Jährliches Archiv: 2013

Michael Schuhmacher und die Helmdebatte

Er hätte den Unfall ohne seinen Helm definitiv nicht überlebt, so die einhellige Meinung aller Berichterstatter nach dem schweren Skiunfall des Ex-Formeleins Fahrers in den französischen Alpen. Eine Helmpflicht für Skifahrer gibt es nicht, so wie es auch keine Helmpflicht für Radfahrer gibt.
Nach dem Skiunfall des früheren Ministerpräsidenten Dieter Althaus im Jahre 2009 setzte ein wahrer Run auf Skihelme ein. Man spricht in diesem Zusammenhang vom sogenannten Althaus-Effekt. Dieter Althaus war am Neujahrstag 2009 mit einer Skifahrerin zusammengeprallt. Er trug einen Helm und überlebte, seine ohne Helm fahrende Unfallgegnerin starb. Mittlerweile tragen fast 80 % aller Skifahrer einen Helm, ohne dass der Gesetzgeber das vorschreibt.
Leider (oder Gott sei Dank!) gibt es so einen Althaus-Effekt nicht  fürs Radfahren. Wenn alle Radfahrer freiwillig einen Helm tragen würden, wäre die leidige Debatte einer Helmpflicht in Zukunft hinfällig. Diese wird – meist vor einer Wahl oder im Sommerloch – von Politikern heraufbeschworen, in der Öffentlichkeit dann kontrovers diskutiert und bald schnell wieder zu den Akten gelegt. Die Helmgegner verweisen auf den Rückgang der Fahrradnutzung in Ländern, in denen eine Helmpflicht eingeführt wurde (Australien, in Teilen Kanadas) und auf Zahlen, die belegen, dass nach Einführung der Helmpflicht sich der Anteil der Kopfverletzungen praktisch nicht verändert hat. Selbst der ADFC ist gegen eine gesetzliche Helmpflicht und setzt auf Freiwilligkeit und eine verbesserte Infrastruktur für Radfahrer.
Lasst uns also nicht warten bis ein tragischer Unfall uns die Schutzwirkung eines Helmes vor Augen führt. Fast alle Pendler, die mir morgens und abends begegnen, tragen wie ich einen Helm – freiwillig. Je mehr Menschen das tun desto größer die Vorbildfunktion für andere, insbesondere Jüngere. Zerdrückte Frisuren unter einem Helm lassen sich richten, gequetschte Hirne nicht.


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Bild der Woche

Leider sieht man solche Gefährte in unserer Wohlstandsgesellschaft immer öfter. Ich bekomme bei ihrem Anblick immer ein schlechtes Gewissen und werde mir schmerzlich bewusst auf welch hohem Niveau ich herumjammere.
Wer sich noch mehr „Lastenfahrräder“ anschauen möchte, Zeit Online hat dazu eine Bilderstrecke veröffentlicht.




Three-Legged Horses

Die Goldene Kurbel – der Oskar des Fahrradfilms – geht dieses Jahr nach Schottland. Gewonnen hat der Filmemacher Felipe Bustos Sierra mit seinem Film „Three-Legged Horses“.

Three-Legged Horses – English subtitles from Debasers Filums on Vimeo.

Der Film handelt von einem Rickshaw Fahrer und seinen Erlebnissen und skurrilen Begegnungen im nächtlichen Edinburgh. Seine letzte Kundschaft, 3 Typen, die was erleben wollen, soll er zur Burg hochfahren, zum Edinburgh Castle, eine der wohl bedeutendsten Sehenswürdigkeiten Schottlands. Sie bieten ihm den doppelten Preis, denn sie denken insgeheim, dass er es doch nicht schaffen wird, drei Kerle alleine den Berg hochzuziehen. Der Rickshaw Fahrer rackert sich ab, er hat Schmerzen, aber er schafft es, denn letztendlich ist er doch nicht allein. Die Musik und andere Gestrandete der Nacht helfen ihm, seine letzte Fuhre zum Castle zu fahren.



Neues Mountainbike gefällig?

Ihr wollt euch ein neues Mountainbike kaufen? Jetzt ist die beste Zeit zuzuschlagen. Wenn die Eurobike 2013 in Friedrichshafen eines gezeigt hat, dann dies – der Trend geht hin zum 650B bzw. zum 27,5 Zoll Mountainbike. Alle namhaften Fahrradhersteller hatten auf der Messe diese Reifengröße im Programm. Bei manchen Firmen hat sie sogar komplett die 26 Zoll Mountainbikes ersetzt.
Ursprünglich waren Mountainbikes nur mit 26-Zoll-Rädern ausgerüstet. Vor ein paar Jahren kam dann der 29er hinzu. Der größere Reifendurchmesser bietet Vorteile in Sachen Traktion und rollt angenehmer über Hindernisse. Da der größere Reifendurchmesser aber wenig Sinn macht für kleinere Radfahrer, hat die Industrie das Rad sozusagen noch mal erfunden und eine alte Felgengröße wiederentdeckt: 650B.




Road Bike Party 2

Trotz seines schweren Radunfalls während einer Bike Show in Silverston hat Martyn Ashton Mitte des Monats sein neustes Video vorgestellt. Die Aufnahmen zu Road Bike Party 2 entstanden kurz vor seinem schweren Unfall. Befreundete Rad-Akrobaten (Danny MacAskill und Chris Akrigg) haben bei der Fertigstellung des Films geholfen, indem sie einige atemberaubende Stunts beisteuerten. Das Tragische ist, dass Martyn Ashton seit seinem Unfall im Rollstuhl sitzt und vollkommen ungewiss ist, ob er je wieder laufen können wird. Road Bike Party, das erste spektakuläre Video von Martyn Ashton, wurde bereits knapp 10 Millionen Mal auf YouTube angeklickt. Road Bike Pary 2 hat derzeit knapp 7 Mio. Klicks. Bei einer derart hohen Anzahl von Klicks innerhalb eines so kurzen Zeitraums möchte ich nicht wissen, wie viel Leute insgeheim gehofft hatten, die Unfallszene zu sehen. Selbst die Outtakes haben derzeit über 1 Mio. Klicks. Irgendwie erinnert das ein wenig an Katastrophentourismus.



Geldverschwendung oder 1000 Radfahrer können sich nicht irren?

Jetzt ist es also passiert, selbst als Radfahrer muss ich morgens und abends einen „Umweg“ fahren, weil mir eine neue Baustelle den Weg versperrt.  Eine Brücke wird saniert, mit dem Auto kommt man überhaupt nicht mehr durch und eine kleine Container-Stadt blockiert meinen Weg zur Arbeit.



Winterimpressionen

Euch ist gar nicht weihnachtlich? Kann ich verstehen, bei dem Schmuddelwetter kann einem dieses Gefühl schon mal abhanden kommen. Vielleicht kann das Foto von Sven Haamer daran ja etwas ändern und euch hinaustreiben an die frische Luft. Wie wäre es mit einer Runde Rad fahren oder einem kleinen Jöggerchen? Schließlich muss das viele leckere Essen, das wir über die Feiertage konsumiert haben, ja auch wieder verbrannt werden.

Fat bike 3



Was ist klein, hässlich und dreckig?

Richtig, Überschuhe!

Zugegeben, die Dinger machen weder einen schlanken Fuß noch sind sie besonders hübsch, aber ohne sie wäre ich im Winter oder bei Regen aufgeschmissen. Ich habe Thermoüberschuhe für die kalte Jahreszeit und dünne wasserdichte Überschuhe, die bei Regen und warmen Temperaturen meine Schuhe vor Nässe schützen.
Sie lassen sich in jeden Rucksack verstauen. Da man bei uns morgens ja nie weiß, ob es abends nicht vielleicht doch noch regnet, habe ich sie immer dabei. Mein erstes Paar Überschuhe hatte hinten einen Reißverschluss. Entweder habe ich mich zu blöd angestellt oder das war einfach eine Sollbruchstelle, aber den Reißverschluss hatte ich nach kurzer Zeit geschrottet. Meine neuen Überschuhe haben daher hinten einen Klettverschluss. Der geht nicht kaputt und lässt sich in der Weite regulieren.




Mein erstes Mal – auf einem E-Bike

Zugegeben, E-Bikes oder Pedelecs sind für mich was Walker und Nordic Waker für Achim Achilles sind. Achim Achilles mag keine Walker / Nordic Walker und nennt sie zuweilen auch schon mal Presswürste und ich mag keine E-Bikes oder Pedelecs. Dabei ist Achim Achilles alias Hajo Schumacher wahrscheinlich noch nie gewalkt und meine Erfahrungen mit dem E-Bike sind ebenso theoretischer Natur. Ich mag E-Bikefahrer einfach nicht, schon gar nicht, wenn sie mich am Berg überholen, meist junge Kerle, die eigentlich fit genug sein müssten, mit einem normalen Rad und Körperkraft an mir vorbeizuziehen. Letzte Woche also mein erster Körperkontakt mit einem E-Bike.




Bild der Woche

winter

Euch allen eine geruhsame Weihnachtszeit. Vergesst nicht eure Räder rein zu holen, es könnte schneien.