Interessantes rund ums Rad

Hier ein paar interessante Zahlen rund ums Rad. Ihr findet weitere Fakten auf der Website der FahrradBande. Ich habe mir mal drei Bike-Facts herausgegriffen, deren Zahlen mir in ihrer erschreckenden Deutlichkeit so nicht bewusst waren bzw. mir gezeigt haben, wie viel Halbwissen ich noch habe.

Fahrradbesitzer, die ihr Rad nur mit einem dünnen „Geschenkband für Diebe“ absichern, sollten angesichts dieser Zahlen doch noch mal in sich gehen, ob die Investition in ein hochwertiges Schloss nicht vielleicht doch Sinn macht.




Etwas Warmes braucht der Mensch

Wer wie ich bei jedem Wetter mit dem Rad unterwegs ist, braucht natürlich auch die entsprechende Kleidung. Deshalb berichte ich an dieser Stelle immer mal wieder über Produkte, die ich beim Radfahren und/oder zum Joggen trage. Beim Durchgehen meiner alten Blogbeiträge ist mir aufgefallen, dass ich über eins meiner Lieblingsstücke noch gar nichts geschrieben haben, nämlich über das Funktionsunterhemd von VAUDE aus 56% Schurwolle (Merinowolle), 39% Polyamid, 5% Elastan.
Als meine Kollegin es mir letztes Jahr ans Herz gelegt hat, habe ich entsetzt abgewinkt. Kratzige Wolle auf meiner Haut? No way! Wollpullover kann ich nur mit Bluse oder Rollkragenshirt darunter tragen. Schon allein beim Gedanken an Wolle direkt auf der Haut könnte ich mich kratzen. Aber meine Kollegin ließ nicht locker. Sie bestand darauf, dass ich es wenigstens anprobiere. Im Nachhinein bin ich echt froh, dass sie nicht locker gelassen hat, denn meine Vorurteile gegenüber Wolle – kratzt und muss mit der Hand gewaschen werden – treffen auf dieses langarmige Funktionsunterhemd überhaupt nicht zu.

Ich habe das gute Stück jetzt über 40 Mal beim Radfahren getragen und kann es nur wärmstens empfehlen, denn es …




Lastenrad vs. Lasten tragendes Rad

Auf der Eurobike 2017 habe ich mein Traum-Lastenrad gesehen, das Packster 40 von Riese & Müller.

Packster 40 von Riese & Müller

Online habe ich mein Wunschrad schon konfiguriert. Anfang nächsten Jahres kann ich es bei einem ortsansässigen Händler Probe fahren.

  • Bosch Performance CX Motor
  • Akku: Bosch PowerPack 500 Performance, 36 V, 13,4 Ah/500Wh
  • Shimano Deore 10-Gang-Kettenschaltung
  • Hydraulische Tektro Scheibenbremsen
  • Federgabel Suntour XCM32 20“
  • Carry System mit Persenning

Meine Entscheidung war eigentlich schon gefallen, …




Wie laut müssen Klingeln sein?

Diese Frage geisterte jüngst durch Twitter. Das Gesetz (§ 64 a der StVZO) sagt Folgendes:

Fahrräder und Schlitten müssen mit mindestens einer helltönenden Glocke ausgerüstet sein; ausgenommen sind Handschlitten. Andere Einrichtungen für Schallzeichen dürfen an diesen Fahrzeugen nicht angebracht sein. An Fahrrädern sind auch Radlaufglocken nicht zulässig.

Das Gesetz selbst schreibt keine bestimmte Lautstärke vor. Die Glocke bzw. Einrichtung für Schallzeichen – so einen Begriff können nur wir Deutsche uns ausdenken – muss lediglich helltönend sein.

Nehmen wir die Klingeln, die ich an meinen diversen Rädern montiert habe. Die winzige Klingel an meinem Mountainbike – ja, auch Mountainbikes, Rennräder oder Kinderräder müssen mit einer Klingel ausgerüstet sein – erzeugt einen eher höflich leisen Ton mit etwa folgendem Tenor:

Wären Sie so nett – aber nur, wenn es wirklich keine Umstände macht – mal kurz beiseite zu treten, damit ich geschwind vorbei fahren kann?

Die Klingel an meinem Alltagsrad dagegen ist so laut, dass ich vorsichtshalber schon aus weiter Entfernung klingle, damit niemand vor Schreck einen Herzinfarkt bekommt. Beide Klingeln sind helltönend, aber sie trennt Welten.




KA-Feedback im Test

Vor ein paar Tagen habe ich über den unsäglichen Radweg entlang der Michelin Reifenwerke berichtet. Boris fragte mich daraufhin, ob ich denn schon Widerspruch gegen die Anordnung der Radwegbenutzungspflicht eingelegt habe. Ehrlich gesagt wusste ich gar nicht, dass ich das kann. Wenn auf einem Radweg kein Platz ist, weiche ich einfach dahin aus, wo Platz ist und denke mir meinen Teil. Gefahrenstellen, wie z.B. Scherben auf auf dem Radweg oder Überflutungen, habe ich zwar schon gemeldet, aber widersinnige Beschilderungen und Wegmarkierungen noch nicht. Da der besagte Radweg innerhalb der Stadtgrenzen verläuft, nehme ich mal an, dass die Stadt auch dafür zuständig ist. Wir haben in Karlsruhe ein Online-Portal, das nennt sich KA-Feedback. Über dieses Portal können wir der Stadt mitteilen, wo wir eine Verunreinigung, eine Gefahrenstelle oder eine falsche bzw. irreführende Beschilderung festgestellt haben.

Geben Sie uns Feedback, damit wir uns kümmern können.

Letzten Freitag habe ich mein „Feedback“ gegeben. Ich habe mein Anliegen kurz geschildert und mit einem aussagekräftigen Foto verdeutlicht.




Odlo Blackcomb Evolution

Getreu dem Motto „es gibt kein schlechtes Wetter, nur schlechte Kleidung“ habe ich mir während meines jüngsten Kurzurlaubs in Kiel zwei neue Funktionsunterhemden zugelegt, da ich für die Reise schlichtweg falsch gepackt hatte. Dass es im Norden der Republik kälter sein könnte als in Karlsruhe, daran hatte ich komischerweise nicht gedacht, obwohl ich dort aufgewachsen bin. Da sieht man mal wieder, was man im Laufe des Lebens so alles verdrängt.

Wenn es um Sportunterwäsche geht, ist Odlo immer meine erste Wahl. Odlo-Qualität hat zwar ihren Preis, ist aber jeden Cent wert. Ich habe Funktionsunterwäsche der schweizer Firma, die habe ich bestimmt schon Tausend Mal gewaschen, die ist immer noch top. Da relativiert sich der „hohe“ Preis schnell.




Benutzungspflichtiger Radweg?

Dieser kuriose Radweg führt direkt an den Michelin-Reifenwerken in Karlsruhe vorbei. Es handelt sich dabei um einen benutzungspflichtigen Radweg, was durch das StVO Schild 241-30 eindeutig gekennzeichnet ist. Ich habe schon in einem anderen Zusammenhang über ihn berichtet.
Heute Nachmittag bin ich zufällig wieder hier vorbeigekommen und ich konnte nicht umhin, den Streckenabschnitt in einem kleinen Filmchen festzuhalten. Ich bin froh, dass ich nur meine linke Gepäckträgertasche am Rad montiert habe, sonst wäre ich womöglich an einem der Pfeiler hängengeblieben. Aber was machen Triker oder Radfahrer mit Kinderanhänger? Wo fahren die lang? Links auf dem Radweg, wie vorgeschrieben oder rechts am Hindernis vorbei auf dem Gehweg?

 

Wer gibt so eine „Strichführung“ in Auftrag bzw. wer führt solch einen Auftrag aus? Die Maxime „Ist doch egal, ich krieg’s ja bezahlt“ scheint nicht nur in meiner Firma verbreitet zu sein.

Wieso man hier die weiße Markierung nicht längst entfernt hat, um einen für Radfahrer und Fußgänger gemeinsam genutzten Geh-/Radweg (Zeichen 240) zu schaffen, ist mir schleierhaft. Übrigens kann man sich dieses Meisterwerk der Malerei auch über Google Earth anschauen. Einfach „Karlsruhe, Michelin Reifenwerke“ eingeben und den Radweg heran zoomen.


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Alle reden vom Wetter …

… Alltagsradler tun das nicht, sie ziehen sich einfach entsprechend an 🙂

Bestens ausgerüstet ließen es sich somit heute Abend 47 Karlsruher Radler nicht nehmen, bei strömendem Regen an der Novemberausgabe der Critical Mass teilzunehmen. Hier ein paar Impressionen vom Start auf dem Kronenplatz und vom Fotoshooting vor dem Schloss.

Die Velomobilisten sind mittlerweile ein fester Bestandteil der Critical Mass in Karlsruhe. Ich denke sie konnten es verkraften, dass ihnen diese Lichtshow am Rad heute beinahe den Rang abgelaufen hätte.

Sehen und gesehen werden – in der dunklen Jahreszeit extrem wichtig




Schutzstreifen – Wunsch und Wirklichkeit

Je länger ich mit dem Rad in der Stadt unterwegs bin, desto weniger glaube ich an die schützende Wirkung der sogenannten Schutzstreifen. Und das denke ich nicht nur, weil mir vor zwei Jahren auf eben genau so einem Schutzstreifen jemand die Vorfahrt genommen hat, so dass ich unsanft über den Lenker absteigen musste.

Was will man mit Schutzstreifen erreichen und wie sieht die Wirklichkeit aus? Die Stadt Hamburg hat einen Flyer herausgeben mit dem Titel Radfahrstreifen und Schutzstreifen – Sicher und komfortabel Rad fahren. Auf diesen Flyer werde ich mich im Folgenden beziehen.

  • These 1: Schutzstreifen bieten hohen Fahrkomfort und die Möglichkeit schnell voranzukommen.
    Theoretisch mag das stimmen, aber praktisch komme ich als Radfahrer nur in den Genuss dieses Komforts, wenn die Straße leer ist – also sonntags – und keine Fahrzeuge widerrechtlich auf dem Schutzstreifen parken.

Zugeparkter Schutzstreifen




Stressfrei in die City?

Die Stadt Karlsruhe rüstet sich wieder für den Weihnachtsansturm. Unter Stressfrei in die Weihnachtsstadt  findet man Informationen zur Verkehrsführung.

Der Verkehr soll fließen

Damit meint man allerdings in erster Linie den Autoverkehr. Damit dieser Verkehr noch „besser“, sprich schneller durch die City direkt am ECE und am Rondellplatz vorbei Richtung Fritz-Erler-Straße fließen kann und Autofahrer auf den für sie anscheinend lästigen Schulterblick komplett verzichten können, hat man den Radfahrstreifen auf  der Markgrafenstraße für Radfahrer kurzerhand aufgehoben, zu unserem Schutz, wie es in der Pressemeldung lapidar heißt.

Wieso man den Autoverkehr hier lang führt, ist mir absolut schleierhaft. Wegen der paar Stellpätze in der IHK Tiefgarage? Auf dem Friedrichplatz eröffnet bald der Weihnachtsmarkt, vom ECE  laufen täglich Tausende von Fußgänger in Richtung Kaiserstraße und die Markgrafenstraße ist Hauptverkehrsader für Radfahrer. Ausgerechnet hier leitet man jetzt zusätzlich den Autoverkehr lang? Dann sieht das bis Anfang nächsten Jahres hier wohl so aus, bloß noch schlimmer, da die Weihnachtszeit ja noch kommt:

 

Man konnte förmlich spüren, dass der Autofahrer die vor ihm fahrende Radfahrerin am liebsten zur Seite gefegt hätte. Bei der ersten sich bietenden Gelegenheit ist er mit überhöhter Geschwindigkeit an ihr vorbeigebraust, nur um an der nächsten Kreuzung gleich wieder eine Vollbremsung hinzulegen, um links abzubiegen. So viel zum Thema Der Verkehr soll fließen.