Kinotipp: Bikes vs Cars

  • Wo: Mannheim, Cinema Quadrat
  • Wann: Sonntag, 2. April 2017, um 19.30 Uhr

Hier ein Trailer zum EInstimmen:

Worum geht es in BIKES VS CARS? Um Klimaveränderung, Ressourcenvergeudung und Städte, die in Autos ersticken. Das Fahrrad ist eine Alternative, um dem Verkehrschaos und dem Verkehrskollaps entgegenzuwirken. Es ist ein kostengünstiges, ressourcenschonendes und noch dazu gesundes Fortbewegungsmittel.

Aber die Automobilindustrie investiert jedes Jahr Unsummen in Lobbyarbeit, um ihr Geschäft zu schützen und möglichst viele Autos zu verkaufen. Autos sind bequem und suggerieren Mobilität und Unabhängigkeit. Aber bei Licht betrachtet verbringt jeder Autofahrer tagtäglich viel Zeit im Stau. Warum tut man sich das an? Der Regisseur Fredrik Gertten versucht aufzuzeigen, was diese Menschen antreibt und zeigt Alternativen auf. Er lässt Alltagsradler und Fahrradaktivisten zu Wort kommen, die interessiert sind an einer nachhaltigen, flexiblen, kostengünstigen und zeitsparenden Fortbewegung. Der Dokumentarfilm wurde u.a. in den Metropolen Sao Paulo, Los Angeles und Kopenhagen gedreht. Es kommen Menschen zu Wort wie Aline Cavalcante, Bloggerin und Aktivistin, die seit 2008 in Sao Paulo lebt und dort eine Bar mit Bike-Shop mitgegründet hat; Dan Koeppel, der in L.A. „The Big Parade“, einen zweitägigen Stadtspaziergang ins Leben gerufen hat, die Stadtplanerin Raquel Rolnik und Ivan Naurholm, der als Taxifahrer in Kopenhagen eine ganz eigene Sicht darauf hat, was es heißt, als Autofahrer die Straßen mit Radfahrern zu teilen. Der sehenswerte Film ist ein Plädoyer für eine lebenswerte und nachhaltige Stadt- und Verkehrsplanung.

 




Uns stinkts!

Die Critical Mass am kommenden Freitag steht ganz unter dem Motto „Uns stinkts“.

Es stinkt uns im wahrsten Sinne des Wortes, von den Autoabgasen eingenebelt zu werden, wenn wir mit dem Rad in der Stadt unterwegs sind. Karlsruhe liegt zwar nicht in einem Kessel wie Stuttgart, aber Luftverschmutzung durch Feinstaub und Stickoxide ist auch bei uns ein Problem, das wir nicht auf die leichte Schulter nehmen sollten.

Um ein Zeichen zu setzen, wollen wir am Freitag vor dem Start der CM an die Teilnehmer Atemschutzmasken verteilen. Das Tragen dieser Masken ist natürlich freiwillig. Wer an dieser Aktion nicht mitmachen möchte, kann natürlich auch ohne mitfahren.

Freitag, 31. März, 18 Uhr auf dem Kronenplatz in Karlsruhe

Atemschutzmasken zum Schutz vor Feinstaub sind auch bei uns in Deutschland brandaktuell. Laut Stuttgarter Nachrichten von heute fragen Touristen in Stuttgart verstärkt danach. In der ausländischen Presse stellt man sich nämlich bereits folgende Frage:

Stuttgart: Germany’s Beijing for air pollution?

Für alle, die unterwegs zu uns stoßen wollen, hier noch der Streckenverlauf auf GPSies.




Baden-Württemberg investiert in Radwege

„Viel Geld für Radwege“ kündigt die BNN in ihrer heutigen Samstagsausgabe an. Das Land plane „viel“ Geld für Radwege und wolle zusätzlich rund 46 Millionen Euro investieren (z.B. in den Bau von Radwegen und Unterführungen). Da frage ich mich natürlich sofort was ich unter „viel“ zu verstehen habe. 46 Millionen hört sich zwar nach viel Geld an, aber verglichen mit den Beträgen, die in den Straßenbau und deren Erhalt fließen, sind 46 Mio. das, was ein Deutsche Bank Chef seinerzeit als Peanuts abtat.

Aber immerhin, 46 Millionen sind besser als gar nichts. Schließlich feiert das Rad in diesem Jahr seinen 200. Geburtstag und da macht es sich gut, die eine oder andere Investition publikumswirksam anzukündigen.

Ein Teil des Geldes (19 Mio.) soll in den Ausbau von Radwegen an Landesstraßen fließen. Und jetzt wird es spannend, denn eine dieser Landstraßen verläuft zwischen den Karlsruher Stadtteilen Wolfartsweier und Grünwettersbach.




Radfahren macht hungrig

Jeder Radfahrer kennt ihn – den Hungerast. Man ist stundenlang mit dem Rad durch die Gegend gefahren, ist erschöpft aber glücklich und könnte Berge von Nahrungsmitteln verschlingen. Wenn der berühmte Hungerast kommt, will man nicht stundenlang kochen. Dann muss es schnell gehen. Unterwegs verschlingt man eine Banane oder ein Müsliriegel, daheim gibt es bei mir, wenn es schnell gehen muss, Nudeln mit Pesto.

Meine Lieblingspesto: das neue Dattero und Durlacher, der Klassiker unter den Pestos der Durlacher Pestoria

Dattel Walnuss Pesto (Bild: Pestoria Durlach)




Broken Window Theorie

Heute Morgen hatte ich von unserem neuen Geh-/Radweg nach Hohenwettersbach berichtet und mit dem Brustton der Überzeugung erklärt, dass noch kein Pinselstrich die grauen Betonwände verunzieren würde. Ich muss mich korrigieren. Die Betonwand auf Höhe des Grillplatzes ist letzte Nacht dem ersten „Künstler“ zum Opfer gefallen.




Das Auge fährt mit

Wir Bergdörfler bekommen einen neuen, gut vier Meter breiten, Rad-/Fußweg vom Zündhütle in Wolfartsweier nach Hohenwettersbach. Die Bauarbeiten sind noch nicht ganz beendet, aber das meiste ist bereits geschafft.

Radweg kurz hinter dem Zündhütle, hier noch in herbstlicher Farbenpracht

An drei Stellen musste der Hang mit gigantischen Betonplatten abgestützt werden. Noch ziert kein Dreck und kein Pinselstrich diese Wände. Sie vertikal mit Moos zu begrünen, wie es Stuttgart gerade in der Nähe des Neckartors mit einer Lärmschutzwand macht, hieße Eulen nach Athen tragen. Moos gibt es im Wald nun wahrlich genug.




Faltrad jetzt fit für den Frühling

Das schlechte Wetter gestern hatte auch seine guten Seiten, ich habe Dinge gemacht, die ich schon lange vor mir herschiebe – z.B. mein Faltrad aus der Versenkung holen und für die erste größere Tour herrichten:

Mein Faltrad – geputzt, geölt und neu eingestellt

Mit einem Rad, mit dem man selten fährt, verhält es sich wie mit einem Zimmer, in dem niemand wohnt – es wird trotzdem staubig und irgendwelche Heinzelmännchen haben was an ihm verstellt. Wenn ihr auch ein Faltrad besitzt, habt ihr vielleicht ähnliche Erfahrungen gemacht. Jeder Zweite, der an meinem Kleinen Schwarzen vorbeigeht, meint er müsse doch mal schauen, wie man den Lenker verstellt und umlegt oder schlimmer noch, wie man das Rad zusammenklappt. Ich habe das Gefühl, dass ich mein Faltrad nie so vorfinde, wie ich es verlassen habe.




Bild der Woche

Dammerstock – Karlsruher Stadteil mit gefühlt den meisten Rädern mit Kinderanhänger

Darüber freue ich mich nachmittags immer am meisten – die Fahrt durch Dammerstock. Neben der Alb ist ein großer Spielplatz. Hier tummeln sich nicht nur bei schönem Wetter Kinder, Jugendliche und Erwachsene, um zu spielen, zu reden, zu faulenzen oder den Vögeln zu lauschen. Die meisten kommen per Rad 🙂




Mit dem Rad zur Arbeit

8002 Kilometer – Tachostand nach einem Jahr

Wenn man bedenkt, dass ich im Dezember / Januar ein paar Wochen mit meinem Crossrad gefahren bin, da ich auf dem Rad die Spikereifen aufgezogen habe, bin ich insgesamt innerhalb des letzten Jahres eigentlich noch viel mehr Kilometer gefahren.




Zu Fuß zur Schule statt Elterntaxi

Der „Zu Fuß zur Schule“ Tag ist zwar erst im September, aber bei dem schönen Frühlingswetter können die Kinder eigentlich auch schon jetzt mit dem Rad oder zu Fuß zur Schule fahren bzw. gehen. Und wenn ihr mich fragt, hat ein bisschen Regen und Kälte auch noch niemanden geschadet. Im Gegenteil das härtet ab.

Zu Fuß zur Schule statt Elterntaxi

Der Verkehrsclub Deutschland plant zusammen mit dem Deutschen Kinderhilfswerk im September wieder interessante Mitmachaktionen. Näheres dazu findet ihr hier.

Neben den ökologischen und verkehrlichen Aspekten unterstütze ich die Intention der Aktionstage, Kinder – wo immer möglich – in ihrem Bewegungsdrang zu unterstützen. Bewegung ist für die Entwicklung von entscheidender Bedeutung, weil sie damit ihre Welt erkunden und mit ihr in Kontakt treten. (…) Schenken wir unseren Kindern mehr Bewegungsräume. Auch auf dem Weg zur Schule und zum Kindergarten.

so die Senatorin Dr. Claudia Bogedan, Präsidentin der Kultusministerkonferenz.

Also lasst eure Kinder jeden Tag die Welt erkunden, ganz ohne Elterntaxi. Bewegung an frischer Luft macht Spaß und wach, was in der Schule und im Kindergarten ja nicht so ganz unwichtig ist.