Radelblog

Das Rad – Fortbewegungsmittel und Lebensgefühl zugleich

Misterride Klapp E-Bikes

Vor dem Start der Aktion Karlsruher-Spendenradeln 2019 habe ich einige mir bekannte Firmen kontaktiert, um sie für die Sache zu begeistern. Das Feedback zu meiner Anfrage reichte von „Super Idee“ über „Ich überleg’s mir“ bis hin zu

Mir ist der Invest zu hoch.

Der „Invest“ von insgesamt 400 € (200 € Spende + 200 € Materialkosten für 5 Radscheiben) ist meiner Meinung nach zwar relativ überschaubar, aber jeder muss selbst wissen, ob er sich sozial engagieren will oder nicht.
Ich habe schon im letzten Jahr als Radfahrende teilgenommen, mein Mann hat sich spontan entschieden,  2019 ebenfalls mitzumachen. Unsere Räder ziert das Logo eines noch jungen Karlsruher Start-ups – Misterride.

Misterride vertreibt kleine kompakte und ungemein wendige Klapp-E-Bikes, die ein wenig aussehen wie ein Mix aus Fatbike und Faltrad mit Motor.

Foto: Misterride

Da ich einen der beiden Firmengründer persönlich kenne, darf ich mir nach Ostern mal eines der knuffigen kleinen Räder für eine längere Spritztour ausleihen. Ich bin damit zwar schon mal gemütlich um den Block gefahren, aber irgendwie laden die dicken Puschen geradezu dazu ein, mal mit Karacho über Kopfsteinpflaster oder über eine Schotterpiste zu brettern 🙂

#nennmichnichtfahrradstadt

Heute ist das T-Shirt von Glückskind eingetroffen, das meine Gefühle zum Ergebnis des Fahrradklimatests 2018 auf den Punkt bringt.

Ich finde nämlich nicht, dass Karlsruhe den Titel Fahrradstadt (schon) verdient hat. Dazu ist einfach noch zu viel im Argen.

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Fahrradklimatest 2018 – Städteranking

And the winner is ….. KARLRSRUHE!

In der Kategorie Städte über 200 000 Einwohner hat Karlsruhe den ersten Platz belegt. Können die Stadtväter sich jetzt selbstzufrieden auf die Schultern klopfen? Nein, das können sie nicht. Wir haben nicht gewonnen, weil wir uns notenmäßig  verbessert hätten, sondern weil die Mitbewerber – Münster und Freiburg – noch stärker abgestraft wurden als wir. So kann man auch gewinnen, einfach darauf hoffen, dass andere noch schlechter sind als man selbst. Eigentlich sollten ja die Ergebnisse des letzten Fahrradklimatests den Verkehrsplanern und politisch Verantwortlichen konkrete Rückmeldungen zum Erfolg ihrer Radverkehrsförderung und nützliche Hinweise für Verbesserungen geben. Anscheinend hat man aber nicht die richtigen Schlüsse gezogen oder zu wenig getan.

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Radeln und Gutes tun

Du wohnst in Karlsruhe und fährst meist mit dem Rad durch die Stadt, um zur Arbeit, zur Schule, zur Uni oder zum Einkaufen zu gelangen? Du wolltest schon immer mal soziale Einrichtungen in deiner Stadt unterstützen, hast aber finanziell nicht die Möglichkeiten, das zu tun? Dann ist das Karlsruher Spendenradeln genau das Richtige für dich.

Wieso? Ganz einfach, du machst einfach das, was du sowieso machen würdest, nämlich mit dem Rad durch die Stadt fahren. Einziger Unterschied, du machst das mit einem bunten Fahrrad-Display, das im Vorderrad deines Rades befestigt wird.

Das werbende Unternehmen – im Beispiel oben eine Karlsruher Firma, die kompakte und wendige Klapp-Pedelecs vertreibt – zahlt als Gegenleistung 40 € an eine soziale Einrichtung in Karlsruhe. Du brauchst nichts weiteres zu tun als das, was du sowieso machen würdest, nämlich Rad zu fahren.

Falls du Interesse oder Fragen hast, dann komm doch einfach an folgenden Terminen zum Markt auf dem Stephansplatz. Antworten auf Fragen bzw. die Fahrradscheiben gibt es dort neben der Apotheke an der Karlstraße.

  • 10.04.19 von 10 – 14 Uhr
  • 15.04.19 von 10 – 14 Uhr

Übrigens fängt die Aktion ja erst an. Sollte also die eine oder andere Karlsruher Firma noch mitmachen wollen, so ist es noch nicht zu spät. Einfach eine kurze Mail an info(at)karlsruher-spendenradeln.de und schon kann es los gehen.

Das hat er noch NIE gemacht!

Wie ich diesen Satz hasse!  Gleiches gilt für

Er will doch nur spielen!

Ich will morgens aber weder Wettrennen veranstalten noch spielen. Wenn ich im Dunkeln mit dem Rad durch die Günther-Klotz-Anlage fahre, will ich die Seele baumeln lassen und den Tagesablauf planen. Außerdem habe ich schon genug damit zu tun, den vielen Kaninchen, Enten und Ratten auszuweichen, die da herumwuseln.
By the way, Stadtväter, es laufen derzeit EXORBITANT viele Ratten auf Höhe vom Entenfang rum. Muss ich mir da irgendwelche Sorgen machen? Eine hat heute allerdings das Zeitliche gesegnet, als ich auf der Flucht vor dem Köter nicht mehr rechtzeitig ausweichen konnte.

Zwischen Alb und Südtangente dürfen Hunde frei herumlaufen. Das finde ich im Prinzip auch gut. Wenn ich Hund wäre, hätte ich auch keine Lust, neben Frauchen oder Herrchen herzuschleichen, wenn es links und rechts so viel zu entdecken bzw. zu markieren gibt. Das heißt aber nicht, dass Hunde da alles machen dürfen. Sie sollten doch zumindest soweit erzogen sein, dass ein friedliches Miteinander möglich ist.

#VacuumingForFuture

Kundgebungen wie #FridaysForFuture, #ParentsForFuture oder #CyclistsForFuture zeigen überdeutlich, dass der Bürger nicht mehr gewillt ist länger hinzunehmen, dass sich nichts tut in Sachen Klimaschutz. Die Ziele des Pariser Klimaschutzabkommens – Begrenzung des Temperaturanstiegs, weniger Treibhausgase und finanzielle Unterstützung ärmerer Länder beim Klimaschutz – sind nicht mehr einzuhalten, wenn nicht jeder einzelne von uns jetzt und sofort anfängt, vor der eigenen Tür zu kehren.

Meine bescheidenen Beiträge bisher: Ich habe mein Auto abgeschafft, fahre seit Jahren mit dem Rad zur Arbeit, habe unser Haus dämmen lassen und dank meines vermoosten Vorgartens bereits jede Menge Feinstaub aus der Luft herausgefiltert. Während man in Stuttgart die 560 000 € teure künstliche Mooswand längst wieder abgebaut hat, nimmt mein im Halbschatten gelegenes saftiges Grün noch immer kostenlos Feinstaub auf.

Ich werde jetzt noch eine Schippe drauf legen. Nicht nur mein Auto stand die meiste Zeit nutzlos herum, auch meine Staubsauger kommen unter der Woche kaum zum Einsatz. Das wird sich jetzt ändern. Was die Stadt Kiel kann, kann ich schon lange. Ich werde den Feinstaub in meiner Straße einfach wegsaugen. Meine Sauglösung blockiert natürlich weder Gehweg noch Radweg. Betrieben wird sie solar bzw. ausschließlich mit Ökostrom.

Um die Feinstaubsauger vor Begehrlichkeiten zu schützen, werde ich sie tarnen.

Dadurch sind sie auch gleich vor Nässe geschützt. Und was ist euer Beitrag zum Klimaschutz?

 

 

Fundstücke am Wegesrand

Wer mit dem Rad oder zu Fuß unterwegs ist, dem fallen viele Dinge auf, die man vom Auto aus nicht bemerken würde. Manche dieser Dinge zaubern einem ein Lächeln ins Gesicht, andere machen einen wütend oder traurig.
Wütend war ich vor zwei Tagen über diesen Zeitgenossen – Kippe im Mund und Bierflasche in der Hand. Alkohol am Lenker ist ein absolutes No-Go! Ins Schlingern geriet er, als er unterwegs die Flasche von einer Hand in die andere wechselte, um sein Smartphone aus der Jackentasche zu fummel. Da Betrunkene ja bekanntermaßen ihren Schutzengel oft dabei haben, ist er aber nicht gestürzt, zumindest nicht solange ich hinter ihm fuhr.

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Brückenkaffee – Umfrageergebnis

Das Urteil ist gefallen – die Rheinbrücke hat knapp vor der Wasserwerkbrücke das Rennen gemacht. Während sich die Hirschbrücke wacker geschlagen hat, sind die diversen Brücken über die Alb bei den Radfahrenden wohl doch nicht so gut angekommen wie ich gedacht hatte.

Wie man schon an der Anzahl der Votes sehen kann, ist die Umfrage alles andere als repräsentativ. Was mich aber gefreut hat, waren die Kommentare zum Blogbeitrag  und auf Twitter. Das lässt mich hoffen, dass es nicht beim MAN müsste mal ein Brückenkaffee ins Leben rufen bleibt, sondern dass daraus auch tatsächlich etwas wird.

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Aktion Brückenkaffee

Die Pfälzer können es und die Hessen können es auch. Da müssten wir Baden-Württemberger es doch eigentlich ebenfalls hinbekommen. Wir können schließlich alles, außer Hochdeutsch.
Worum geht es? Um die Aktion Brückenkaffee. Es handelt sich dabei nicht um ein Café im herkömmlichen Sinne, in das ich hineinspazieren könnte, um dort gemütlich ein Stück Kuchen zu essen. Mit der Aktionsform Brückenkaffee, die in Frankfurt auf einer Mainbrücke und in Ludwigshafen auf einer Rheinbrücke stattfindet, will man den Pendlern, die mit dem Rad zur Arbeit, zur Schule, zur Uni, zur Kita, zum Einkaufen oder wo auch immer hinfahren, seine Wertschätzung bekunden.

Danke, dass Ihr mit dem Rad fahrt!

Als kleines Zeichen der Anerkennung gibt es Tee, Kaffee, Selbstgebackenes und Obst.

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Neues zum Dienstradleasing

Es gibt frohe Botschaft vom Bundesministerium der Finanzen. Die 0,5 % Regelung, die seit dem 01. Januar 2019 bereits für S-Pedelecs gilt, wurde per Erlass vom 13. März 2019 auch auf „normale“ Pedelecs und Fahrräder ohne Antrieb ausgedehnt. Die Bemessungsgrundlage, nach der sich die Höhe des zu versteuernden geldwerten Vorteils bei privater Nutzung berechnet, wurde halbiert:

Überlässt der Arbeitgeber dem Arbeitnehmer das betriebliche Fahrrad erstmals nach dem 31. Dezember 2018 und vor dem 1. Januar 2022, wird als monatlicher Durchschnittswert der privaten Nutzung (einschließlich Privatfahrten, Fahrten zwischen Wohnung und erster Tätigkeitsstätte sowie Fahrten nach § 9 Absatz 1 Satz 3 Nummer 4a Satz 3 EStG und Familienheimfahrten im Rahmen einer doppelten Haushaltsführung) 1 % der auf volle 100 Euro abgerundeten halbierten unverbindlichen Preisempfehlung des Herstellers, Importeurs oder Großhändlers im Zeitpunkt der Inbetriebnahme des Fahrrads einschließlich der Umsatzsteuer festgesetzt.
(….) Die vorstehenden Regelungen gelten auch für Elektrofahrräder, wenn diese verkehrsrechtlich als Fahrrad einzuordnen (u. a. keine  Kennzeichen- und Versicherungspflicht) sind.

Man hätte es auch weniger verschnörkelt ausdrücken können, aber wozu einfach, wenn es auch kompliziert geht. Durch die Halbierung der Bemessungsgrundlage wird es noch attraktiver für Angestellte sich über Ihren Arbeitgeber ein Dienstrad zu leasen. Je nach Gehalt und Steuerklasse können Leasingnehmer bis zu 40 % gegenüber einem klassischen Kauf sparen.

Es soll ja sogar Arbeitnehmer geben, die von ihrem Arbeitgeber ein Rad zusätzlich zu Ihrem Gehalt zur Verfügung gestellt bekommen. Diese glücklichen Menschen müssen ab dem 1. Januar 2019 gar keinen geldwerten Vorteil mehr versteuern.

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