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Fahrraddiebstahl verhindern
 

Fahrräder sind beliebt, leider nicht nur bei uns Radfahrern, sondern auch bei Dieben. Die Wahrscheinlichkeit ein gestohlenes Rad wiederzubekommen, ist leider relativ gering. Die Aufklärungsquote liegt weit unter 10 %. Wenn man jetzt noch berücksichtigt, dass bei Weitem nicht alle Fahrraddiebstähle angezeigt werden, dann ist diese Quote noch viel geringer.

Täterprofile

Der Gelegenheitsdieb
Räder werden nicht unbedingt gestohlen, um sich zu bereichern. Viele Fahrraddiebstähle sind Spontantaten. Das Rad - meist gar nicht oder unzureichend abgeschlossen - wird sozusagen nur mal kurz ausgeliehen, um schneller ans Ziel zu kommen oder eine kurze Spritztour zu machen. Wenn es seinen Zweck erfüllt hat, wird es einfach irgendwo wieder abgestellt. Diese Art von Diebstählen werden statistisch gesehen meist von Jugendlichen begangen.

Der "Wie-du-mir-so-ich-dir-Dieb"
Opfer von Fahrraddiebstählen werden nicht selten selbst zu Tätern um ihren Verlust auszugleichen.

Der Kleinkriminelle
Um das schnelle Geld zu machen, entwenden Kleinkriminelle gerne unauffällige Standardräder, d.h. Räder, die sich aus der Masse der Fahrräder durchs nichts hervorheben, nicht besonders teuer sind und deren Schlösser sich leicht knacken lassen.

Der Profi
Der professionelle Fahrraddieb ist spezialisiert auf bestimmte Fahrradtypen und Fahrradschlösser. Er beliefert Hehlerbanden und arbeitet bedarfsorientiert. Um die Räder nicht vor Ort knacken zu müssen, lädt er seine Beute auf ein Fahrzeug auf und transportiert sie ab, so dass er das Fahrradschloss in Ruhe woanders aufbrechen kann.

 

Wie lange dauert es, ein Schloss zu knacken?

Auch das sicherste Schloss lässt sich knacken, man muss nur genügend Zeit haben.

Schlosstyp Widerstandsdauer Werkzeug zum Knacken eines Schlosses
Nummernschlösser ca. 10 - 15 Sekunden Seitenschneider
Kabelschlösser, Spiralschlösser ca. 6 Sekunden Bolzenschneider
Bügelschlösser
Panzerkabelschlösser
Faltschlösser
ca. 3 Minuten div. Hilfsmittel (z.B. Dietrich, Brachialgewalt)

 

 

 

 


Die Wahl des richtigen Schlosses

Faustregel: Ein Fahrradschloss sollte Ihnen mindestens 10 % des Kaufpreises ihres Fahrrades wert sein. Je wertvoller das Rad, desto teurer sollte das Schloss ausfallen.

Diebstahlrisiko Abstellort Wann u. wie lange abgestellt
Wert des Rades
Schloss
hoch - Innenstadt, Bahnhof, Uni, Kino, Konzerthalle, etc.
- unbewachte Abstellplätze
- offen zugängliche Gemeinschaftskeller
- schlecht einsehbare Orte
nachts, über einen längeren Zeitraum
hoch
- hochwertiges Bügelschloss
- hochwertiges Panzerkabelschloss
- hochwertiges Kettenschloss
- zusätzlicher Komponentenschutz
mittel - Stadtrand, ländliche Gebiete
- bewachte Abstellpätze
- abgeschlossener Gemeinschaftskeller
- Fahrrad in Sichtweite
tagsüber, nur wenige Stunden
mittel
- Bügelschloss
- Panzerkabelschloss
- Kettenschloss
gering - Fahrrad in Sichtweite ein paar Minuten
gering
- Spiralschloss
- Kabelschloss
- Nummernschloss
- Rahmenschloss

 

Schlosstypen

Bügelschlösser
Sie gelten als besonders sicher, sind aber recht schwer und je nach Bügellänge nicht immer geeignet ein Rad auch überall anschließen zu können.

Faltschlösser
Auch sie bieten eine hohe Sicherheit, sind aber ebenfalls schwer. Es gibt sie in unterschiedlichen Längen. Faltschlösser mit Schlüssel sind besser als Faltschlösser mit einem Nummernschloss.

Panzerkabelschlösser
Auch sie bieten ebenfalls einen hohen Schutz und haben aufgrund ihrer Länge eine größere Reichweite als Bügelschlösser.

Kabel-, Spiralkabel-, Nummern- und Rahmenschlösser
Diese Kategorie Schlösser bietet keinen ausreichenden Schutz und ist lediglich als eine Art "Wegfahrsperre" einzustufen. Ideal, wenn man nur mal kurz zum Einkaufen fährt, das Rad in Sichtweite hat oder sich zumindest nicht weit davon entfernt aufhält.

Richtig abschließen

Ein hochwertiges Schloss allein verhindert noch keinen Diebstahl. Man muss es potentiellen Dieben so schwer wie möglich machen. Je länger es dauert, ein Rad zu entwenden, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass der Dieb sich eine leichtere Beute sucht. Ein Rad, das nur abgeschlossen ist, kann ich mühelos abtransportieren und woanders knacken. Daher ist es immens wichtig, das Rad immer an einen festen Gegenstand anzuschließen.

  • Minimalsicherung: Den Rahmen des Rades mit einem Schloss an einen festen Gegenstand anschließen.
  • Mittlere Absicherung: Den Rahmen und das Vorderrad mit einem Schloss an einen festen Gegenstand anschließen.
  • Hohe Absicherung: Mit einem Schloss das Vorderrad und den Rahmen anschließen und mit einem zweiten Schloss anderen Typs das Hinterrad und den Rahmen anschließen.

Tipp:
Beim Abschließen darauf achten, dass das Schloss nach unten schaut. Dies erschwert potentiellen Dieben den Einsatz von Dietrichen.
Das Schloss sollte aber nicht auf dem Boden aufliegen, denn dann könnte man es mit Brachialgewalt (Hammer und Meißel) öffnen.

Richtig abstellen

  • Räder nach Möglichkeit an belebten, hell erleuchteten Orten abstellen.
  • Nicht immer an derselben Stelle abstellen.
  • Orte meiden, an denen viele kaputte und umgefallene Räder einem potentiellen Dieb suggerieren, hier könnte er leichte Beute machen.
  • Rad auch in geschlossenen Räumen abschließen, wenn viele Menschen Zugang zu diesem Raum haben.

Komponentenschutz

Teure Räder sind in der Regel auch mit teuren Komponenten ausgestattet: Ein Sattel aus Leder, Carbonlaufräder, hochwertige Frontscheinwerfer, Vorbauten und vieles mehr. Schnellspanner haben zwar den Vorteil, dass man z.B. die Sattelhöhe schnell einstellen kann, erleichtern Dieben aber immens die Arbeit. Schnellspanner gehören daher ersetzt durch Spezialmuttern, die mit herkömmlichen Werkzeugen nicht geöffnet werden können.

Weitere Schutzmöglichkeiten

  • Fahrradcodierung
  • Fahrradversicherung