Anke goes „viral“

Wenn das so weiter geht, werde ich noch berühmt 😉

  • Die grün-alternative Hochschulgruppe hat in der Quappe meinen Blogbeitrag Jammern auf hohem Niveau (S. 14-15) veröffentlicht.
  • Und mein Artikel Eine lebenswerte Stadt findet sich in der jüngsten Ausgabe der DRUCKSCHRIFT, die vierteljährlich erscheint. Die DRUCKSCHRIFT hat es sich auf die Fahne geschrieben, „das Summen und – vor allem – das Brummen“ der Stadt Karlsruhe in Texte umzusetzen. In der Zeitung kommen auch Initiativen zu Wort, die sich in Karlsruhe engagieren und helfen, die Stadt ein wenig lebens- und liebenswerter zu machen.
    Vertreter / Teilnehmer der Critical Mass wurden um eine Einschätzung zur Lage des Radverkehrs in Karlsruhe gebeten. Wie ist der Stand der Dinge? Tut sich was in Sachen Radverkehrspolitik? Gibt es Visionen? Welchen Beitrag leistet die CM selbst, um diese Visionen wahr werden zu lassen? Eine lebenswerte Stadt ist meine persönliche Antwort auf diese Fragen. Ich bin nur ein Teil der CM. Anderen CM Teilnehmern ist mein Text vielleicht zu zahm oder sie vermissen Ziele und Wünsche, auf die ich nicht hingewiesen habe. Ich würde mich über euer Feedback freuen.



Impressionen von Rügen 2018

Wer Rügen hört, der denkt an Kreidefelsen, mondäne Seebäder und Landungsbrücken …




Ich bin dann mal weg

Rügen, wir kommen! Schon das dritte Mal in Folge werden wir unseren Sommerurlaub auf Deutschlands größter Insel verbringen. Das mag sich für manche anhören wie Spießertum im Reinstform, für mich ist es Erholung pur. Eigentlich ist es ja schon eher ein Herbsturlaub, da der meteorologische Sommer ja schon vorbei ist.
Insbesondere in der Nachsaison ist Rügen ideal zum Entschleunigen und Abschalten. Hier kann man Radfahren, Joggen, Schwimmen und Lesen. Nichts ist schöner als abends faul am Strand zu liegen, ins Meer zu starren und dem Rauschen der Wellen zu lauschen.




Halbwissen auf Rädern

Seit dem 19. Januar 2013 hat der Führerschein nur noch eine Lebensdauer von 15 Jahren. Danach muss es umgetauscht werden, damit das Dokument und das Lichtbild immer auf einem halbwegs aktuellen Stand sind. Ob der Führerscheinbesitzer, dem dieses Dokument gehört, auch auf dem aktuellsten Stand ist, was seine Kenntnis der Straßenverkehrsordnung anbetrifft, interessiert komischerweise niemanden. 




Fahrradklimatest 2018

Alle zwei Jahre stellt der ADFC die Gretchenfrage

Macht Radfahren in Deiner Stadt Spaß oder ist es Stress?

ADFC Fahrradklimatest 2018 (Quelle: ADFC)

Bis zum 30. November können wir abstimmen, wie es um das Fahrradklima unserer Stadt bestellt ist.

  • Wie ist die Radinfrastruktur?
  • Werden Radwege von Scherben und Müll befreit und im Winter geräumt?
  • Fühlst du dich sicher, wenn du mit dem Rad unterwegs bist?
  • Glaubst du, dass du als gleichberechtigter Verkehrsteilnehmer akzeptiert wirst?
  • Gibt es genügend Fahrradabstellplätze?
  • Wie sieht es mit Falschparkern auf Radwegen aus?
  • Wie familienfreundlich ist der Radverkehr?

Diese Fragen und noch viele mehr gilt es zu beantworten. Je mehr Menschen an der Umfrage teilnehmen desto besser. Nur so wissen die politisch Verantwortlichen wo Radverkehrsförderung gelungen oder gescheitert ist.

Jede Stimme zählt! Macht mit beim Fahrradklimatest 2018.




Mit dem Rad zur Arbeit

Heute geht die Aktion Mit dem Rad zur Arbeit zu Ende. Es wird in dem Zusammenhang in den Medien immer wieder darüber diskutiert, wie man auch die Menschen vom Auto aufs Rad bringen könnte, die einen längeren Anfahrtsweg haben. Radschnellwege sollen schaffen, wozu die vorhandene Fahrradinfrastruktur bisher nicht in der Lage war, nämlich auch diejenigen Pendler dazu zu bewegen, aufs Rad zu wechseln, die mehr als 20-30 Kilometer zum Arbeitsplatz fahren müssen. Ich habe da zwar so meine Bedenken, dass es mit Radschnellwegen alleine getan sein wird, aber die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt. Zumal es durchaus auch jetzt schon Leute gibt, die sich nicht von einer Stunde Anfahrtsweg per Rad abschrecken lassen.

Mein Weg zur Arbeit ist ja mit 17 Kilometern schon länger als üblich, aber verglichen mit Kevin, dem jungen Mann, der in der Firma direkt nebenan arbeitet, bin ich eine Kurzstreckenradlerin. Kevin wohnt in Marxell im Nordschwarzwald und fährt jeden Tag gut 26 Kilometer mit dem Rad nach Karlsruhe zur Arbeit, und zwar quer durch den Wald. Die Route ist weder vier Meter breit, noch kreuzungsfrei und beleuchtet schon gar nicht. Morgens, bergab, schafft er die Strecke in knapp einer Stunde, abends braucht er dafür etwas länger, zumal er meist noch eine „kleine“ Extrarunde über Bad Herrenalb oder die Teufelsmühle dreht. Wenn er mit strahlenden Augen von seinen Radtouren, der Natur und seinen vielfältigen Eindrücken erzählt, dann spürt man förmlich selbst den Fahrtwind in den Haaren. Er genießt jede Minute auf dem Rad. Eine Stunde und mehr mit dem Rad zu pendeln ist für ihn keine Last, sondern Lebensfreude pur.




Fahrradschule des ADFC Karlsruhe

Der ADFC Karlsruhe bietet Radfahrkurse für Erwachsene an. Diese Kurse richten sich sowohl an Leute, die noch nie auf einem Rad saßen, als auch an Wiedereinsteiger, die zwar mal Radfahren konnten, aber es eine Ewigkeit nicht mehr gemacht haben und sich somit unsicher fühlen.
Auf DAS FEST wurde ich gefragt, ob ich nicht Lust hätte, bei dieser Fahrradschule zu helfen. Ich war sofort Feuer und Flamme und habe zugesagt. Wenn man wie ich schon von Kindesbeinen an Radfahren kann, fragt man sich natürlich, wie Erwachsene sich anstellen, wenn sie zum ersten Mal auf zwei Rädern unterwegs sind. Wenn man mich vor dem Kurs gefragt hätte, was glaubst du wie lange ein Erwachsener braucht, das Radfahren zu lernen, hätte ich geantwortet eine Ewigkeit. Ich hätte mich nicht mehr irren können. Es braucht keine Ewigkeit, sondern nur ein paar Tipps, praktische Übungen, den Willen es zu schaffen und aufmunternde Worte.




Mit Abstand gefallt ihr mir am besten

Ich bin kein Freund von Warnwesten für Radfahrer. Wovor wollen wir warnen? Vor uns? Stellen wir denn eine Gefahr dar? Wohl kaum! Nichtsdestotrotz bin ich mir natürlich bewusst, dass ich gerade jetzt, wo die Tage wieder kürzer werden und es morgens noch dunkel ist, wenn ich mich auf den Weg zur Arbeit mache, schneller von anderen Verkehrsteilnehmern wahrgenommen werde, je heller ich gekleidet bin.
Statt Warnweste habe ich mir einen neuen Regenschutz für meinen Rucksack zugelegt. Er hat mich nicht nur wegen seiner Leuchtkraft, sondern auch wegen seiner Botschaft überzeugt.

Thomas hat mich unlängst auf den Onlineshop Glückskind aufmerksam gemacht. Es hätte dort auch noch einen Regenschutz mit folgendem Spruch gegeben

Organspender – bitte vorsichtig überfahren

Aber da man ja nie weiß, wie wörtlich man genommen wird, habe ich mich dann doch lieber für ein klassisches Modell entschieden.




Smileys und Heulies für Radfahrer

Wissenschaftler der Hochschule Karlsruhe haben im Rahmen des Forschungsprojekts Reallabor Go Karlsruhe in der Erbprinzenstraße und der Waldstraße sogenannte Dialog-Displays für Radfahrer aufgestellt. Fährt man zu schnell, gibt’s einen „Heulie“ und fährt man mit moderatem Tempo, einen Smiley.

Zusätzlich zum Smiley bekommt man noch eine Dankeschön. Wer zu schnell unterwegs ist, wird durch ein „langsam“ darauf hingewiesen, doch bitte die Geschwindigkeit zu drosseln.

Theoretisch finde ich die Idee gar nicht schlecht. Für Autofahrer gibt es solche Dialog Displays ja schon lange. Untersuchungen haben ergeben, dass sie verglichen mit reinen Geschwindigkeitsanzeigen das Fahrverhalten von Autofahrern nachhaltiger beeinflussen.
Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass ich bei uns im Dorf am Ortsschild, wo so ein Dialog Display für den MIV installiert ist, immer rechtzeitig abbremse, um ja einen Smiley zu bekommen.

Ich habe mir heute Nachmittag eine Weile das Treiben in der Erbprinzenstraße angeschaut. Es waren jede Menge Radfahrer und Fußgänger unterwegs. Auch das eine oder andere Auto hat die Anzeigetafel passiert. Meist blieb das Display dunkel, obwohl Radfahrer daran vorbeifuhren. Entweder befindet sich der jeweilige Sensor an einer extrem weit entfernten Stelle oder zu weit rechts / links am Rand – was keinen Sinn machen würde, weil ich als Radfahrer dann ja nicht sehe, ob ich zu schnell oder zu langsam bin – oder die Daten werden zu träge übermittelt. Jedenfalls entsprach das Feedback der Tafeln nach meinem Geschmack nicht der Fahrweise der einzelnen Radfahrer. Wenn ich so eine Tafel passiere, will ich sehen wie ich fahre und nicht wie jemand fährt, der vor oder hinter mir unterwegs ist.
Sechs bis acht Wochen bleiben uns die Anzeigetafeln erhalten. Dann werden die Daten ausgewertet. Ich bin schon mal gespannt aufs Ergebnis und die Schlüsse, die daraus gezogen werden.




Es braucht mehr Kontrollen u. höhere Strafen

Es wurde in den letzten Jahren viel Farbe auf Karlsruher Straßen verteilt. So sind vor allem Schutz- und Radfahrstreifen entstanden, aber auch der eine oder andere baulich getrennte Radweg ist aus dem Boden gestampft worden.

Es wurden Fahrradstraßen ausgewiesen, in denen Radfahrer zumindest in der Theorie Vorrang haben.

Die Realität sieht leider anders aus. Denn in Karlsruhe mangelt es weniger an der Radinfrasturktur, als an der Kenntnis der StVO und am Unrechtsbewusstsein einzelner Verkehrsteilnehmer.