Unter der Haube

Vor einer Woche habe ich ein paar der Sattelüberzüge getestet, die sich im Laufe der letzten Jahre bei mir angesammelt haben. Karlsruher, die wie ich regelmäßig Open Air Veranstaltungen wie Das Fest besuchen, werden das eine oder andere Modell mit Sicherheit wiedererkannt haben. Wer mal kurz zum Bäcker muss und seinen Sattel vor Regen schützen möchte, der ist mit solchen Gimmicks gut bedient. Für eine Weile halten sie den Sattel trocken.
Jetzt stellt sich für mich natürlich die Frage, lohnt die Investition in einen gekauften Regenüberzug. Meine beiden Töchter wünschen sich einen WIRKLICH WASSERDICHTEN Regenschutz zu Weihnachten. Da ich beide bereits mit Gimmicks beglückt habe, gehe ich davon aus, dass so ein geschenkter Schoner den Sattel auf Dauer nicht wirklich trocken hält, sonst hätten sie die Wasserdichtigkeit nicht explizit betont. Ich könnte jetzt natürlich dem Vorschlag von Dennis folgen, und beiden eine Einkaufstüte aus Plastik vom Discounter schenken. Die Lösung wäre günstig und noch dazu diebstahlsicher. Aber ich befürchte, dass das Weihnachten nicht so gut ankäme.

Ich habe mich also in Unkosten gestürzt und drei Sattelschutzhauben gekauft, um zu prüfen, ob sie auch tatsächlich halten, was die Hersteller versprechen:




Gepäckträgertaschen von Ortlieb

Meine Gepäckträgertaschen von Ortlieb – Modell Backroller classic – habe ich jetzt gut acht Jahre. Die linke Tasche benutze ich nicht nur für Radreisen, sondern auch für den täglichen Weg zur Arbeit. Sie ist was die Kilometer anbelangt einmal um die Welt gereist, denn sie hat bereits mehr als 40000 Kilometer auf dem Buckel.

Mal abgesehen von ein paar Gebrauchsspuren auf der Innenseite, sieht man es den Taschen nicht an, dass sie bereits viel von der Welt gesehen haben. Die Backroller von Ortlieb sind absolut wasserdicht. Ich bin damit unzählige Male durch den strömenden Regen gefahren, keine Feuchtigkeit dringt nach innen. 




Einfach mal im Regen stehen lassen

Genau das habe ich gestern vor einer Woche gemacht, mein Rad mal im Regen stehen lassen, um herauszufinden, ob die Sattelschoner, die sich im Laufe der Zeit so angesammelt haben, den Sattel trocken halten oder nicht. Da ich den Luxus einer großen Garage habe und meine Räder auch am Arbeitsplatz in einem Gebäude abstellen kann, hat sich bisher noch keine Gelegenheit ergeben, die Dichtigkeit der Regenhauben im Alltag zu testen. Und nein, ich bin keine Schönwetterradlerin.




Was du heute kannst besorgen

… verschiebe nicht auf übermorgen. Gestern musste ich schmerzhaft erfahren, dass es besser ist, Dinge gleich zu erledigen und nicht auf die lange Bank zu schieben. Was war passiert? Ich halte mit dem Lastenrad vor dem Rolltor meiner Firma und will absteigen, bekomme aber den linken Fuß nicht von der Pedale. So ist passiert, was passieren musste – ich bin im Stehen umgekippt.
Ergebnis: Handgelenk verstaucht und eine Prellung an der Hüfte. Noch mal Glück gehabt! Das hätte auch schlimmer ausgehen können.

Was sonst nur Radfahrern passiert, die zum ersten Mal mit Klickpedalen unterwegs sind, haben bei mir die Überschuhe erledigt. Ich habe die schlechte Angewohnheit, die Überschuhe nicht auszuziehen, wenn ich mal „kurz“ einkaufen gehe. Dadurch hatte sich die untere Naht am linken Überschuh fast komplett gelöst. Ich habe sie sozusagen abgeschlurft. Diese lose Naht hat sich während der Fahrt um die Pedale gewickelt, ohne dass ich das gemerkt habe.

Ich wollte die Stolperfalle schon lange wieder festnähen, habe das aber immer wieder vor mir hergeschoben. Gestern hat sich das gerächt. Die Naht am linken Überschuh war nicht mehr zu retten. Die habe ich jetzt einfach abgeschnitten. Rechts hat sich die Naht nur auf eine Länge von 2-3 cm gelöst, das kann ich vielleicht noch festnähen. Wenn nicht, schneide ich das einfach auch ab. Was lernen wir aus der Geschichte? Mit Überschuhen spaziert man nicht durch die Gegend und unangenehme Dinge erledigt man sofort.

 




Stehplatz für mein Mountainbike

Seitenständer an Mountainbikes sind ein No-Go. Mein Chef-Chef rümpft sogar schon die Nase, wenn ich im Winter mit meinem mit Spikereifen bestückten Crossrad in die Firma komme, an dem ich aus praktischen Gründen einen Ständer montiert habe, damit ich es überall abstellen kann und nicht erst eine freie Wand suchen muss.

Mein Fully hat natürlich keinen Seitenständer. Für einen Wandhalter ist in der Garage leider kein Platz mehr. Deshalb habe ich mir jetzt von XLC diesen klappbaren Fahrradabstellständer zugelegt. Er fixiert das Rad durch seine spezielle Faltkonstruktion an zwei Positionen, ohne die Felge zu zerkratzen.




Radelblog wird fünf

Kinder, wie die Zeit vergeht, wenn man sich amüsiert! Vor genau fünf Jahren habe ich meinen ersten Blog-Beitrag veröffentlicht, eine Karikatur / Zeichnung des Briten Dave Walker. Mittlerweile verzeichnet mein Blog 912 Beiträge. Das sind  rein rechnerisch 182 Veröffentlichungen pro Jahr bzw. 15 pro Monat.

Bloggen, das hört sich so leicht an. Einfach mal ein bisschen was schreiben über ein Thema, für das man brennt. Das habe ich mir zu Anfang total einfach vorgestellt. Wenn man allerdings irgendwann mehr Zeit mit dem Recherchieren, Schreiben und Redigieren eines Blog-Beitrages verbringt, als mit dem, worüber man schreibt – dem Radfahren – dann fragt man sich natürlich, wieso mache ich das überhaupt? Statt über die Sorgen und Nöte der Alltagsradler und vor allem den vielen positiven Aspekten des Radfahrens zu berichten, könntest du jetzt selbst mit dem Rad ins Elsass fahren und in Weiler bei Wissembourg im Kräutercafe Salbeinudeln essen. Stattdessen sitzt du jetzt hier am Schreibtisch und grübelst über eine Formulierung. Manchmal weiß ich ehrlich gesagt nicht, was mich immer noch treibt.




Zeichen setzen

Ich habe die Ecke ums Durlacher Tor herum in den letzen Monaten gemieden. Aufgrund der Dauerbaustelle waren die Wege von Durlach in die Stadt meist „verschlungen“. Letzte Woche bin ich zufällig wieder dort lang geradelt, weil ich von der Oststadt in die Innenstadt wollte und wurde angenehm überrascht. Es gab neue Radfahrstreifen, …




Das verkehrssichere Rad

Der Schuster hat ja bekanntlich die schlechtesten Schuh. So musste ich mich unlängst von meinem Kollegen belehren lassen, dass die drei Räder, mit denen ich meist unterwegs bin – mein Reiserad von Rennstahl, das Faltrad von Tern und das Lastenrad von Riese u. Müller – allesamt nicht den Anforderungen der StVZO entsprechen was die Beleuchtungsanlage betrifft.

Bei meinem Faltrad war mir das bewusst, bei meinen anderen beiden Rädern hätte ich Stein und Bein geschworen, dass sie mit allen vorgeschriebenen und bauartgenehmigten lichttechnischen Einrichtungen ausgerüstet sind, die der Gesetzgeber vorschreibt.




Griffe aus Nussbaumholz von Velospring

Meine alten Ergon-Griffe habe ich jetzt gut 20.000 Kilometer gefahren. Sie haben mir treue Dienste erwiesen. Man sieht es ihnen nicht nur deutlich an, man spürt es leider auch. Sie fühlen sich extrem pekig an.

Diese alten Ergon-Griffe haben ausgedient

Von daher meine Überlegung, in etwas Neues zu investieren, vor allem in ein anderes Material. Ledergriffe habe ich am Faltrad montiert. Leider bin ich von der Haptik nicht so begeistert, wie ich es mir erhofft hatte. Meine oft schweißnassen Hände dürften daran allerdings nicht ganz unschuldig sein.
Von daher habe ich jetzt geschwankt zwischen Kork- und Holzgriffen. Die Holzgriffe von Velospring hatte ich bereits vor zwei Jahren auf der Eurobike in Friedrichshafen in den Händen. Sie fühlten sich angenehm glatt und dennoch warm an. Geht mal barfuß über Laminat und dann über Parkettboden. Ähnlich verhält es sich mit Griffen aus Kunststoff und Holz. Man spürt den Unterschied. Naturmaterialien fühlen sich einfach besser an.




Senk ju for träveling wis Deutsche Bahn

An diesen Song der Wise Guys musste ich unwillkürlich denken, als ich letzten Montag mit dem Zug von Lingen über Münster nach Karlsruhe zurückfuhr. Es wurden – wenn man mal von den sanitären Einrichtungen absieht – sämtliche Vorurteile bedient:

  • Zugverspätung
  • Einfahrt auf dem falschem Gleis
  • Spiegelverkehrte Wagenreihung
  • Halten auf freier Strecke
  • Zug fährt nicht zum Zielbahnhof