lassen.

Das Rad kann ruhig in der kalten Garage überwintern, sofern es dort trocken steht. Den Akku sollte man aber mit ins Haus nehmen und bei einer Temperatur zwischen 5 und 20 Grad lagern. Der Speicher sollte dabei weder voll entladen noch voll aufgeladen sein.  Zwischen 50 und 80 Prozent sind optimal, wobei es natürlich modellspezifische Abweichungen geben kann.  Wer seinen Akku länger als 3 Monate nicht gebraucht, sollte den Ladezustand kontrollieren und den Akku ggf. aufladen, um eine Tiefentladung und mögliche Beschädigung zu vermeiden.




Staiger Oregon – Dauertest

Ein Jahr Dauertest Staiger Oregon, Zeit für eine Zwischenbilanz:

  • Gefahrene Kilometer: > 7500 km
  • Gefahrene Streckenlängen: zwischen 1 und 100 km
  • Wo gefahren: Asphalt, Kopfsteinpflaster, Schotter, Waldwege (Waldautobahnen)
  • Wann gefahren: ganzjährig
  • Verbrauchsmaterial: 2 Schläuche, 1 Bremsbelag vorne und hinten, 1 Kette, 1 Kassette hinten, Pflegemittel
  • Sonstiges: 2 neue Mäntel (unplattbare von Schwalbe)
  • Reparaturen: keine

Die beiden neuen Mäntel wären nicht nötig gewesen, denn die vom Hersteller verbauten waren noch gut. Aber ich hatte schlicht und ergreifend keine Lust mehr, alle Nase lang den Schlauch zu wechseln.

Ansonsten hat mein neues Trekkingrad keinerlei Kosten verursacht. Denn Rad fahren verbrennt nur Fett und kein Geld, während Auto fahren Geld verbrennt und und leider auch viele Menschen fett macht.

Rad fahren verbrennt Fett und spart Geld

Rad fahren verbrennt Fett und spart Geld

Was ich am meisten an meinem neuen Trekkingrad schätze, ist seine Robustheit und Zuverlässigkeit. Es hat mich bis dato auch nicht ein einziges Mal im Stich gelassen. Keine Probleme mit der Schaltung, keine Probleme mit der Beleuchtung, keine Probleme mit den Bremsen. Das Oregon punktet aber nicht nur in Sachen Zuverlässigkeit, auch was die Spritzigkeit anbetrifft kann es mit leichteren Crossrädern durchaus mithalten.
Dass Bremsbeläge nicht ewig halten, ist normal. Dass sich Bremsbeläge leicht wechseln lassen, ist dagegen nicht unbedingt selbstverständlich. Selbst Leute, die wie ich in Sachen Technik eher zwei linke Hände haben, können die Beläge mit ein paar Handgriffen auswechseln. Nichts muss eingestellt werden. Einfach alte Beläge weg, neue Beläge hin – fertig!

Von daher kann ich dem Hersteller nur zustimmen, wenn er auf seiner Homepage verkündet:

Der Langstreckenkönig unter den Trekkingrädern. Das Oregon gänzt durch Robustheit ebenso wie durch Zuverlässigkeit. Bei Antrieb und Schaltung kommen ausschließlich ausgesuchte Bauteile aus der Shimano Deore XT Gruppe zum Einsatz. Abgerundet wird die hochwertige Ausstattung durch eine moderne Beleuchtungsanlage und dem extrem belastbaren Tubus Logo Gepäckträger. Ein Trekkingrad par exellence.

Ich habe am Rad eigentlich nur eines zu bemängeln: das vordere Schutzblech. Es ist viel zu kurz, und zwar an beiden Enden. Bei Regen oder Nässe auf der Straße spritzt das Wasser direkt auf die Füße bzw. die Schienbeine. Abhilfe schaffen könnte da ein sogenanntes Longboard von SKS.

Aber insgesamt bin ich mit meinem Staiger Oregon voll zufrieden. Das Trekkingrad kann ich jedem empfehlen.




Danny Macaskill: The Ridge

Wenn ihr denkt, ihr könntet Mountainbiken, vergesst es. Können bedeutet mehr, viel mehr: